Bunny and the Bull Kritik & Meinung
Zwei Freunde auf einem irrwitzigen Trip durch ganz Europa. Von einem Schuhmuseum in Polen, von Schnee bedeckten Schweizer Zeitungsbergen, bis zu einen Fiesta-Feier aus dem Inneren einer Uhr. An skurrilen Schauplätzen ist dieser Film von Paul King nicht zu überbieten.
Story / Inhalt
Stephen Turnbull hat seine Wohnung seit Monaten nicht mehr verlassen. Jede Aktivität – vom Zähneputzen bis zur Einnahme sämtlicher Mahlzeiten – erfolgt nach einem straffen, bis ins kleinste Detail durchorganisierten Ablaufplan. Nicht zu erwartende Störfälle wie eine Mäuseplage, die praktisch über Nacht sämtliche Vorräte aufgefressen hat, sind da nicht einkalkuliert. Völlig aus seiner Alltagsroutine gerissen ist er gezwungen, sich seiner größten Angst zu stellen und zwecks Nahrungsbeschaffung wieder in Kontakt mit der Außenwelt zu treten.
Todesmutig bis an die Wohnungstür vorgedrungen, lässt die unmittelbar bevorstehende Konfrontation mit der Welt da draußen, längst verdrängte und vergessen geglaubte Erinnerungen in ihm hochkommen: Eine Reise durch Europa, die er vor langer Zeit mit seinem einzigen Freund Bunny unternommen hat. Kurios-beängstigende Landschaften, schmerzvolle Begegnungen und eine verlorene Liebe katapultieren den autistischen Nerd urplötzlich vom sicheren, heimischen Wohnzimmer mitten in eine Odyssee voller Gefahren und Abenteuer.
Meinung zum Film
Dieser Roadmovie ist wahrlich ein Kunstwerk, einzigartig in Form seiner Bilder, einzigartig aber auch wegen seiner durchgeknallten Charaktere. Er trifft wahrlich aber nicht Jedermanns Geschmack. Wer sich auf diesen aberwitzigen Spaß einlässt, bekommt ein kleines, feines Filmchen für Zwischendurch. Seine skurrile Inszenierung und die Idee, den Film nur in bzw. aus der Wohnung von Stephen spielen zu lassen, macht in einzigartig in seiner Art. Stephan (Edward Hogg) und Bunny (Simon Farnaby) bilden ein ungleiches Freundespaar, das zu mancher witzigen Situation führt. Bei den Nebenfiguren ist eine verrückter als die nächste. Ein gut durchdachter, kleiner, feiner Kultfilm, der mit Charme, Poesie und Skurrilität protzt . Was leider das Gesamtbild ein bisschen trübt, ist die nur teilweise gelungene Synchronisation und ein paar kleine Unstimmigkeiten in der Story, die aber im Großen und Ganzen leicht zu verschmerzen sind. Der Film bleibt auch Dank seines gelungenen Endes im Gedächtnis.
Fazit
„ Ein Schuhkarton vollgestopft mit aberwitzigen Ideen, bekloppten Charakteren und eine Roadtour quer durch Europa – was wolln ma mehr. Ein auf seine Weise kultiges Filmchen“
von Jens Drengenburg
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Soundtrack
Schauspieler
Julian Barratt
als AtillaNoel Fielding
als Javier-
Edward Hogg
als Stephen -
Simon Farnaby
als Bunny -
Verónica Echegui
als Eloisa














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