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Das sympathischste Lächeln Hollywoods: 10 spannende Fakten über Julia Roberts

Es ist diese Mischung aus über­schäu­men­dem Tem­pe­ra­ment und Schüch­tern­heit, die Julia Roberts so anzie­hend macht. Das kann wohl auch Tom Hanks bestä­ti­gen. Bereits 2007 stan­den die bei­den Stars für das Drama Der Krieg des Charly Wil­son vor der Linse. Am 30. Juni 2011 kehrt das Dream­team zurück auf die Kino­lein­wände, und die­ses Mal wird es rich­tig romantisch.

In der Rolle der resi­gnier­ten Leh­re­rin Mer­ce­des Tai­not ver­liebt sich Julia in den Titel­hel­den Larry Crowne (Tom Hanks), der nach dem Ver­lust sei­nes Jobs sein Leben kom­plett umkrem­pelt und in ihrer Klasse noch ein­mal die Schul­bank drückt. Eine Rolle, in der Hol­ly­woods ewige Pretty Woman hin­rei­ßend unter Beweis stellt, dass sie nichts von ihrem Charme ver­lo­ren hat, mit dem sie sich vor mehr als 20 Jah­ren in die Her­zen ihrer zahl­lo­sen Fans lächelte.

Julia Roberts kam schon früh mit der Schau­spie­le­rei in Berüh­rung. In den 60er Jah­ren führ­ten ihre Eltern eine Schau­spiel­schule für Kin­der in Atlanta. Beson­ders in Julias Bru­der Eric setzte der Vater damals große Hoff­nun­gen. Und tat­säch­lich arbei­ten heute nicht nur Julia selbst in der Traum­fa­brik, son­dern auch ihre Geschwis­ter Eric und Lisa, die als Schau­spie­ler bezie­hungs­weise Pro­du­zen­tin ihre Dol­lars ver­die­nen. Selbst Julias Nichte Emma Roberts („Scream 4“) hat in Hol­ly­wood bereits einen Fuß in der Tür.

Leicht hatte es die kleine Julia in ihrer Kind­heit aber nicht. Nach der Tren­nung der Eltern brach die Fami­lie aus­ein­an­der. Beson­ders zu ihrem Bru­der, der bei dem Vater leben wollte, hatte Julia jah­re­lang ein schwie­ri­ges Ver­hält­nis. Erst mit der Geburt ihrer Zwil­linge 2004 söhn­ten sich die Geschwis­ter end­lich aus.

Nach der High­school zog Julia zu ihrer Schwes­ter nach New York, wo sie sich mit Model­jobs über Was­ser hielt, ehe sie 1986 in der „viert­klas­si­gen“ Komö­die Firehouse erst­mals im Schein­wer­fer­licht stand – wenn auch nur für 15 Sekun­den. Es folg­ten Film­auf­tritte in Blood Red – Stirb für dein Land, Satis­fac­tion und Liebe auf Texa­nisch. Um an die Rolle der por­tu­gie­sisch­stäm­mi­gen Daisy Arujo in der Komö­die Pizza, Pizza – Ein Stück vom Him­mel zu kom­men, färbte sich die ehr­gei­zige Julia zum Cas­ting die Haare schwarz – mit einer Mischung aus Schuh­creme und Schaum­fes­ti­ger. Ihr Ein­satz wurde prompt belohnt: Mit rot gefärb­ten Locken bezirzte die Süd­staa­ten­schön­heit in dem ers­ten Kino­er­folg ihrer Kar­riere Kri­ti­ker und Publikum.

Laut einer Befra­gung von Schön­heits­chir­ur­gen in Los Ange­les gibt es zwei Looks, die bei den Pati­en­tin­nen beson­ders gefragt sind: der von Cindy Cra­w­ford und der von Julia Roberts. Dabei ist letz­tere weder diven­hafte Schön­heit noch Sex­bombe. Lange blieb sie ihrem Grunge-Look aus Jugend­zei­ten treu und lässt sich noch heute kein Schön­heits­ideal auf­zwän­gen – egal ob es dabei um ihre Kör­per­be­haa­rung oder aktu­elle Schuh­trends geht. Auf die ver­zich­tet sie sowieso am liebs­ten ganz und schlen­dert lie­ber bar­fuß durchs Leben. Es ist vor allem ihre Natür­lich­keit, die auf ihre Fans so anzie­hend wirkt. Und natür­lich ihr strah­len­des Lächeln, mit dem sie 1990 als Pretty Woman Richard Gere um den klei­nen Fin­ger wickelte.

