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Die Wanderhure Kritik & Meinung

DIE WANDERHURE ist die erfolg­rei­che Bestseller-Verfilmung des gleich­na­mi­gen Romans von Iny Lor­entz, der sich bereits über 1,85 Mil­lio­nen Mal ver­kaufte. In der fes­seln­den Geschichte um die junge Marie, die Opfer einer gemei­nen Intrige und der Stadt ver­wie­sen wird, bril­liert Alex­an­dra Nel­del („Bar­fuss“, „Ver­liebt in Ber­lin“). Um zu über­le­ben, muss die Ver­sto­ßene ihren Kör­per ver­kau­fen. Das von Rache getrie­bene Mäd­chen kämpft ver­zwei­felt um ihre Würde und setzt sich dabei gegen Gier, Betrug und Ver­rat zur Wehr. An Nel­dels Seite über­zeu­gen Nadja Becker („Danni Lowin­ski“), Julian Wei­gend („Lamm­bock“) und Bert Tischen­dorf („18 — Allein unter Mäd­chen“), sowie Götz Otto („Der Unter­gang“). Das Dreh­buch stammt aus der Feder der Erfolgs­au­to­rin Gabriele Kis­ter („Das Traum­schiff“, „Rosa­munde Pil­cher“). Vol­ler Span­nung, Ero­tik und Intri­gen bie­tet DIE WANDERHURE ein packen­des Fil­m­er­leb­nis auf DVD.

Story / Inhalt

Kon­stanz im Jahr 1414: Die schöne Marie Schä­rer lebt ein sor­gen­freies und behü­te­tes Leben — bis zu jenem Tag, an dem ihr Vater sie gegen ihren Wil­len mit dem unehe­li­chen Sohn des Gra­fen von Keil­burg ver­hei­ra­ten will. Doch Maries große Liebe ist ihr Jugend­freund Michel Adler, der auf­grund sei­nes gesell­schaft­li­chen Stan­des nicht den Vor­stel­lun­gen ihres Vaters ent­spricht. Geblen­det vom mög­li­chen Auf­stieg wil­ligt der Vater in den Vor­schlag von Graf Hein­rich von Keil­burg ein, Marie mit Rup­per­tus zu ver­hei­ra­ten. Als Rup­per­tus jedoch Maries Abnei­gung spürt, fühlt er sich zutiefst gekränkt und zet­telt eine Intrige an: Er lässt Marie bru­tal ver­ge­wal­ti­gen und der Hure­rei beschul­di­gen, bis sie schließ­lich unschul­dig ver­ur­teilt, gefol­tert und halb tot aus der Stadt ver­bannt wird. Die Wan­der­hure Hil­trud fin­det Marie schwer­ver­letzt und nimmt sich ihrer an. Doch die Hilfe hat ihren Preis. Um zu über­le­ben, muss Marie ihren Kör­per verkaufen…

Mei­nung zum Film

Wie ihr durch die Kom­men­tare sicher­lich schon mit­be­kom­men habt, basiert der Film lei­der nur bruch­stü­cken­haft auf dem Buch. Des­halb soll­ten alle, die das Buch bereits gele­sen haben, viel­leicht lie­ber die Fin­ger von dem Film las­sen.
Ich sel­ber habe das Buch aller­dings nicht gele­sen und von daher kann ich den Film an sich viel­leicht auch bes­ser bewer­ten.
Posi­tiv auf­ge­fal­len ist mir, dass die Klei­der und die Kulis­sen sehr gut aus­ge­ar­bei­tet sind, was mich bei einer SAT1-Produktion posi­tiv über­rascht hat.
Die schau­spie­le­ri­sche Leis­tung von Alex­an­dra Nel­del war sehr gut und sie spielte ihre Rolle als wil­lens­starke, fre­che und ver­zau­bernde Frau mehr als über­zeu­gend.
Dadurch fiel es sehr ein­fach, sich in ihr Schick­sal hin­ein zu ver­set­zen und Anteil zu neh­men.
„Die Wan­der­hure“ gibt auch einen sehr guten Ein­blick in die His­to­rie des Mit­tel­al­ter, egal ob gesell­schaft­li­ches Macht­ge­füge, dama­li­ges Lebens­ge­fühl oder das vor­herr­schen­des Frau­en­bild.
Nicht so posi­tiv fand ich, dass die Haupt­fi­gur nach ihrem lei­di­gen Schick­sal das Glück mehr als auf ihrer Seite hatte. Denn so reichte bspw. nur ein Blick, um den König zu bezir­zen. An die­ser Stelle hätte etwas mehr Span­nung auf­kom­men kön­nen.
Alles in allem war ich posi­tiv von dem Film über­rascht und würde ihn ohne Buch­kennt­nisse als emp­feh­lens­wert bezeichnen.

