Filme.Kino.DVD
Kinofilmer bei Twitter Kinofilmer bei Twitter

Der Plan Kritik & Meinung

Phi­lip K. Dick steht nicht nur für klas­si­che Sci-Fi-Literatur son­dern auch für zahl­rei­che Roman­ver­fil­mun­gen wie „Total Recall“ (Paul Ver­hoeven, 1990), „Pay­check“ (John Woo, 2004) und „Mino­rity Report“ (Ste­ven Spiel­berg, 2002). Die jüngste Adaptionhttp://www.kinofilmer.de/wp-admin/post.php?post=13258&action=edit eines sei­ner Kurz­ge­schich­ten ist „Der Plan“ von George Nolfi, in der ein Gen­re­mix ver­sucht wird, der kon­tro­ver­ser nicht sein kann.

Story / Inhalt

David Nor­ris (Matt Damon) ist ein auf­stre­ben­der Poli­ti­ker aus der Lower-Class, der sich nun um ein Amt im Kon­gress der Ver­ei­nig­ten Staa­ten bemüht. Als er die Wahl ver­liert, sieht er seine Träume von einer erfolg­rei­chen Politik-Karriere dahin schmel­zen. Aus­ge­rech­net da begeg­net ihm die junge, erfolg­rei­che Bal­lett­tän­ze­rin Elise (Emily Blunt), die bei ihm nicht nur für neue Moti­va­tion sorgt, son­dern auch sein Herz berührt. Als er sie zufäl­lig in einem Bus wie­der trifft, steht für ihn fest: er hat sich in die geheim­nis­volle Fremde ver­liebt. Doch kurz dar­auf begeg­nem ihm mys­te­riöse Män­ner in grauen Trench­coats und Hüten, die ihm erklä­ren, dass er jed­wede Ver­bin­dung zu Elise mei­den muss, da sie nicht sei­nem „Plan“ ent­spre­chen. Ver­wirrt sieht sich David einem Geg­ner gegen­über, dem er nicht gewach­sen zu sein scheint, da die Män­ner mit den Hüten über fan­tas­ti­sche Fähig­kei­ten zu ver­fü­gen schei­nen. Doch in Harry (Ant­ony Mackie), der zwar auch zu den mys­te­riö­sen Men­schen gehört, aber nicht immer mit deren Ent­schei­dun­gen kon­form geht, fin­det David einen Ver­bün­de­ten und nimmt den Kampf gegen sie auf.

Mei­nung zum Film

Es ist schon mehr als frag­wür­dig, wenn man zwei so unter­schied­li­che Gen­res wie Sci-Fi und Roman­tik mit­ein­an­der zu einem aus­ge­wo­ge­nen Mix zusam­men­fü­gen möchte. Zusätz­lich kommt die nicht gerade unkom­pli­zierte Roman­vor­lage von Phi­lip K. Dick, die sich nicht ein­fach so in einen Hol­ly­wood Block­bus­ter pres­sen las­sen will. Viel­leicht sind es diese schlech­ten Vor­ga­ben, die den Film dann auch weder zu einem Actionspek­ta­kel a la „Mino­rity Report“ machen noch zu einer herz­er­wär­men­den Romanze wie „Not­ting Hill“ (Roger Mit­chell, 1999). Der nicht geglückte Sitz zwi­schen zwei Gen­re­stüh­len ist jedoch nicht der ein­zige Negativ-Aspekt des Films. Schon ziem­lich früh wird deut­lich, um wen es sich bei den omi­nö­sen „Män­nern in Grau“ han­delt und in wes­sen Auf­trag sie han­deln. Damit kommt dem Film jedoch jenes geheim­ni­volle Ele­ment abhan­den, das er braucht, um seine Span­nung auf­recht zu erhal­ten. Also plät­schert die nach­fol­gende Story so vor sich hin, bis zu dem ebenso abseh­ba­ren Ende, und das Gefühl, das bleibt, ist: Langeweile!

