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Elegy oder die Kunst zu lieben Kritik & Meinung

In den Klatsch­ma­ga­zi­nen ist in letz­ter Zeit immer öfter von Part­ner­schaf­ten rela­tiv alter Män­ner mit sehr jun­gen Frauen zu lesen. Die Alters­un­ter­schiede betra­gen manch­mal 30 Jahre und mehr. Betrof­fen sind ehe­ma­lige Bun­des­kanz­ler und Bun­des­mi­nis­ter ebenso wie Stars aus dem Show– und Sport­ge­schäft. Wahr­schein­lich wer­den die jun­gen Schön­hei­ten von der Pro­mi­nenz und dem Ver­mö­gen der Part­ner angelockt.

Einen ähn­li­chen Fall beschreibt Pulitzer-Preisträger Phi­lip Roth in sei­nem Roman „Das ster­bende Tier“, den die kata­la­ni­sche Regis­seu­rin Isa­bel Coixet („Mein Leben ohne mich“, „Das geheime Leben der Worte“) 2008 unter dem Titel „Elegy oder die Kunst zu lie­ben“ ver­filmte. Beson­ders die Star­be­set­zung mit den Oscar-Preisträgern Penélope Cruz und Ben Kings­ley sorgte für einen gro­ßen Erfolg in den Kinos. Uni­ver­sum Film bringt die­ses Melo­dram erst­mals mit vie­len Extras auf Blu-ray Disc heraus.

Bereits der Titel „Elegy“ (Kla­ge­lied) und die durch­weg trau­rige Musik, Barock von Bach und Vivaldi, Eric Satie, deu­ten auf kein glück­li­ches Ende hin. Mit viel Ein­füh­lungs­ver­mö­gen schaf­fen Isa­bel Coixet und die bei­den Haupt­dar­stel­ler ein inti­mes Kam­mer­spiel über Ver­lust, Alter, Eifer­sucht und die Liebe in allen Facet­ten. Der Mit­fünf­zi­ger David Kepesh (Ben Kings­ley) ist ein erfolg­rei­cher Lite­ra­tur­pro­fes­sor in New York und erzählt rück­bli­ckend und selbst­re­flek­tie­rend von sei­ner Bezie­hung zu der kuba­ni­schen Stu­den­tin Con­suela Cas­tillo (Penélope Cruz). Nach einer geschie­de­nen Ehe ist das Thema Frauen für den Intel­lek­tu­el­len eigent­lich kein Thema mehr. Doch die Anzie­hungs­kraft der sehr hüb­schen Con­suela lässt ihn noch ein­mal daran zwei­feln und er scheint sich erst­mals in sei­nem Leben rich­tig zu ver­lie­ben. Doch er kommt aus einem prü­den puri­ta­ni­schen Umfeld und fürch­tet sich auch wegen des Alters­un­ter­schie­des. Sein Freund George O’Hearn (Den­nis Hop­per) rät ihm von der Bezie­hung ab: „Sorge dich nicht so sehr ums Älter­wer­den, werde erst ein­mal erwach­sen.“ Außer­dem seien schöne Frauen unsicht­bar, weil wir so von ihrem Äuße­ren geblen­det seien, dass wir ihre innere Schön­heit nicht sehen könn­ten. David erlebt eine Ach­ter­bahn­fahrt der Gefühle. Er will die Bezie­hung heim­lich wei­ter­füh­ren und ver­folgt Con­suela vol­ler Eifer­sucht in die Dis­ko­thek. Erst als sie ihn auf ihre Abschluss­party ein­lädt und ihren Eltern vor­stel­len will, macht er einen Rück­zie­her und kommt unter einem Vor­wand nicht. Am Tele­fon erzählt sie ihm wei­nend, dass sie ihn wirk­lich geliebt hat. Damit ist die Affäre zunächst been­det. David kann sich wie­der mehr der Lite­ra­tur wid­men, wird von sei­ner Ex-Geliebten Caro­lyn (Patri­cia Clark­son) getrös­tet und war­tet ver­ge­bens auf einen Anruf von Con­suela. Zwi­schen­zeit­lich ist George gestor­ben und sein Sohn Ken­neth (Peter Sars­gaard) hat Ehe­pro­bleme. Nach eini­gen Jah­ren taucht plötz­lich wie­der Con­suela auf. Sie ist an Brust­krebs erkrankt und steht kurz vor der Ope­ra­tion. Noch ein­mal foto­gra­fiert er ihren Kör­per. Wegen Kom­pli­ka­tio­nen muss die Ope­ra­tion frü­her als geplant erfol­gen. Bei einem letz­ten Besuch nach der Ope­ra­tion sagt sie ihm „Du wirst mir feh­len“, wor­auf er ant­wor­tet: „Ich bin hier.“ Eine Rück­blende zeigt das glück­li­che Paar beim Strandspaziergang.

Wenn auch ein Kino­film nicht auf Sex­sze­nen mit einer der schöns­ten aktu­el­len Hol­ly­wood­stars und sen­ti­men­tale Momente ver­zich­ten kann, so gelingt es Isa­bel Coixet doch über die sexu­elle Lei­den­schaft hin­aus auch die Grund­fra­gen des Romans vom Wesen mensch­li­cher Bezie­hun­gen in einem sozia­len Umfeld zu the­ma­ti­sie­ren. Wer sich lie­ber sei­nen eige­nen Fan­ta­sien hin­ge­ben will, sollte zum Ver­gleich den Roman von Phi­lip Roth lesen. Das Bonus­ma­te­rial bie­tet über 40 Minu­ten Hin­ter­grund­filme, eine ani­mierte Bil­der­ga­le­rie in Bild­schirm­auf­tei­lung und Inter­views mit Schau­spie­lern und der Crew. Die Regis­seu­rin ließ den Dar­stel­lern genü­gend freien Lauf zum Improvisieren.

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Eure Meinungen & Kommentare

  • Craziiieyful
    Trailer ist nicht gut also ich weiß nicht ob der mich überzeugt hätte den zu sehen ich habe ihn gesehen er war gut aber bei dem Trailer hmmm

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