Fazit

„Die Wan­der­hure“ ist ein gelun­ge­nes Drama für all die­je­ni­gen, die das Buch nicht gele­sen haben.

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Offizielle Beschreibung

Im mittelalterlichen Süddeutschland soll die schöne Marie gegen ihren Willen den unehelichen Sohn des Grafen von Keilburg heiraten. In Folge furchtbarer Intrigen wird Marie brutal vergewaltigt, eingekerkert, gefoltert und ausgepeitscht. Halbtot in die Freiheit gelangt, wird sie von Wanderhuren aufgenommen und gesundgepflegt. Fortan werden Maries Leben und Handeln durch den Gedanken an Rache bestimmt. Sie verdient ihren Lebensunterhalt durch Prostitution und gerät dabei dank ihrer Schönheit an den einflussreichen Grafen von Arnstein. Mit Hilfe des Grafen und dessen Frau findet Marie sogar ins Bett des Königs, den sie zur Verfolgung ihres Racheplans braucht. Als es zum Aufstand der Prostituierten wegen schlechter Lebens- und Arbeitsbedingungen kommt, gelingt es Marie, ihre Unschuld zu beweisen.

Eure Meinungen & Kommentare

  • Melli
    14.10.11 um 12:12 Uhr
    Antworten

    Wer die Bücher der Wan­der­hure gele­sen hat müsste eigent­lich genau so den­ken wie ich. Als ich hörte dass das Buch ver­filmt wird hab ich mir 20 Löcher in den Bauch gefreut. Als der Film dann da war und ich ihn mir ansah hätte ich am liebs­ten nach den ers­ten 10 Minu­ten abge­schal­tet.
    Die Story total anders als im Buch, die Hälfte fehlt. Alex­an­dra Nel­del war die abso­lut fal­sche Beset­zung für diese Rolle, Alex­an­dra und die Ver­ant­wort­li­chen soll­ten ein­se­hen dass die ein­deu­tig zu alt ist für die Rolle. Marie war 17, Frau Nel­del sieht locker dop­pelt so alt aus. Wäre sie bes­ser bei Serien wie Ver­liebt in Ber­lin geblie­ben.
    Ein wei­te­rer Punkt ist dass man sich über­haupt nicht in die Szene hin­ein ver­set­zen konnte. Zu der Zeit in der der Film spielt sahen die Men­schen deut­lich unge­pfleg­ter aus (so wie es auch im Buch stand, sie wasch­ten sich im Fluss) und auch die blen­den wei­ßen Zähne waren wohl eher unpas­send. Da hätte man sich eher an dem Film „Das Par­fum“ ein Bei­spiel neh­men kön­nen.
    Den gan­zen Inhalt der Geschichte in einen Film zu packen war ein rie­sen­gro­ßer Feh­ler. Wie schon „bin­ki­baer“ bemerkte hät­ten sie die Wan­der­hure bes­ser wie „Die Säu­len der Erde“ in 4 Teile gespal­ten dann wäre auch Platz (bzw. Zeit) gewe­sen den gan­zen Inhalt auch rich­tig dar­zu­stel­len.
    Ich kann nicht nach­voll­zie­hen wie so vie­len Men­schen der Film gefal­len konnte vor allem dann nicht wenn die meis­ten davon das Buch gele­sen hät­ten. Das schlimmste ist, dass sie ernst­haft dar­über nach­den­ken einen zwei­ten Teil zu dre­hen. Sie soll­ten den Film bes­ser noch­mal neu und mit ande­ren Dar­stel­lern ver­fil­men.
    Im Gro­ßen und Gan­zen: EINE HERBE ENTTÄUSCHUNG !!!


