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Mathieu Amalric

Mathieu Amal­ric gehört ohne Frage zu den größ­ten Stars des zeit­ge­nös­si­schen fran­zö­si­schen Kinos. Der Sohn eines Journalisten-Ehepaars begann seine Schau­spiel­kar­riere im Alter von 18 Jah­ren, als der mit sei­nen Eltern bekannte Regis­seur Otar Ios­se­liani ihn in sei­nem Film DIE GÜNSTLINGE DES MONDES besetzte. Wenig spä­ter sam­melte er als Prak­ti­kant des Regie-Assistenten bei Louis Mal­les AUF WIEDERSEHEN, KINDER auch erste Erfah­run­gen hin­ter der Kamera.

 

In den Neun­zi­ger Jah­ren gewann Amal­rics Kar­riere an Fahrt, als der Fil­me­ma­cher Arn­aud Des­plechin auf ihn auf­merk­sam wurde und ihn Fil­men wie DIE WACHE, ICH UND MEINE LIEBE oder spä­ter ROI ET REINE – DAS LEBEN IST SELTSAM und UN CONTE DE NOEL besetzte. Zu den wei­te­ren Regis­seu­ren, mit denen er im Laufe der Jahre erfolg­reich zusam­men­ar­bei­tete, gehö­ren Oli­vier Ass­asyas (ENDE AUGUST, ANFANG SEPTEMBER), André Téchiné (ALICE & MARTIN), Raoul Ruiz (GENEALOGIE EINES VERBRECHENS), Xavier Gian­noli (CHANSON D’AMOUR), Claude Mil­ler (EIN GEHEIMNIS), Jean-François Richet (PUBLIC ENEMY NO. 1), Luc Bes­son (ADÈLE UND DAS GEHEIMNIS DES PHARAOS) oder Alain Res­nais (VORSICHT SEHNSUCHT). Bereits abge­dreht hat er unter ande­rem Res­nais’ VOUS N’AVEZ ENCORE RIEN VU und POULET AUX PRUNES von Mar­jane Satrapi.

 

Auch im inter­na­tio­na­len Film­ge­schäft sorgt der Vater dreier Kin­der immer wie­der für Auf­se­hen. So stand er für Ste­ven Spiel­bergs MÜNCHEN genauso vor der Kamera wie für MARIE ANTOINETTE von Sofia Cop­pola oder VISAGE von Tsai Ming-Liang. Ein Mil­li­ar­den­pu­bli­kum erreichte er als Gegen­spie­ler von James Bond in Marc Fors­ters 007-Abenteuer EIN QUANTUM TROST. Als der nach einem Schlag­an­fall gelähmte Chef­re­dak­teur Jean-Dominique Bauby bril­lierte er unter der Regie von Julian Schna­bel außer­dem in SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE. Für das Oscar-nominierte Drama erhielt Amal­ric nach ICH UND MEINE LIEBE und ROI ET REINE – DAS LEBEN IST SELTSAM sei­nen drit­ten César sowie ver­schie­dene wei­tere Auszeichnungen.

 

Auf dem Regie­stuhl nahm der Schau­spie­ler bereits 1985 das erste Mal Platz, als er sei­nen 8mm-Film MARRE DE CAFÉ insze­nierte. Es folg­ten wei­tere Kurz­filme, bevor er schließ­lich mit ES WIRD AUFGEGESSEN sein Spielfilm-Regiedebüt gab. Anschlie­ßend drehte er mit LE STADE DE WIMBLEDON einen zwei­ten Kino­film, Fern­seh­filme wie „Gleich­stel­lung“ und wei­tere Kurz­filme folg­ten. TOURNEE, in dem er erst­mals sich selbst insze­nierte, fei­erte seine Welt­pre­miere im Wett­be­werb des Film­fes­ti­vals von Can­nes, wo Amal­ric, der neben­bei auch an der renom­mier­ten fran­zö­si­schen Film­hoch­schule La Fémis unter­rich­tet, für die Beste Regie aus­ge­zeich­net wurde. Außer­dem wurde er in den Kate­go­rien Beste Regie und Bes­tes Original-Drehbuch für den César nominiert.

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