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Deception — Tödliche Versuchung Kritik & Meinung

Es ist nicht unbe­dingt ein Qua­li­täts­in­di­ka­tor, wenn ein Film aus Hol­ly­wood in Deutsch­land direkt auf DVD ver­öf­fent­licht wird und nie die deut­schen Kino­lein­wände zu Gesicht bekommt. Doch wenn ein Thril­ler wie „Decep­tion – Töd­li­che Ver­su­chung“ mit sol­chen Top-Stars nur vier Mil­lio­nen US-Dollar in den USA ein­spielt, ist Skep­sis viel­leicht doch berechtigt.

Story / Inhalt

“Sind Sie heute abend frei?” – Ein ein­zel­ner Satz ver­strickt Jona­than in ein Netz aus Intri­gen, Begierde und Täuschung.

Daten, Zah­len, Rech­nun­gen – das ist die Welt von Jona­than McQuarry (Ewan McG­re­gor). Als Buch­prü­fer arbei­tet er jede Woche in einem ande­ren, anony­men Büro­ge­bäude aus Glas und Stahl. Bis ihn in eines Abends der cha­ris­ma­ti­sche Anwalt Wyatt Bose (Hugh Jack­man) aus sei­ner Arbeit reißt.

Freund­lich, wit­zig und kum­pel­haft nimmt er den schüch­ter­nen Jona­than mit in seine Welt. Schnell ent­wi­ckelt sich Freund­schaft zwi­schen den bei­den. Als Wyatt und Jona­than aus Ver­se­hen ihre Han­dys ver­tau­schen, beginnt Jona­thans Aben­teuer. Eine Frau­en­stimme mel­det sich bei Jona­than mit den Wor­ten “Sind Sie heute abend frei?” und von da an wird er in die “Die Liste” hin­ein­ge­zo­gen, einen exklu­si­ven Sex-Club, in dem nur die rei­chen und attrak­ti­ven New Yor­ker ver­keh­ren. Keine har­ten Sachen, keine Namen, das sind die Regeln.
Als Jona­than nach eini­ger Zeit seine Traum­frau trifft, beginnt sein Alb­traum. Plötz­lich ist sie aus dem Hotel ver­schwun­den und nur lang­sam bemerkt er Wyatts teuf­li­schen Plan…

Mei­nung zum Film

Sind Sie heute Abend frei?“ ist wohl der ent­schei­dendste Satz im gan­zen Film, da die­ser das Leben des Haupt­prot­ago­nis­ten voll­kom­men auf den Kopf stellt. An sich ist die Idee des Skrip­tes, das Mark Bom­back dem Schwei­zer Regie-Debütanten Mar­cel Lan­ge­negger vor­legte, durch­aus gut, aber lei­der hätte er mehr Tie­fe­hin­ein­brin­gen müssen.

Da hel­fen auch nicht Top­dar­stel­ler wie Ewan McG­re­gor, der die Rolle des schüch­ter­nen Anwal­tes per­fekt spielt, oder Jona­than McQuarry, dem die Rolle des tol­len Hech­tes mit Maß­an­zug wie auf den Leib geschnei­dert scheint.

In lei­der viel zu dunk­len Bil­dern schleppt sich die schwa­che Hand­lung dahin, die lei­der viel zu vor­her­seh­bar ist und keine wirk­lich uner­war­te­ten Wen­dun­gen zu bie­ten hat. Ein­zig und allein der satte und kräf­tige Ton macht den Film zu einem ech­ten Erlebnis.

Fazit

„Decep­tion – Töd­li­che Ver­su­chung“ ver­dankt es erst­klas­si­gem Sound und den schau­spie­le­ri­schen Fähig­kei­ten von Ewan McG­re­gor und Jona­than McQuarry doch noch das Prä­di­kat “sehens­wert” zu bekommen.

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