  • Christina
    11.10.10 um 11:36 Uhr
    Antworten

    Eigent­lich wurde in den vor­ge­gan­ge­nen Kom­men­ta­ren bereits alles gesagt, was mir auf der Seele brannte. Wie kann man eine so fan­tas­ti­sche Geschichte nur so schlecht ver­fil­men. Das Buch fas­zi­niert vor allem wegen sei­ner abso­lut detailier­ten, lie­be­vol­len Beschrei­bun­gen der ein­zel­nen Haupt­per­so­nen und wich­ti­gen Neben­per­so­nen, schon die Beset­zung der Dar­stel­ler im Film zeigt das in keins­ter Weise auf die wich­tigs­ten Details die diese Roman­folge zum Best­sel­ler mach­ten ein­ge­gan­gen wurde. Ein­fach nur pein­lich für den Regi­seur, der anschei­nend ver­ges­sen hatte, das Buch vor­her zu lesen. Nach die­sem ers­ten Ver­such ist es mei­ner Mei­nung auch nicht Mög­lich eine Fort­set­zung zu ver­fil­men, ver­mut­lich gebe es auch nie­man­den mehr der sich das frei­wil­lig antut.


  • P.
    07.10.10 um 14:42 Uhr
    Antworten

    Hallo,
    zurecht habe ich mich nicht getraut, mit die­sen Film anzu­se­hen. Doch die Neu­gier war grö­ßer und habe mal in einer Sen­de­pause doch hin­ein­ge­schaut. .. ich wusste ich hätte es las­sen sol­len … so etwas von grot­ten­schlecht, die Engels­fi­gur Marie habe ich gar nicht erkannt. Hätte es wochen­lang nicht immer die Wer­bund von Sat1 gege­ben, hätte ich gar nicht gewusst wer das sein sollte und die Hand­lung und Dia­log größ­ten­teils frei erfun­den. Eine Frech­heit, dass an ande­ren Stel­len (u.a. Stern) die­ser Film so gelobt wurde. Ok, es gab hohe Ein­schalt­quo­ten, jedoch nur, weil viele den Roman vor­her gele­sen haben. Schade, dass man der­ma­ßen ent­täuscht wurde.
    Viele Grüße


  • Hilde S.
    07.10.10 um 13:10 Uhr
    Antworten

    Hallo alle zusam­men,
    ich habe mir die Kri­ti­ken gerade mal grob und teil­weise auch genauer durch­ge­le­sen. Ich muss euch allen wirk­lich Recht geben. Der Film hat bei wei­tem nicht das gehal­ten, was ich mir davon ver­spro­chen hatte. Schon seit Wochen freue ich mich auf die­sen Film. Habe mir den Film sogar im Inter­net bestellt (was ich übri­gens im Nach­hin­ein bereue ;-) ).
    Und dann kommt der Film end­lich und ich bin total ent­täuscht. Wie die meis­ten vor­her schon ange­merkt haben, hat der Film nicht viel gemein mit dem Buch. Eigent­lich hätte ich gedacht, dass die Auto­ren ein Blick auf den Film wer­fen wür­den. Anschei­nend aber nicht. Kann mir nicht vor­stel­len, dass man als Autor sein Buch so schlecht ver­filmt sehen möchte.
    Was ich sehr schade fand, ist dass die beson­dere Freund­schaft zwi­schen Hil­trud und Marie nicht so rich­tig dar­ge­stellt wurde. Im Grunde ist der ganze Film anders als das Buch. Es stimmt ein­fach nichts. Der Vater ist erst spä­ter gestor­ben und Marie wusste es die ganze Zeit über nicht. Rup­per­tus wurde im Film als Weichei dar­ge­stellt, im Buch war er äusserst grau­sam und gemein. Diese Dar­stel­lung ist total dane­ben­ge­gan­gen. Könnte aber auch am Dar­stel­ler gele­gen haben. Der Onkel und die Cou­sine von Marie fehl­ten kom­plett. Auch der Tod der ande­ren Huren wurde nicht erwähnt. Hhm, war viel­leicht auch nicht ganz so wich­tig für den Film.
    Ok, natür­lich kann man ein Buch nicht kom­plett in einen Film von 120 Minu­ten packen. Aber die Mühe, dem Inhalt des Buches zu ent­spre­chen, die hätte man sich machen müs­sen. Es wäre wohl sinn­vol­ler gewe­sen, aus dem Film einen 2-, 3– oder 4-Teiler zu machen, um die Geschichte von Marie rich­tig zu erzäh­len. Im Gro­ßen und Gan­zen fand ich, dass Alex­an­dra Nel­del die Rolle sehr gut gespielt hat, aber zu alt war. Marie war gerade mal 17 Jahre alt und aus­ser­dem blond wie ein Engel. (die 17 Jahre würde ich Alex­an­dra Nel­del nicht gerade abneh­men, unglaub­wür­dig).
    Nun gut, in eini­gen Wochen wird die Ver­fil­mung des Buches „Die Säu­len der Erde“ in einem Vier­tei­ler gezeigt (wen es inter­es­siert, glaube auf Sat1). Ich hoffe, dass diese Ver­fil­mung bes­ser läuft. Die­ses Buch habe ich eben­falls gele­sen. Möchte ungern noch­mals ent­täuscht wer­den. ;-) ))
    Bis denn.


