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The Green Hornet Kritik & Meinung

Comi­cver­fil­mun­gen gibt es wie Sand am Meer. Manch­mal gelin­gen sie ( „V wie Ven­detta“ James McTei­gue, 2006) und manch­mal lei­der nicht ( „Super­man returns“ Brian Sin­ger, 2006). Es ist auf jeden Fall risi­ko­reich, einen Comic als Vor­lage für einen Film zu wäh­len, da diese meis­tens eine große Fan­ge­meinde besit­zen, die arg­wöh­nisch alles beob­ach­tet, was mit ihren Ido­len zusam­men­hängt. Nun kommt wie­der ein Film in die Kinos „The Green Hor­net“, des­sen Grund­lage ein Comic ist und auf den viele sehr lange gewar­tet haben.

Story / Inhalt

Der junge Britt Reid (Seth Rogen) hat in sei­nem Leben noch nicht wirk­lich viel auf die Beine gestellt. Seine Tage ver­ge­hen mit den fei­ern von end­lo­sen Par­tys, nach denen er immer mit einer ande­ren Frau an sei­ner Seite auf­wacht. Als sein Vater, ein berühm­ter Medi­en­ma­gnat plötz­lich stirbt, erbt Britt des­sen Unter­neh­men und sieht sich mit der Auf­gabe kon­fron­tiert, in die eigent­lich zu gro­ßen Fuß­stap­fen sei­nes Vaters tre­ten zu müssen.

Natür­lich ist er damit nicht unbe­dingt ein­ver­stan­den und sein Zorn rich­tet sich gegen den Ver­stor­be­nen, zu dem er schon zu Leb­zei­ten nicht gerade ein lie­be­vol­les Ver­hält­nis hatte. Vol­ler kin­di­scher Wut kommt er eines Nachts auf die Idee mit Hilfe des Haus­an­ge­stell­ten und Mecha­ni­kers Kato (Jay Chou) das Denk­mal sei­nes Vaters zu schän­den. Wäh­rend­des­sen wird er jedoch Zeuge eines Über­falls, in den er not­ge­drun­gen ein­greift. Zu Britts Glück ist Kato ein erfah­re­ner Kampf­sport­ler, der die Ver­bre­cher ohne große Mühen außer Gefecht zu set­zen ver­mag, sonst wäre es für Britt schlecht aus­ge­gan­gen. Die­ser Vor­fall erin­nert ihn an seine Kind­heits­träume, in denen er lie­bend gern ein Comic-Superheld gewe­sen wäre.

Zusam­men mit Kato schmie­det er den Plan, die dunk­len Stras­sen von L.A. von dem Las­ter des Ver­bre­chens zu befreien. Dabei fällt es nicht schwer, die Auf­ga­ben unter dem unglei­chen Duo auf­zu­tei­len. Wäh­rend Britt sich um die Pro­mo­tion des neuen Super­hel­den „The Green Hor­net“ in der Öffent­lich­keit bemüht, was ihm dank sei­ner Zei­tung nicht schwer­fällt, küm­mert sich Kato um die tech­ni­sche Aus­stat­tung des Teams.

Dass ein neuer Super­held die Unter­welt nicht ganz kalt las­sen würde, hat­ten sie ein­ge­plant. Womit sie aller­dings nicht gerech­net haben, ist, dass sie durch ihr Han­deln einen Super­ga­no­ven wie Chu­dofsky (Chris­toph Walz) in Action ver­set­zen wür­den. Als der Kampf um die Vor­herr­schaft in L.A. beginnt, müs­sen sich Britt und Kato jedoch nicht nur mit Gangs­tern der här­tes­ten Sorte aus­ein­an­der­set­zen son­dern auch mit sich selbst und aus dem anfäng­li­chem kind­li­chen Spiel wird schnell töd­li­cher Ernst.

Mei­nung zum Film

Die Hand­lung des Films bezieht sich auf die ehe­ma­lige Radio­sen­dung in den 30er Jah­ren, die in Ame­rika große Popu­la­ri­tät besaß. ABC pro­du­ziert im Zeit­raum zwi­schen 1966–1967 eine Fern­seh­sen­dung mit dem Titel „The green Hor­net“, wobei Bruce Lee die Rolle des Kato ver­kör­perte und damit sei­nen ers­ten Durch­bruch als Schau­spie­ler in den USA erzielte. Michel Gon­drys (Abge­dreht, 2008) Fil­m­ad­ap­tion fällt jedoch anders aus, als man von dem Regis­seur von „Ver­giss mein nicht“ (2004) erwar­tet hätte. Als Regis­seur hätte er auch Ein­fluss auf das Dreh­buch haben müs­sen, was in die­sem Fall aus der Feder von Seth Rogan (Anan­ans Express, 2008) und Evan Gold­berg (Ana­nas Express, 2008), stammt und des­sen Dia­loge manch­mal die untere Grenze des Ertrag­ba­ren erreicht.
Ein­zig in der Schnitt– und Kame­ra­tech­nik erkennt man, das hier jemand das Sagen gehabt hat, der einst mit „Ver­giss mein nicht“ ein völ­lig neues, krea­ti­ves Kino­genre geschaf­fen hatte.

