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Maman ist kurz beim Friseur Kritik & Meinung

Die­ser Film spielt in den 60er-Jahren, wo die Welt und die Fami­lie noch in Ord­nung und alles intakt war. Oder? Aus der Sicht von Kin­dern wird in die­ser klei­nen kana­di­schen Film­pro­duk­tion erzählt. Und selbst Kin­der­au­gen erken­nen schon, dass damals nicht alles heile und viel mehr Schein als Sein war.

Story / Inhalt

Qué­bec im Jahre 1966: Die Geschwis­ter Élise, Coco und Benoît wach­sen sorg­los und wohl­be­hü­tet in einer beschau­li­chen Sied­lung auf. Sie freuen sich auf den kom­men­den Som­mer mit Pick­nick und Aus­flü­gen, doch alles ver­läuft ganz anders als erwar­tet. Als ihre Mut­ter Simone ent­deckt, dass ihr Ehe­mann ein Ver­hält­nis mit sei­nem Golf­part­ner hat, nimmt sie Hals über Kopf einen Job in Lon­don an und ver­lässt Mann und Kin­der. Beson­ders das Nest­häk­chen der Fami­lie, der kleine Benoît, ist mit der Situa­tion völ­lig über­for­dert. Die 15-jährige Élise fühlt sich ver­ant­wort­lich und küm­mert sich um ihre bei­den jün­ge­ren Geschwis­ter. Sen­si­bi­li­siert durch die Ereig­nisse bekommt sie einen kri­ti­sche­ren Blick auf ihre unmit­tel­bare Umge­bung und begreift, dass vie­les bloß auf den ers­ten Blick per­fekt scheint und nicht nur ihre eigene Fami­lie mit Pro­ble­men zu kämp­fen hat.

Mei­nung zum Film

Eine Erkennt­nis wächst in die­sen Film. Aber nicht nur die Erkennt­nis wächst, son­dern auch die Cha­rak­tere ent­wi­ckeln sich ange­sichts die­ses Trüm­mer­fel­des wei­ter. Alles so zeit­lich aktu­ell, so prä­sent, so zeit­los. Der Film schafft mit star­ken Bil­dern und ein­drucks­vol­len Cha­rak­te­ren eine wun­der­volle Atmo­sphäre zu zau­bern. Die Geschichte der Fami­lie und ihre Ent­wick­lung der ein­zel­nen Mit­glie­der zeigt, wie jeder Mensch anders mit Tra­gö­dien umgeht. Der eine ver­zwei­felt, der andere wächst an der Her­aus­for­de­rung. Ein wahr­li­ches Drama, das Dank sei­ner guten Set­tings, Musik und Schau­spie­ler, vor allem die guten Kin­der­schau­spie­ler, aus­zeich­net ist. Regis­seur Léa Pool zeich­net ein ruhi­ges, gelas­se­nes Fami­li­en­drama voll­ge­spickt mit schö­nen Bil­dern und Momen­ten. Sein klei­nes Bud­get sieht man ihm nicht an und Feh­ler kann man ihm keine unter­stel­len. Ein sehr guter Film, den ich jedem ans Herz legen kann, der ruhige Filme mag – ein Geheim­tipp allemal.

Fazit

„ Ein Familien-Drama wie´s im Buche steht, kein über­trie­be­ner Film, ein zeit­lo­ses Thema unse­rer Gesell­schaft, ruhig und ganz kon­zen­triert auf seine Cha­rak­tere wird aus der Sicht der Kin­der erzählt und erlebt“

von

Eure Meinungen & Kommentare

  • Omega Tomifm153
    soso niemand deutsch hihi

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