DAS HAUS DER KROKODILE Kritik & Meinung
Als erstes muss ich zugeben, dass ich etwas skeptisch war – eine Neuverfilmung von Das Haus der Krokodile? Muss denn das „Rad“ neu erfunden werden? Ich bin mit der Serie von damals groß geworden und ich konnte dem Gedanken, dass die Erinnerung von damals jetzt ersetz werden sollte, erst mal nicht so viel abgewinnen… Aber ich wurde dann doch positiv überrascht!
Story / Inhalt
Aber erst mal zur Geschichte: Viktor (Kristo Ferkic), ein Junge von 11 Jahren wohnt seit kurzem mit seiner Familie in einer großen alten Villa. Sie sind dort in die Wohnung eines alten Onkels gezogen. Die alten Möbel von dem Onkel sind teilweise noch in der Wohnung, was ihr einen doch recht altertümlichen und unheimlichen Charme verleiht.
Als nun die Eltern (Katja Weizenböck, Thomas Ohrner) von Viktor in den Urlaub fahren, bleibt er mit seinen beiden älteren Schwestern Cora (Joanna Ferkic) und Louise (Vijessna Ferkic) alleine in der großen Wohnung zurück. Für Viktor ist die Wohnung mit den alten Möbeln wie ein Abenteuerspielplatz und regt sehr seine Fantasie an. Als er dann einen Mann in einem Spiegel sieht, wird bei ihm der detektivische Spürsinn geweckt – seine Schwestern halten ihn einfach nur für verrückt und denken, dass er spinnt…
Viktor aber lässt sich nicht beirren und begibt sich auf die Spur des Einbrechers und er geht der Frage nach, was er in der Wohnung wohl gesucht haben könnte. Dabei stößt er auch auf ein altes Familiengeheimnis. Cäcilie, die Tochter von dem Onkel, ist damals als Kind im Treppenhaus hinunter gestürzt und gestorben – aber warum? Gibt es da ein großes Geheimnis, dem Viktor auf die Spur kommen muss? Was weiß die unheimliche Nachbarin Frau Debisch darüber bzw. warum sagt sie dazu nichts, obwohl sie damals auch schon im Haus gelebt hat? Oder der Sohn von Frau Debisch – was weiß er noch von damals? Und wer ist der neue Nachbar im Haus und welche dubiose Rolle spielt er in diesem ganzen Geheimnis? Und was hat es mit den vielen ausgestopften Krokodilen auf sich, die es in der Wohnung gibt und die noch vom Onkel stammen?
Das sind all die Fragen, denen Viktor nachspüren will und alles was er dazu als Hilfe hat, ist das Tagebuch von Cäcilie, welches er gefunden hat. Cäcilie hat darin viele Bilder gemalt und Viktor ist davon überzeugt, dass sie versteckte Hinweise in die Bilder mit hinein gemalt hat – aber was sollen ihm die Bilder sagen und wo führen sie ihn hin? Viktor macht sich auf die spannende und aufregende Suche nach den Antworten auf all diese Fragen…
Meinung zum Film
Doch – ich kann sagen, dass den beiden Regisseuren Cyrill Boss und Philipp Stennert (Jerry Cotton, Neues vom Wixxer) hier eine sehr schöne Neuverfilmung gelungen ist. Ich hatte beim Sehen des Filmes den Eindruck, dass sie die Serie von früher nicht nur kennen, sondern auch selber sehr gemocht haben. Auf jeden Fall haben sie die Stimmung, die auch schon früher in der Serie zu spüren war, hier sehr schön in der Geschichte und in den gefilmten Bildern umgesetzt.
Die Wohnung ist so detailliert vollgestellt mit „altem Zeugs“ – da hätte ich auch große Lust gehabt selber einmal darin zu stöbern… Das Tagebuch von Cäcilie fand ich auch sehr schön umgesetzt. Natürlich ist es anders als das von damals. Aber es sind schöne Zeichnungen und es zeigt deutlich, wie viel Fantasie Cäcilie gehabt hat.
Sehr gefreut hat mich, dass in dem Film Thomas Ohrner mitspielt. Er hat ja in der Serie von damals selbst den kleinen Viktor gespielt. Deshalb ist es eine sehr schöne Idee, dass er hier den Vater von Viktor spielt. Auch wenn die Rolle ja nun doch sehr kurz ist. Überhaupt sind die Schauspieler gut ausgewählt, wie ich finde. Kristo spielt den Viktor auch sehr gut und überzeugend und es ist sehr nett, dass seine Schwestern im Film auch seine „richtigen“ Schwestern sind! Das war in der Serie von damals teilweise auch schon so: eine der Schwestern war auch die „echte“ Schwester von Thomas Ohrner. Da lassen sich die Streitereien unter den Geschwistern sehr überzeugend „spielen“ – das macht es sicher einfacher und damit authentischer… Aber nicht nur deshalb fand ich auch die Schwestern sehr überzeugend – sie haben auch gut ihre Rollen verkörpert.
Christoph Maria Herbst als Sohn von Frau Debisch war natürlich auch sehr gut gewählt. Von ihm sind wir ja schon seine komischen (Wickie) wie auch mehr als ernsten (Stromberg) Rollen gewöhnt. Frau Debisch wurde von Gudrun Ritter sehr schön undurchsichtig und unheimlich verkörpert. Uwe Friedrichsen ist hier auch mal wieder zu sehen. Sehr nett als alter Freund vom Onkel – schön gespielt. Als Nebendarsteller fand ich persönlich auch die Polizisten schön. Eine kurze aber witzige Szene, wie ich finde.
Was ich persönlich an dem Film nicht gut fand waren lediglich zwei Szenen, die aber auch recht kurz sind: Viktor muss sich einmal an einem Bienenschwarm vorbei tasten – das wäre in der Szenen meines Erachtens gar nicht nötig gewesen. Und als es zum Schluss zu einer kleinen Verfolgungsjagd kommt, erinnerte mich dies ein wenig an „Kevin allein zu Haus“ – aber diese Szene war nicht allzu lang, so dass es gerade zu Ende war bevor es zu nervig werden konnte… Freunde der alten Serie finden sicher noch ein paar Punkte, die nicht so sind wie damals – Cäcilie hatte z. B. keine Epilepsie – aber ich denke, auch diese Freunde können an dem Film Spass haben!
Fazit
Ich finde, dass Das Haus der Krokodile eine schöne, spannende und auch etwas gruselige Detektivgeschichte für die ganze Familie ist. Mich hat der Film auf jeden Fall sehr gut unterhalten!
von Susanne Natho
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Ich fand den Film einfach super, so eine tolle Geschichte und spannend von Anfang bis zum Ende. Bravo
Lilly
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