Man könnte fast mei­nen, dass an der mäßi­gen Qua­li­tät des Films nicht Michel Gon­dry schuld ist, son­dern dass Seth Rogen mit sei­ner Über­prä­senz als Pro­du­zent, Haupt­dar­stel­ler und Dreh­buch­au­tor leicht über­for­dert war und dass des­we­gen das Ganze nicht bes­ser wer­den konnte. Schon als Haupt­fi­gur ist Rogan schwer zu ertra­gen, denn mit sei­nen per­ma­nen­ten Schrei­at­ta­cken stra­pa­ziert er mehr als ein­mal den Gedulds­fa­den der Zuschauer.
Chous Rolle hin­ge­gen ent­hält zwar eine Menge Anspie­lun­gen auf sei­nen ehe­ma­li­gen Vor­gän­ger Bruce Lee, er selbst aber ver­blasst neben dem über­lau­ten Rogen, und sein schau­spie­le­ri­sches Talent lässt mehr als ein­mal zu wün­schen übrig, so dass er auf kei­nen Fall die Fuß­stap­fen von Lee aus­fül­len kann, des­sen Kön­nen damals Regis­seur wie Kamera fas­zi­nierte.
Die Daseins­be­rech­ti­gung der Rolle von Came­ron Diaz als Sekrä­te­rin Leo­nore Case ent­behrt jed­we­der Logik. Ver­mut­lich woll­ten die Pro­du­zen­ten wenigs­tens ein weib­li­che Rolle beset­zen, einen ande­ren Sinn würde die Rolle sonst nicht erge­ben.
Ein­zig Waltz zeigt, dass Hol­ly­wood seit „Ing­lou­rious Bas­terds“ (Quen­tin Tar­ran­tio, 2009) end­lich wie­der einen neuen, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Schau­spie­ler besitzt. Er spielt seine Kol­le­gen mit sei­nem Humor und sei­ner ein­ma­li­gen Mimik an die Wand, was zwar nicht über die Defi­zite des gesam­ten Films hin­weg täu­schen kann aber dafür zumin­dest ein wenig ent­schä­digt. So wird dem Zuschauer doch das eine oder andere Mal ein Lacher ent­lockt, der zumin­dest das Genre der Komö­die rechtfertigt.

Herr­vor­ra­gend sind zum Teil die Schnitte, die dem Film einen neuen inno­va­ti­ven Touch und das nötige Tempo geben. Ob nun die Action­sze­nen unbe­dingt in 3D gedreht wer­den muss­ten, mag dahin gestellt sein, aber die plötz­lich auf­tau­chen­den Bild in Bild-Szenen sind schon einen Gang ins Kino wert. Genial ist auch der Abgleich zwi­schen Bild­szene und Film­mu­sik, die zwar nicht an die Sorg­falt eines Tar­ran­ti­nos her­an­ragt, sich aber auch nicht zu schä­men braucht.

Fazit

Chris­toph Waltz und eine inno­va­tive Schnitt– und Kame­ra­tech­nik ret­ten den Film davor, jäm­mer­lich vor die Hunde zu gehen. Dafür lohnt es sich sogar, die Schrei­at­ta­cken von Seth Rogan zu ertra­gen — also ab ins Kino!

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Eure Meinungen & Kommentare

  • Pommbaer84
    Vielleicht ein Witz für den Trailer. Oder hängts im Film auch verkehrtherum ?

  • Super Fatma19
    Eigentlich ja, auf Charakter insbesonderes. Aber die Mädels mögen halt dies und das mehr :D

  • Lilithly
    kommt das nich auf den charakter an? ich kenn gücklicherweise auch kerle die romantische filme mögen^^ und ich hab auch nix gegen nur action...aber romantik is schon toll:D deswegen fand ich transformers auch gut. die geschichte zwischen den beiden war süß^^ hast aber recht.

  • Super Fatma19
    Naja, je nach Geschmack ist dies und das für Jungs und Mädchen. Mädchen mögen Acton Filme eher in der Richtung zur Fantasie oder Romantik... Und die Jungs zur Richtung Horror und, ähh, noch mehr Acton...

  • Robyn18737
    mir nicht^^ bin der klassische typ, der´s nicht erwarten kann, dass action geht, deshalb hat das video bei mir bei 40 sekunden angefangen :)

  • W4nn3
    Das Hotel "The Standard" gibts wirklich, und das muss falschrum sein :D

  • Kinofilm3
    hab den Film gesehen und fand den ganz gut!

  • goppel213
    also ich habs gesehen ;)

  • myfly4711
    find ich auch.

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