  • Mary E.
    07.10.10 um 00:20 Uhr
    Antworten

    Ich stimme voll mei­nen Vor­schrei­bern zu. Da ich das Buch Wan­der­hure gele­sen habe, freute ich mich auf den Film. Aber nichts aber auch gar nichts stimmt überein mit dem Buch. Wenn ich die Auto­rin wäre würde ich eine Klage gegen die Dreh­buch­au­to­ren und Regis­seure füh­ren. Haben die Dreh­buch­au­to­ren und Regis­seure über­haupt das Buch gele­sen. Nichts gegen die Schau­spie­le­rin, sie war sehr gut. Aber auch das stimmt nicht mit der Marie überein. Es war furcht­bar die­sen Film zu sehen.. Das Buch ist ein­fach Spitze u. weit span­nen­der.
    Mit freund­li­chem Gruß


  • Inconnue
    06.10.10 um 18:23 Uhr
    Antworten

    PS an meine Vor­gän­ger:
    nein, nicht­mal die Namen haben gestimmt, Marie hat sich nie­mals umbe­nannt ;-)


  • Inconnue
    06.10.10 um 18:18 Uhr
    Antworten

    Also, wir wol­len ja nicht alles schlech­ter reden als es ist..
    Aus der Sicht eines Jeman­den, der nicht das Buch gele­sen hat, hätte ich den Film wahr­schein­lich toll gefun­den. Sehr inten­sive (Gewalt– und Sex-)Szenen, die anspre­chend „zen­siert“ und umge­setzt wurden.

    Als Buch­le­ser bin ich jedoch maß­loß ent­täuscht.
    Da ich nicht alles auf­zäh­len kann, was ich schlecht fand, nur ein Aus­zug:
    1. opti­sche Umset­zung der Figu­ren. Als ich A. Nel­del das erste mal sah, dachte ich: oh mein Gott, hat sie ein altes Gesicht bekom­men & sie spielt eine 17-jährige. Auch dass sie brü­nett war, hat nicht gepasst. Maries Bild einer engels­glei­chen Schön­heit mit blon­den Haa­ren und Madon­nen­ge­sicht war dahin. Auch andere Figu­ren waren nicht gut umge­setzt, u. a. Hil­trud und Jodo­kus.
    2. Aus­las­sen wich­ti­ger Haupt­fi­gu­ren. Gerade Mom­bert, Hed­wig und Wil­mar, die nicht unwich­tig in dem Buch sind, wer­den ein­fach weg­ge­las­sen. Die ande­ren Wan­der­hu­ren Berta, Fita, Ger­lind und Märthe kom­men nur optisch vor und erhal­ten keine wei­tere Bedeu­tung. Schade, wenn man bedenkt, dass ca. 200 Sei­ten in dem Buch allein über das Leben von Marie als und mit den Wan­der­hu­ren han­deln.
    3. Cha­rak­ter­züge der Per­so­nen. Da hatte man den Ein­druck, dass man sich wirk­lich nur an den Leit­fa­den der Hand­lung gehal­ten hat und alle Beschrei­bun­gen der Per­so­nen schlicht­weg über­le­sen wor­den sind. Ohne das Buch wäre mir Hil­trud bis kurz vor Ende wie eine böse Hexe vor­ge­kom­men. Spe­ziel Hil­truds Rolle hat viel zu wenig Auf­merk­sam­keit erhal­ten. Bei Marie war ich allein schon beim Gericht erschro­cken (im Buch unter Schock­zu­stand und ver­ängs­tigt, im Film über­aus selbst­be­wusst und bereits dort vol­ler Hass) .. nur zwei Bei­spiele, allein dar­über könnte ich selbst einen Roman schrei­ben.
    4. Ände­run­gen und Weg­las­sen wich­ti­ger Infor­ma­tio­nen und Hand­lun­gen. Das geht schon beim Zeit­rah­men los. Gleich am Anfang ist vom Kon­zil die Rede, wel­ches in ein paar Wochen statt­fin­det — im Buch ein Zeit­raum über mehr als 5 Jahre und das Kon­zil kommt viel spä­ter.
    Aber ins­be­son­dere das Ver­hält­nis zwi­schen Marie und Michel war sehr miss­lun­gen. Aller­erste Szene: Marie und Michel als Paar. Da war der Film für mich schon ver­hunzt. Auch dass sie sich zwi­schen­zeit­lich wie­der­tref­fen, hat ein­fach nicht gepasst.

