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Love and Other Drugs Kritik & Meinung

Ober­fläch­li­che Bezie­hun­gen sind im Moment ein Lieb­lings­thema in Hol­ly­wood. Die­ses Jahr kamen mit „Freund­schaft Plus“ (Ivan Reit­man, 2011) und „Freunde mit gewis­sen Vor­zü­gen“ (Will Gluck, 2011) bereits zwei Filme in die Kinos, die allein auf Sex beru­hende Bezie­hun­gen zum Thema hat­ten. Nun kommt noch mit „Love and other drugs“ ein Film von Edward Zwick auf die Lein­wand, jedoch reicht seine Geschichte weit über das Thema „Sex“ hinaus.

Story / Inhalt

Den Woma­ni­zer Jamie Ran­dall (Jake Gyl­len­haal) trifft es hart, der ein­zige in sei­ner Fami­lie zu sein, der kei­nen erfolg­rei­chen Job inne hat. Sein Vater und seine ältere Schwes­ter sind erfolg­rei­che Ärzte und sein jün­ge­rer Bru­der han­delt mit Aktien, die ihn zu einem stein­rei­chen Mann gemacht haben. Jamie hin­ge­gen wurde wegen eines klei­nen sexu­el­len Aben­teu­ers mit der Freun­din sei­nes Chefs gerade gefeu­ert. Sein jün­ge­rer Bru­der ver­schafft ihm dar­auf­hin kurz­fris­tig einen Job als Phar­ma­ver­tre­ter für den Phar­ma­rie­sen Pfizer.

Obwohl Jamie glaubt, dass er dank sei­nes Charmes wirk­lich alles an die Frau brin­gen kann, ver­sagt er anfangs kläg­lich, denn die meis­ten Ärzte sind Män­ner! Doch schnell merkt er, dass es noch andere Wege gibt, sein Pro­dukt zu ver­mark­ten. Er besinnt sich auf sein Kön­nen und tur­telt flei­ßig mit den Kran­ken­pfle­ge­rin­nen, Arzt­hel­fe­rin­nen und Sekre­tä­rin­nen um doch noch seine Ver­kaufs­zah­len zu errei­chen, denn nur die Abschluss­quote wird ver­gü­tet. Eines Tages trifft er die junge Mag­gie Mur­dock (Anne Hat­ha­way), die wegen ihrer Parkinson-Erkrankung einen Arzt kon­sul­tiert, der bei Jamie unter Ver­trag steht. Als sich her­aus­stellt, dass Mag­gie genauso wie Jamie nur an unver­bind­li­chem Sex inter­es­siert ist, kom­men sich die bei­den schnell näher. Doch so unver­bind­lich das Ganze auch beginnt, die Liebe folgt nun mal nicht dem Ver­stand, son­dern hat ihre eige­nen Gesetze. Als Mag­gies Krank­heit sich ver­schlim­mert, steht Jamie vor einer erns­ten Entscheidung.

Mei­nung zum Film

Was anfäng­lich wie eine Stu­die über die Prak­ti­ken der Phar­ma­in­dus­trie und ihrer Ver­tre­ter beginnt, ent­wi­ckelt sich im Laufe der Zeit zu einem Drama um zwei unsi­chere, ein­same Men­schen, denen es unmög­lich scheint, sich ihren Gefüh­len zu stel­len. Edward Zwick ( Blood Dia­mond, 2006 ) adap­tierte für sei­nen Genre-Mix aus Komö­die, Drama, Lie­bes­ge­schichte und Bio­pic eines Phar­ma­ver­tre­ters den Best­sel­ler von Jamie Reidy „The Evo­lu­tion of an Via­gra Sales­man“. Doch im Gegen­satz zur lite­ra­ri­schen Vor­lage geht es nur im ers­ten Teil des Films um die Machen­schaf­ten eines Phar­ma­ver­tre­ters, die Lie­bes­ge­schichte ent­wi­ckelt sich erst im zwei­ten Teil. Dies wird dem Zuschauer umso bewuss­ter, da die ers­ten 30 Minu­ten vor Lan­ge­weile und Ober­fläch­lich­keit nur so strot­zen. Erst als die bei­den Prot­ago­nis­ten durch ihre Bezie­hung mehr Tiefe bekom­men und es nicht nur wie in den Sze­nen zuvor um Sex und dumme Sprü­che geht, wird das Inter­esse des Zuschau­ers lang­sam geweckt. Die­ser grobe Bruch in der Geschichte könnte eigent­lich künst­le­risch inno­va­tiv wir­ken, wenn nicht die ganze Zeit das Gefühl bliebe, dass es sich dabei um nichts Beab­sich­tig­tes han­deln würde.

