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Ein Mann der Gegensätze: Der charismatische Jonathan Rhys Meyers

Facet­ten­reich und unheim­lich: In SHELTER (ab 3. Dezem­ber auf DVD und Blu-Ray-Disc) ver­kör­pert Jona­than Rhys Mey­ers einen Mann, bei dem nichts so ist, wie es scheint und der düs­tere Geheim­nisse mit sich trägt. Psych­ia­te­rin Cara (Juli­anne Moore) ver­fällt schnell sei­nem Cha­risma und ist fas­zi­niert und abge­sto­ßen zugleich. Um sol­che Rol­len glaub­wür­dig zu ver­kör­pern, bedarf es eines Schau­spie­lers mit Ecken und Kan­ten, der von sei­nen Gegen­sät­zen lebt und somit in ein und dem­sel­ben Film ver­schie­dene Cha­rak­tere dar­stel­len kann– eben jeman­den wie Rhys Mey­ers. Wir haben uns auf die Spu­ren­su­che gemacht und her­aus­ge­fun­den, dass der Hollywood-Star nicht nur im Film, son­dern auch in der Rea­li­tät von sei­ner Gegen­sätz­lich­keit lebt und oft genug selbst hin– und her­ge­ris­sen ist:


Zwi­schen: Leben und Tod – Noch bevor er über­haupt lau­fen konnte, musste der kleine Jona­than schon Gevat­ter Tod von der Schippe sprin­gen. Er kam mit einem Herz­lei­den auf die Welt und musste lange Zeit im Kran­ken­haus ver­brin­gen. Das Ver­trauen sei­ner Eltern in die Wis­sen­schaft war dabei offen­bar nicht unend­lich – vor­sichts­hal­ber lie­ßen sie ihn sehr früh tau­fen, wie berich­tet wird. Man weiß ja schließ­lich nie…

Zwi­schen: King und König – Rock’n’Roll, Bolz­platz, Königs­wams. In sei­ner Rol­len­wahl lässt sich Rhys Myers wahr­lich auf nichts fest­le­gen. Ob er King Elvis mimt und dafür eine Gol­den Globe Nomi­nie­rung kas­siert oder aber neben Tom Cruise durch „Mis­sion Impos­si­ble III“ turnt, ob er den Frau­en­fuß­ball­trai­ner in „Kick it like Beck­ham“ gibt – man nimmt es ihm immer ab. Eine beson­dere Stärke schei­nen den­noch die Rol­len als „King“ zu sein: Auch als Hein­rich VIII. in der TV-Serie „The Tudors“ schaffte er es bis zur Gol­den Globe Nominierung.

Zwi­schen: Zunei­gung und Kon­kur­renz­den­ken – Er würde nur ungerne anfan­gen, eine Schau­spie­le­rin zu daten, bekennt Rhys Mey­ers offen­her­zig. Zwar könnte diese ver­ste­hen, was der Job für Opfer for­dert – aber er fürchte sich davor, stän­dig in Kon­kur­renz zuein­an­der zu ste­hen. Auf den Wett­be­werb und den dar­aus resul­tie­ren­den Neid habe er in einer Bezie­hung keine Lust.

Zwi­schen: Anspruch und Action – Rhys Mey­ers fin­det es ganz schön anstren­gend, wenn er vor der Kamera knall­harte Action lie­fern muss. Das was gemein­hin als das Anspruchs­vol­lere gilt, näm­lich das Schau­spie­lern, fällt ihm hin­ge­gen leich­ter. Der Grund: Action­sze­nen beste­hen aus vie­len win­zi­gen Stück­chen, es ent­steht beim Dre­hen kein Fluss. Am Ende wür­den die Sze­nen zwar cool aus­se­hen, sagt Myers, aber „es ist lei­der nicht cool, sie zu dre­hen, son­dern lang­wie­rig“. Da doch lie­ber in Ruhe „nor­mal“ schauspielern…

Zwi­schen: Ver­pfusch­ter Zukunft und Super­star – Der Weg zur Hollywood-Karriere war für den hüb­schen Iren nicht unbe­dingt gerad­li­nig. Mit 16 wurde er der Schule ver­wie­sen und hing dann erst­mal gerne in Bil­lard­hal­len ab. Zukunft begra­ben? Mit­nich­ten: Aus­ge­rech­net dort wurde er von einem Talent­su­cher entdeckt.

Wie sich Rhys Mey­ers schlägt, wenn er nicht nur einen, son­dern gleich meh­rere Cha­rak­tere in einem Film ver­kör­pern darf, ist ab dem 3. Dezem­ber in SHELTER zu sehen. Aber was sollte bei die­sem Mann schon schief gehen?

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