    So, und bevor mich alle Nicht-Buchleser köp­fen:
    Mir ist durch­aus bewusst, dass man ein Buch nicht 1:1 wie­der­ge­ben kann und in jeder Ver­fi­lung Dinge gekürzt und ver­än­dert wer­den. Es gibt auch Ver­fil­mun­gen, die ich trotz MASSIVER Ver­än­de­run­gen den­noch gelun­gen fand, z. B. Illu­mi­nati oder was nützt die Liebe in Gedan­ken? Aber die Wan­der­hure kann sich dort nicht ein­rei­chen, da dort ein­fach an den fal­schen Stel­len gekürzt und Weg­ge­las­sen wurde.

    Fazit: Für alle Buch­le­ser wahr­schein­lich ein Flop.
    Für die Nicht­le­ser durch­aus interessant.


  • helrich
    06.10.10 um 15:39 Uhr
    Antworten

    Es ist schon eine ganze Weile her, daß ich begeis­tert Teil 1 des Vier­tei­lers von Iny Lor­entz las. Nun saß ich ges­tern Abend, gespannt auf den Film­be­ginn war­tend, vor der Flim­mer­kiste. Und es trat das ein, wovor sich eine Lese­ratte am meiß­ten fürch­tet: eine Ver­ge­wohl­tä­ti­gung des Lese­stof­fes. Es kam stel­len­weise nicht mal als schau­spie­le­ri­sche Leis­tung rüber, was dem Zuschauer da zuge­mu­tet wurde. Es wirkte auf mich wie: „Wir müs­sen schnell was pro­du­zie­ren, Qua­li­tät ist neben­säch­lich, Bau­ern­thea­ter genügt völ­lig…“ Viel­leicht lag es nicht mal an den Dar­stel­lern, viel­leicht hat auch der Regis­seur ver­sagt oder es war nicht genug Geld in der Kasse, um die Sze­nen so lange zu dre­hen, bis sie an die Geschichte des Buches auch nur annä­hernd her­an­rei­chen. Mit Sicher­heit werde ich mir das Buch zum Film nicht antun, wel­ches ich erst ver­gan­gene Woche im Super­markt ange­bo­ten sah.

    Bleibt nur zu hof­fen, falls Iny Lor­entz und ihr Ehe­man das Trei­ben auf der Matt­scheibe ver­folgt haben soll­ten, daß sie nicht ent­mu­tigt wur­den, neue his­to­ri­sche Romane zu verfassen…


