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100 Feet Kritik & Meinung

Mit sei­nem Psycho-Thriller und Geisterfilm“100 Feet“ schuf Regis­seur und Autor Eric Red einen Film, der weit über diese Gen­re­gren­zen hin­aus­geht.
In sei­nem Film geht er sehr spar­sam mit Schock­ef­fek­ten um, schafft es aber viel­leicht auch gerade dadurch, sie so wir­kungs­voll ein­zu­set­zen. Auch sei­nen bösen Geist ver­sieht er mit einer unglaub­li­chen Präsenz.

Story / Inhalt

Der neue Film von Eric Red, dem Autor von “The Hitcher”.

Mar­nie Wat­son (Famke Jans­sen) tötet aus Not­wehr ihren prü­geln­den Ehe­mann, einen New Yor­ker Cop. Nach drei Jah­ren im Gefäng­nis kommt sie auf Bewäh­rung raus und soll das letzte Jahr ihrer Strafe mit einer elek­tro­ni­schen Fuß­fes­sel in ihrem eige­nen Haus ver­bü­ßen. Was sich nach Frei­heit anhört, ent­puppt sich schnell als Horrortrip.

Mei­nung zum Film

Mit Famke Jans­sen und sei­nem sehr redu­zier­ten Schau­platz hatE­ric Red eine sehr gute Mischung erstellt, die bis zum Schluss auf­geht und den Zuschauer in sei­nen Bann zieht. Doch „1oo Feet“ ist mehr als ein Spiel mit Kli­schees. Ver­steckt in die­sem Geis­ter­film geht es auch um Schuld­ge­fühle, per­sön­li­che Phan­tome und Sehn­sucht nach Liebe, Frei­heit und Erlö­sung.
Jans­sen schafft es, ihrer Figur die per­fekte Mischung aus Härte und Ver­letz­lich­keilt zu geben. Sie lässt den Zuschauer durch ihr Mie­nen­spiel und ihre Ges­tik an ihren schmerz­haf­ten Erfah­run­gen aus der Ver­gan­gen­heit teil­ha­ben. Ihr Cha­rak­ter ist mehr als eine typi­sche Opfer­rolle. Viel­mehr zeigt sie einen schein­bar unbe­zwing­ba­ren Wil­len, der zeigt, dass sie bis zur Erschöp­fung kämp­fen wird. Somit ist „100 Feet“ nicht ein­fach ein Spiel zwi­schen Opfer und bösem Geist, es geht viel­mehr darum, wie ihre Cha­rak­ter­stärke nach und nach gebro­chen wird, bis sie an ihrer geis­ti­gen Erschöp­fung ange­langt ist.
Die räum­li­che Beschrän­kung in „100 Feet“ ist im Gegen­satz zu „Dis­tur­bia“ mehr als ein Span­nungs­werk­zeug. Viel­mehr soll es die Ver­bun­den­heit zu ihrem Haus und an ihren Ehe­man ver­deut­li­chen und ist somit ein wich­ti­ger Bestand­teil ihres psy­cho­lo­gi­schen Porträts.

Fazit

„100 Feet“ ist packend bis zur letz­ten Minute und bie­tet dem Zuschauer weit mehr als eine ein­fa­che Geistergeschichte.

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