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Daten Daten überall! „Wer rettet Dina Foxx?“

Was haben Tele­fon­an­bie­ter, Geld­in­sti­tute, Online-Warenhäuser und andere Dienst­leis­ter mit­ein­an­der gemein­sam? Sie wol­len nur Euer Bes­tes: Eure Daten. Und die krie­gen Sie auch. Egal ob Kre­dit­kar­ten­zah­lung, Payback-Karte oder Online-Shopping – über­all hin­ter­las­sen wir Infor­ma­tio­nen – jeden Tag! Anschrif­ten, Tele­fon­num­mern, Kon­to­da­ten, Kon­sum­ver­hal­ten und eine Menge wei­te­rer Infos, die uns zum „glä­ser­nen Bür­ger“ machen. Denn unsere Daten wer­den kei­nes­wegs sorg­sam auf­be­wahrt, son­dern bereit­wil­lig wei­ter­ge­ge­ben. Gegen satte Geld­sum­men, ver­steht sich. Ein paar Bei­spiele gefällig?

1. Jah­re­lang machte die Deut­sche Tele­kom mit meh­re­ren Daten­skan­da­len Schlag­zei­len. 2006 waren mehr als 17 Mil­lio­nen Daten­sätze von T-Mobile-Kunden ent­wen­det wor­den. Dar­un­ter auch Adress­da­ten und Pri­vat­num­mern von Poli­ti­kern und Pro­mi­nen­ten. Zwei Jahre und eine Bespit­ze­lungs­af­färe spä­ter wur­den die Daten dem „Spie­gel“ in die Hände gespielt. 2009 dann der nächste Daten­dieb­stahl bei der bri­ti­schen Telekom-Tochter T-Mobile: Ange­stellte ver­scher­bel­ten sen­si­ble Infor­ma­tio­nen von Tau­sen­den Kun­den an Wett­be­wer­ber des Unternehmens.

2. Auch die liech­ten­stei­ni­sche LGT Bank beschäf­tigte jah­re­lang einen flei­ßi­gen Daten­dieb: Hein­rich Kie­ber stahl dem Unter­neh­men emp­find­li­che Kun­den­da­ten deut­scher Steu­er­sün­der und ver­kaufte diese für schlappe 4,6 Mio Euro an den Bun­des­nach­rich­ten­dienst. Ein lukra­ti­ves Geschäft, das schnell Nach­ah­mer fand. Immer neue Steuersünder-CDs tauch­ten auf und schon ging es hier­zu­lande zu wie auf dem Basar.

3. Deutsch­lands größ­ter Kabel­netz­be­trei­ber Kabel Deutsch­land geriet 2009 ins Visier der Daten­schüt­zer. Das Unter­neh­men hatte die Daten sei­ner rund 9 Mil­lio­nen Kun­den an externe Call-Center wei­ter­ge­reicht, die diese ihrer­seits bereit­wil­lig ver­schie­de­nen Sub­un­ter­neh­men zuspiel­ten. Ver­lo­ren waren die kost­ba­ren Daten natür­lich nicht: Sie tauch­ten schon bald im In– und Aus­land wie­der auf, wo sie Inter­es­sen­ten zum Kauf ange­bo­ten wurden.

4. Doch selbst Ban­ken gehen mit den emp­find­li­chen Daten ihrer Kun­den reich­lich sorg­los um: 2008 erhielt die „Frank­fur­ter Rund­schau“ eine Lie­fe­rung mit detail­lier­ten Kre­dit­kar­ten­ab­rech­nun­gen inklu­sive Adresse, Kon­to­num­mer und Über­wei­sungs­da­ten von tau­sen­den Kun­den der Lan­des­bank Ber­lin. Der ver­meint­li­che Daten­dieb­stahl erwies sich zwar letzt­lich als Daten­panne – aus­ge­löst durch zwei hung­rige Kurier­fah­rer bei dem Ver­such, ein unter­schla­ge­nes Paket mit weih­nacht­li­chem Gebäck zu ver­tu­schen – aber den­noch: Die Angst vor Daten­dieb­stahl bleibt. Und sie ist berechtigt!

Oder wisst ihr ganz genau, wo über­all Daten von euch lagern? Viel­leicht auf einer von Data­grrls frisch­ge­brann­ten Daten-CDs? http://www.youtube.com/watch?v=_rvfdXUEy5I

Behal­tet eure Daten im Auge. Wenn ihr es nicht tut, macht’s jemand anders. Mehr unter www.freidaten.org.

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