  • Caro H.
    06.10.10 um 13:37 Uhr
    Antworten

    Hallo an alle!!
    Das solch eine Kri­tik von vie­len kommt, konnte ich mir den­ken! Der Film war sowas von schlecht.… Auch ich frage mich, wie die Leut­chen vom Film das machen konn­ten! Vie­les stimmte hin­ten und vorne nicht, eini­ges ist dazu gekom­men, was im Buch nicht dabei war,… Was soll man da noch sagen?? Warum las­sen die nicht ein­fach Leute an so eine Sache, die sich damit aus­ken­nen?? Wenn jemand das Buch nicht gele­sen hat, der muß ja sonst was den­ken!!! So viele Feh­ler in 2 Stun­den! Wo ist das Pro­blem, aus einem Buch einen halb­wegs guten Film zu machen??
    Etwas Gutes muß ich aber los wer­den: Die Kos­tüme haben mir gefal­len! Die stelle ich mir schon so vor, wie es Frü­her war!! Aber Schmink­zeug?? Geschmacksache!!!

    Liebe Grüße!!!


  • Helene O.
    06.10.10 um 12:50 Uhr
    Antworten

    ich hab mich so auf die Ver­fil­mung gefreut, aber ich wurde wie­der mal ent­täuscht. Mir ist schon klar, dass ein 604 Sei­ten star­kes Werk nicht kom­plett in 120 Film­mi­nu­ten ver­packt wer­den kann, aber wenigs­tens der Inhalt, der wie­der­ge­ge­ben wird, sollte mit dem Buch überein­stim­men (daher der Name Ver­fil­mung, oder?). Mei­ner Mei­nung nach, haben die Dreh­buch­au­to­ren ihre Haus­übung nicht ordent­lich gemacht, denn es gibt nicht viele Bücher, in der Cha­rak­tere, Umge­bun­gen und Hand­lun­gen so genau und detail­ver­liebt beschrie­ben wer­den. Wo waren die bei­den Auto­ren???
    Nichts gegen A.Neldel, aber ich finde auch, dass sie nicht zur Beschrei­bung von Marie passt. Ich hätte da eher an eine Alex­an­dra Maria Lara, Sophie Schütt oder Julia Jentsch mit blauen Kon­takt­lin­sen gedacht. Auch Hil­trud nicht Ide­al­be­set­zung. Elena Uhlig, Bert Tischen­dorf per­fekt.
    Viel­leicht sollte man die Fin­ger von Ver­fil­mun­gen las­sen, wenn sie nicht 100%ig durch­führ– und finan­zier­bar sind!

    mfg


  • alexa
    06.10.10 um 12:12 Uhr
    Antworten

    das war mit abstand der schlech­teste Film aller Zei­ten.
    Ich bin maß­los ent­täuscht, was hat sich SAT 1 da nur gedacht?

    Außer den namen war nichts rich­tig! Sehr viele wich­tige Details aus dem Buch wur­den gar nicht berück­sich­tigt und total falsch erzählt.
    Was ist mit der Freund­schaft zwi­schen Mecht­hild und Marie, die für den 2 Teil und das Ver­ständ­nis wich­tig ist? Wurde ein­fach unter­schla­gen! Des­wei­te­ren war sie nie die Mätresse oder gelieb­ten des Kai­sers… Tota­ler Mist die­ser Film.

    Ich habe alle 4 Bücher mehr­mals gele­sen und bin total begeis­tert aber die­ser Film ges­tern abend war eine Schande.

    Bei­nahe hatte man das Gefühl dass sich die Dreh­buch­au­to­ren und Regis­seure die Romane nicht ein­mal durch­ge­le­sen haben, ansons­ten hät­ten sie einige Dinge mehr mit in den Film genommen.


  • Sylvia H
    06.10.10 um 11:07 Uhr
    Antworten

    das war die schlech­teste Roman­ver­fil­mung aller Zei­ten. Es wurde ver­dreht, falsch dar­ge­stellt und die zeit­li­che Abfolge total ver­scho­ben.
    Es war ein­fach grau­sam das mit anzu­se­hen…
    Ich bin ein­fach nur ent­täuscht gewe­sen und habe früh­zei­tig den Fern­se­her aus­ge­schal­tet.
    Haben die Auto­ren denn nicht mit­ge­spro­chen beim Drehbuch?