Matt Damon, der mit sei­nem inno­va­ti­ven Dreh­buch zu „Good Will Hun­ting“ (Gus Van Sant, 1997) zusam­men mit Ben Aff­leck einen Oscar gewann, muss in die­sem Film den Spa­gat zwi­schen Action-Held und Softy hin­le­gen, was ihm auch teil­weise gelingt. Seine solide Dar­stel­lung des enga­gier­ten Jung-Politkers, bei dem er sich in sei­nen Ges­ti­ken ver­mut­lich an denen des dama­li­gen US-Senators Barack Obama im Wahl­kampf zum Prä­si­den­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten ori­en­tierte, wirkt glaub­wür­dig. Es hapert jedoch an dem Gefühl der Zer­ris­sen­heit zwi­schen dem Leben in der rea­len Welt und dem Wis­sen um die Exis­tenz der sogenn­an­ten „Schick­sal­wäch­ter in Grau“. Emily Blunt schafft die­sen Balan­ce­akt bes­ser und vor allem authen­ti­scher, denn die Figur der Bal­lett­tän­ze­rin Elise fin­det sich nicht so ein­fach mit der Tat­sa­che ab, dass irgend­je­mand ihr ihren von Gott gege­be­nen freien Wil­len anspens­tig machen will.

Es gibt eine Zeit der Special-Effects vor „Incep­tion“ (Chris­to­pher Nolan, 2010) und danach und die in die­sem Film kon­stru­ierte Par­al­lel­welt könnte sich defi­nitv davor befin­den. Jeden­falls kann man nicht gerade sagen, dass sich George Nolfi unbe­dingt große Mühe gemacht hätte, den Zuschauer eine gut durch­dachte und vor allem mit allen Was­sern gewa­schene Par­al­lel­welt zu prä­sen­tie­ren. Spar­sam­keit war hier wohl das Motto, denn genauso kommt es einem dann auch vor: spar­sam! Die Idee dahin­ter ist durch­aus ver­ständ­lich, denn es han­delt sich hier­bei doch um eine von den Men­schen unbe­merkte, jedoch durch­aus exis­tente Welt der „Grauen Män­ner“, die nicht unbe­dingt auf­fal­len soll. Aber man hätte sie bes­ser, ver­ständ­li­cher und vor allem effekt­vol­ler gestal­ten kön­nen, was lei­der nicht geschah.
Die Schnitte sind jedoch nicht von schlech­ten Eltern, was beson­ders bei den Flucht­sze­nen zum Tra­gen kommt.

Alles in allem ist ein ziem­lich kon­fu­ser, jedoch leicht durch­schau­ba­rer Film ent­stan­den, des­sen Kon­zept zwar viel­ver­spre­chend war, der seine Mög­lich­kei­ten jedoch nicht voll aus­ge­schöpft hat, was sich lei­der ziem­lich häu­fig bemerk­bar macht.

Fazit

Ein gut gemein­ter, aber nicht gut gemach­ter Film, der viel dadurch ver­liert, dass er ver­sucht zwei unter­schied­li­chen Gen­ren gerecht zu wer­den und dabei schei­tert. Nicht unbe­dingt einen Kino­be­such wert.

von

Shopping

Eure Meinungen & Kommentare

  • Nikolas21121
    Sehr guter Film, absolut zu Empfehlen!

  • Miss Dancing Papillon
    ich würd ihn auch eher auf englisch gucken.

  • Bobby69 Brown
    oh mein gott, das is ja grausig auf deutsch! :D emily blunts charme kommt so garnicht richtig raus! nichtsdestotrotz ein geiler film, kann aber nur empfehlen den auf englisch zu schaun!

  • chocolat90x
    der film ist finde ich TOLLL wirklich !!!

  • 1 Tutorial For You
    hab ich auch erst gedacht, sinds aber nich ;) zu alt :P

  • Gulaschgesicht
    ne das sind die grauen herren aus momo!

  • yaxl3y
    steck dir deine Werbung sonstwo hin Arschloch. Du kriegst ne Spam Meldung.

  • pqdmoovies
    Freak :D Komma wieder runter und back ins RL...!

Wie findest Du den Film "Der Plan"? Wir freuen uns auf Deine Meinung!

?
DU