Doch nicht nur die Hand­lung lässt zu wün­schen übrig, auch die schau­spie­le­ri­schen Leis­tun­gen von Gyl­len­haal (Bro­ke­back Moun­tain, 2005) und Hat­ha­way (Alice im Wun­der­land, 2010) sind kaum über­zeu­gend. Ihre Nähe wirkt geküns­telt und auf­ge­setzt, was gerade bei einem Cha­rak­ter­dar­stel­ler wie Gyl­len­haal beson­ders ent­täuscht. Es stellt sich die Frage, ob es nur an der feh­len­den Che­mie zwi­schen den bei­den gele­gen hat oder ob die schlech­ten Dia­loge des Auto­ren­teams Charles Ran­dolf (Die Dol­met­sche­rin, 2005), Edward Zwick und Mar­shall Hers­ko­vitz (Last Samu­rai, 2003) daran schuld sind, dass der Funke ein­fach nicht auf den Zuschauer über­sprin­gen mag — ver­mut­lich ist es eine Mischung aus bei­den Aspekten.

Die Kame­ra­füh­rung scheint da weit­aus krea­ti­ver ange­legt zu sein, obwohl auch sie nichts gra­vie­rend Neues bringt. Doch zumin­dest die Zwi­schen­schnitte auf die gespiel­ten Auf­nah­men mit der Hand­ka­mera der bei­den Prot­ago­nis­ten wir­ken inno­va­tiv — vor allem, da sie schwarz/weiß sind, und sich dadurch vom übri­gen Hand­lungs­ge­sche­hen abhe­ben, quasi einen Film im Film spie­len.
Licht– und Ton­ef­fekte leis­ten eine solide Arbeit, obwohl man sich in der einen oder ande­ren Szene ein wenig mehr Film­mu­sik gewünscht hätte, um das Gesche­hen bes­ser zu unter­ma­len. Letzt­lich ist hier kein neuer „Harry und Sally“ (Rob Rei­ner, 1989) ent­stan­den, über den man noch Monate nach dem Kino­be­such reden wird, son­dern nur ein wei­te­rer Film, der wie viele andere Lie­bes­ko­mö­dien auch bald wie­der ver­ges­sen sein wird.

Fazit

Anfangs lang­wei­lige und auch spä­ter nur mäßig bes­sere Pro­duk­tion, bei der vor allem die hoch­ka­rä­ti­gen Schau­spie­ler und die banal kon­stru­ierte Story ent­täu­schen. Nicht unbe­dingt einen Kino­be­such wert.

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Eure Meinungen & Kommentare

  • Yuna Ina1
    0:33 JAAH das wüsste ich auch gerne *-*

  • Jaulst
    von vorne bis hinten geil :DDD

  • ewrtzuiuztre
    NEIN Donnie, reise durch die Zeit um diesen Film zuverhindern!

  • Peter Lankton18
    Dankeschön für die schnelle Antwort =)

  • Fox Kino
    : LOVE & OTHER DRUGS startet am 13. Januar in den deutschen Kinos.

  • Peter Lankton18
    wann kommt der raus? will ihn mir reinziehn ^^

  • Laura The Snail
    oh der sieht so gut aus.

  • Jacky9667
    Genau das dachte ich auch. Zu schön xD

  • schneehaserl2010
    Nicht nur sexy, sondern auch lustig - werde ich mir bestimmt mit meinen Freundinnen anschauen! Jake ist einfach der Hammer!

  • Just Mazlum
    das ist kein film das ist ein gottverdammter porno.... ich werd ihn mir auf jedenfall anschauen.

  • i David Leitner
    der film wird echt geil aber ich hoff die ganzen guten witze sind nicht für den trailer verwendet worden.

  • Cluberin8
    also der is ja echt versaut :D ma schaun

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