Pretty Woman, das moderne Aschenputtel-Märchen um die Pro­sti­tu­ierte und den Mil­lio­när, war ihr schau­spie­le­ri­scher Durch­bruch, und Roberts und Gere gin­gen als Traum(leinwand)paar in die Film­ge­schichte ein. 1999 berührte Julia an sei­ner Seite als Die Braut, die sich nicht traut erneut die Her­zen der Zuschauer. Dabei war ihr die Rolle wie auf den Leib geschrie­ben: 1991 trennte sie sich wenige Tage vor der geplan­ten Hoch­zeit von ihrem dama­li­gen Ver­lob­ten Kie­fer Suther­land, den sie beim Dreh von Flat­li­ners – heute ist ein schö­ner Tag zum Ster­ben lie­ben gelernt hatte.

Jah­re­lang füll­ten die Roman­zen der hüb­schen Schau­spie­le­rin die Klatsch­spal­ten. Zu ihren Ver­flos­se­nen zäh­len auch Schau­spiel­kol­lege Dylan McDer­mott, Liam Nee­son, Country-Sänger Lyle Lovett und Seri­en­dar­stel­ler Ben­ja­min Bratt. Offen­bar brauchte es einige Umwege, ehe sie 2000 ihr gro­ßes Lie­bes­glück in dem Kame­ra­mann Daniel Moder fand, mit dem sie heute drei Kin­der hat. Das bestä­tigte sie, als sie kürz­lich zusam­men mit Tom Hanks bei Oprah Win­frey auf­trat und eine gute Freun­din zitierte: „‘Wenn Du eine inter­es­sante Bezie­hung willst, dann bleibe einer treu!´ Und es stimmt. Wenn erst ein­mal elf Jahre ver­gan­gen sind, wird es immer inter­es­san­ter, mit dem Part­ner zusam­men zu sein!“

So lei­den­schaft­lich wie im (Privat)Leben stürzt sie sich stets auch in ihre Film­pro­jekte. Und das mit vol­lem Kör­per­ein­satz. Beim Dreh zu dem Drama Der Feind in mei­nem Bett, der häus­li­che Gewalt the­ma­ti­siert, bekam sie trotz sorg­fäl­ti­ger Pla­nung ver­se­hent­lich einige Schläge von ihrem Fil­me­he­mann ab. Die Arbeit brachte sie an ihre see­li­schen und kör­per­li­chen Gren­zen, doch Julia zog es pro­fes­sio­nell durch.

Nur bei einer Sache geht die Hollywood-Beauty keine Kom­pro­misse ein: Nackt­sze­nen sind für sie abso­lut tabu. Umso bemer­kens­wer­ter, dass sie in dem knis­tern­den Bezie­hungs­rei­gen „Haut­nah“ mit Jude Law, Nata­lie Port­man und Clive Owen vor sinn­li­cher Ero­tik nur so sprühte.

Zwar gilt sie dank Fil­men wie Pretty Women, Not­ting Hill oder Die Hoch­zeit mei­nes bes­ten Freun­des als die unge­krönte Köni­gin der Roman­tic Come­dies, doch tat­säch­lich bie­tet ihre Fil­mo­gra­fie eine deut­lich grö­ßere Band­breite: 1991 etwa schwebte sie Fee Glöck­chen durch die Peter-Pan-Interpretation Hook, zwei Jahre spä­ter über­zeugte sie Seite an Seite mit Susan Saran­don in einer dra­ma­ti­schen Rolle und jüngst bril­lierte sie in Eat, Pray, Love als eine Frau, die um die ganze Welt reist, um sich selbst zu fin­den. Ihre Rolle als enga­gierte Kanz­lei­an­ge­stellte Erin Brock­ovich im gleich­na­mi­gen Film brachte ihr 2001 den Oscar als beste Haupt­dar­stel­le­rin ein.

Eben­falls 2001 spielte in America‘s Swee­the­arts Kikki Har­ri­son, die Assis­ten­tin eines Hol­ly­wood­stars, dabei ist Julia längst America’s Swee­the­art Num­mer eins. Sie kas­siert nicht nur Spit­z­en­ga­gen, sie ist auch die ein­zige Schau­spie­le­rin, die genauso viel und mehr ver­lan­gen kann wie ihre männ­li­chen Kol­le­gen. Und das aus gutem Grund: All ihre Filme haben zusam­men bereits eine Mil­li­arde Dol­lar ein­ge­spielt – mehr als die aller ande­ren Schau­spie­le­rin­nen in der Geschichte der Film­fa­brik Hol­ly­wood. Allein durch ihr Mit­wir­ken gene­riert die Oscar-Gewinnerin echte Kinohits.

Doch es ist mehr als nur ihr Mit­wir­ken, der „Larry Crowne“ zum roman­tischs­ten Film-Highlight die­ses Som­mers macht. Wer sich selbst davon über­zeu­gen will, sollte sich schon jetzt ein lau­schi­ges Plätz­chen im Kino sei­ner Wahl reser­vie­ren, um sich am 30. Juni 2011 von Julias Strah­le­lä­cheln ver­zau­bern zu lassen.

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