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Bulletproof Gangster Kritik & Meinung

Wenn Regis­seur Jona­than Hens­leigh, bekannt von Fil­men wie „The Punis­her“ , einen Film mit dem Titel „Bul­let­proof Gangs­ter” insze­niert, weckt das natür­lich die Fans sei­ner bis­he­ri­gen Filme auf. Doch weit gefehlt, denn „Bul­let­proof Gangs­ter” lie­fert rela­tiv wenig Schie­ße­reien und Action.

 

Der Film basiert auf Rick Pol­locks Buch „To Kill The Irish­man” und schil­dert das Leben des iri­schen Gangs­ters Danny Greene. Doch über län­gere Stre­cken sucht man span­nende Action­sze­nen oder Kugel­ge­fechte ver­ge­bens. Dem Action­herz wird aber den­noch eini­ges gebo­ten, denn es flie­gen mehr Autos in die Luft als bei einer Mas­sen­ka­ram­bo­lage in „Cobra 11“.

Story / Inhalt

Die­sen Mann hält nie­mand auf!
Danny Greene (Ray Ste­ven­son) ist ein ziel­si­che­rer Schütze, hat Ner­ven aus Stahl und neun Leben – ideale Vor­aus­set­zun­gen für einen macht­hung­ri­gen Gangs­ter, der sich in der Unter­welt ganz nach oben kämp­fen will. Als die Mafia einen Preis auf Dan­nys Kopf aus­setzt, beginnt ein blu­ti­ger Revier­kampf, der Cleve­land in ein Kriegs­ge­biet ver­wan­delt. Doch egal, wie viele Mord­an­schläge auf ihn ver­übt wer­den – Danny setzt sei­nen Auf­stieg zum Ver­bre­cher­boss unbe­irr­bar fort und ver­nich­tet jeden, der sich ihm in den Weg stellt …

Action-Spezialist Jona­than Hens­leigh (“The Punis­her”) erzählt mit hoch­ka­rä­ti­gen Stars wie Chris­to­pher Wal­ken (“Man on Fire”), Val Kil­mer (“Bad Lieu­ten­ant”) und Paul Sor­vino (“Good Fel­las”) die wahre Geschichte eines furcht­lo­sen Man­nes, des­sen Stand­haf­tig­keit die mäch­ti­gen Mafia-Syndikate der USA zum Ein­sturz brachte.

Mei­nung zum Film

Trotz der vie­len Explo­sio­nen schafft der Film es nicht wirk­lich, den Zuschauer mit­zu­rei­ßen, was zum größ­ten Teil an den sehr flach gehal­te­nen Cha­rak­te­ren liegt. Hens­leighs hat sich in den Neben­rol­len einige hoch­ka­rä­tige Schau­spie­ler besorgt, doch diese brin­gen ihm auch nichts, wenn er ihnen keine aus­ge­feil­ten Cha­rak­tere vorsetzt.

Ver­gleicht man „Bul­let­proof Gangs­ter” mit ähn­li­chen Gangs­ter­thril­lern, fällt schnell auf, dass der Film ein ent­schei­den­des Pro­blem hat. Es man­gelt ihm an einem bis ins letzte Detail aus­ge­ar­bei­te­ten Haupt­cha­rak­ter.  In einem Film, der den Fokus auf eine Per­son fixiert, muss des­sen Leben von meh­re­ren Sei­ten beleuch­tet wer­den. Und genau das haben Hens­leigh und Jeremy Wal­ters nicht gemacht. Sie beleuch­ten ihren Cha­rak­ter zu ein­sei­tig. Somit ver­wun­dert es nicht, dass der Zuschauer nicht mal mit der Schul­ter zuckt, wenn Green von sei­ner Fami­lie ver­las­sen wird. Der Zuschauer hat kei­ner­lei Ahnung wie Green zu sei­ner Fami­lie steht und somit ist es ihm rela­tiv egal, ob er von ihnen ver­las­sen wird oder ob er jemals eine hatte.

Ein wei­te­res Pro­blem des Film ist die Beset­zung der Haupt­rolle durch Ray Ste­ven­son. Die­ser hat zwar in ande­ren Fil­men seine Qua­li­tä­ten durch­aus unter Beweis gestellt, doch in einem Film mit einer sehr schwach cha­rak­te­ri­sier­ten Haupt­rolle braucht es lei­der einen cha­ris­ma­te­ren Schau­spie­ler, um das Ruder noch rumzureißen.

Viel­leicht liegt es auch an den gerade mal 106 Minu­ten Lauf­zeit, dass Jona­than Hens­leigh es nicht schafft, seine Haupt­fi­gur in allen Facet­ten dar­zu­stel­len. Denn wie wir alle wis­sen, braucht ein ech­ter Gangs­te­re­pos doch eini­ges mehr an Zeit.

Posi­tiv ist auf jeden Fall zu erwäh­nen, dass Jona­than Hens­leigh trotz aller Schwä­chen eine den­noch authen­ti­sche Skiz­zie­rung des Mafia­mi­lieus gelun­gen ist.

Fazit

Ein solide insze­nier­tes Gangs­ter­drama mit mäßi­ger Besetzung.

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