Angel-A Kritik & Meinung
Luc Besson ist einer der erfolgreichsten französischen Regisseure und hat mit Filmen wie „Léon –der Profi“ oder „Das fünfte Element“ Hollywood gezeigt, dass auch mit den Franzosen an der Kinokasse zu rechnen ist. Sechs Jahre nach seinem letzten Erfolg schuf er mit „Angel-A“ einen doch kostengünstigeren Film, als man es von ihm gewohnt ist. Doch kann er damit auch noch begeistern?
Story / Inhalt
André (Jamel Debbouze) kann sich nicht mehr auf die Straße trauen.
Zu lange hat sich der kleinwüchsige Marokkaner mit seinen Gaunereien durchs Leben geschlagen, jetzt ist die Geduld seiner Gläubiger endgültig am Ende. Was tun? André sieht nur noch eine Lösung: die Seine. Doch gerade als er sich von einer Brücke ins Wasser stürzen will, entdeckt er auf der Brüstung eine Frau (Rie Rasmussen), die offensichtlich das Gleiche vorhat. Als sie tatsächlich springt, zögert André keine Sekunde und rettet sie. Die schöne Angela mit den endlos langen Beinen heftet sich fortan wie eine Klette an den glücklosen André, und wie durch ein Wunder scheint sich seine Pechsträhne plötzlich ins Gegenteil zu wandeln. Könnte seine Begegnung mit der geheimnisvollen Blondine, seinem rettenden Engel, am Ende gar kein Zufall gewesen sein?
Meinung zum Film
Die Story ist ein alt bekannter Kinomärchenstoff gemischt mit viel Posing vom Topmodel Rasmussen und viel Marokkaner-Humor von Debbouze mit einem Hauch Moral á la „akzeptiere dich, wie du bist und du wirst akzeptiert“.
Die Leistung von Rasmussen und Debbouze kann sich durchaus sehen lassen und rein optisch gesehen geben sie ein lustiges Pärchen ab und auch schauspielerisch passen sie perfekt zusammen.
Der eigentliche Schwachpunkt ist das Drehbuch, denn der Film soll dem Zuschauer den Wandel von Andrés suggerieren und das gelingt auch ganz gut. Doch hat André nicht nur psychologische Probleme, sondern auch handfeste, die aber von Angela mit nur einem Fingerschnips erledigt werden. Anschließend soll der Zuschauer glauben, dass durch die Änderung seiner Einstellung auch seine Probleme gelöst worden sind. Doch leider wirkt das Ganze dadurch viel zu unwirklich. Etwas mehr Storytiefe und eine bessere Ausarbeitung hätten an der Stelle nicht schaden können.
Besson schwächelt zwar etwas bei der Story, macht dies aber durch die optische Gestaltung des Films wieder weg. Aber nicht indem er mit visuellen Effekten protzt, sondern er macht genau das Gegenteil. Durch die Reduktion der Effekte schafft er mehr Platz für die Phantasie des Zuschauers. Das Paris, welches Besson präsentiert, strahlt in schwarz-weiß und bekommt durch den Sonnenaufgang einen besonderen Touch. Dieses Farbspiel gemischt mit den leeren Straßen spiegelt perfekt die Einsamkeit der beiden Protagonisten wieder. Unterlegt wurden diese erstklassigen Bilder durch einen stimmigen Soundtrack von Anja Garbarek.
Fazit
„Angel-A“ überzeugt zwar nicht mit der Story, dafür aber mit erstklassigen Bildern.
von Steffen Müller
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Soundtrack
Schauspieler
Jamel Debbouze
als AndréRie Rasmussen
als Angel-AGilbert Melki
als FranckSerge Riaboukine
als Pedro










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