  • Anne L.
    05.10.10 um 22:30 Uhr
    Antworten

    ich stimme dem zu. ein­zig die namen der figu­ren aus dem buch sind rich­tig und diese ver­fil­mung ist eine schande. die auto­ren soll­ten sich schä­men, dass sie sowas zuge­las­sen haben. nichts stimmt überein, völ­lig erfun­den.
    ich bin wirk­lich ent­täuscht, die dreh­buch­au­to­ren hätte sich ein biss­chen mehr mühe geben kön­nen. aber was will man bei SAT 1 und einer alex­an­dra nel­del erwar­ten?
    schlimm, wirk­lich schlimm.…

    mfg


  • Huttner Ingo
    05.10.10 um 21:32 Uhr
    Antworten

    Hallo zusam­men,
    es ist ja meis­tens so dass die Ver­fil­mun­gen an die Bücher nur sel­tenst her­an­kom­men. Aber die­ser Film ( bei dem ich nach 10 Minu­ten den Fern­se­her abge­schal­tet habe ) ist mit Abstand das schlech­teste an Ver­fil­mung was ich jemals gese­hen habe. Viele Leute soll­ten doch mehr und genauer lesen bevor man sowas auf den Markt bringt. Hand­lung nicht rich­tig, Film beginnt in der Mitte des Buches. Furcht­bar.
    Mit freund­li­chen Grüßen


  • Blue Berry Fairy1
    Hab folgendes gehört: Buch: spitze, soll sehr bewegend und gut sein Film: Laut den Lesern des buches: grottig

  • wisheyecould
    Ich schau keinen Film der "Die Wanderhure" heißt... was soll ich da bitteschön erwarten?

  • solveig645
    ergreifender Film, zum weinen

  • Multi Vitamin B B
    die wanderhure würd ich auch ma gern bumsen haha

  • taschek11
    @MariosTouchReviews Daas ist der Link falls andere sich das auch angucken wollen .

  • Marios Touch Reviews
    TEIL 2: DIE WANDERUNG DER HUREN :D:D

  • Biirtanem002
    das buch zum film ist spr den film hab ich noch nicht gshn habs aber vor :D

  • Luckymaione
    @eiszapfenkobold Ganz deiner Meinung.

  • eiszapfenkobold
    Ohjee ich habe das Buch gelesen und der Film wird dem leider nicht gerecht. Ich finde die Schauspielerin hat zu wenig Ausstrahlung und die mittelalterliche Darstellung lässt leider auch zu wünschen übrig *seufz* Fürs Fernsehen reichts aber. Schade.

  • Psychocat4
    Der Film ist ok,schauspielerisch gut gemacht,aber im Buch ist Marie Scherer tatsächlich viel jünger.Alexandra Neldel ist glaub ich schon über 30.Aber egal,sie hat es sehr gut gespielt.Das Buch ist natürlich besser,es ist viel ausführlicher usw.,aber das ist doch immer so.Man kann nie ein Buch im Film eins zu eins umsetzen,das würde viel zu lange dauern.

  • satsukishiori
    Also ich kenne weder Buch noch Film bisher, ich habe gerade mit dem Hörbuch angefangen und werde mir demnächst auch das Buch zulegen und den Film möchte ich mir auch unbedingt ansehen, sofern ich die DVD finde. Ob nun der Film besser ist, oder das Buch, spielt für mich keine Rolle, beides hat seine Art und seinen Charme. Tintenherz und der Goldenen Kompass waren ja auch nicht so sehr nach den Buchvorlagen und trotzdem mag ich beide Filme gern.

  • Hot Sugar Milk Coffee
    Der Film ist klasse, aber auch echt brutal. Das Buch kenne ich noch nicht, hab aber vor es zu lesen.

  • T0 Nii100
    einfach geil

  • x Ng T T Tx
    @Frigg1987 naja darauf zu antworten sagt schon einiges nech :)

  • Frigg1987
    weisst du wie egal es mir ist ob ich nerve oder nicht ? ^^ hey aber auch schauspielerisch war es ein klassischer reinfall die haetten juengere unverbrauchte gesichter nehmen sollen als diese pfeifen

  • Tiefkuehlerbse94
    @LuLuGunzi Bücher sind immer besser als ihre Verfilmungen. Ich persönlich habe die Bücher dazu noch nicht gelesen, finde aber den Film richtig klasse. :)

Wie findest Du den Film "Die Wanderhure"? Wir freuen uns auf Deine Meinung!

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