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Meuterei auf der Bounty Kritik & Meinung

Wie üblich in gewohnt vor­bild­li­cher Auf­ma­chung bringt War­ner Home Enter­tain­ment den Abenteuer-Klassiker „Meu­te­rei auf der Bounty“ von 1962 mit Mar­lon Brando in der Titel­rolle erst­mals auf Blu-ray Disc her­aus. Die Qua­li­tät der mit einem enor­men Auf­wand erfolg­ten ers­ten Farb­ver­fil­mung die­ses his­to­ri­schen Stof­fes kommt auf die­sem Medium beson­ders gut zur Gel­tung. Außer­dem erlaubt die Spei­cher­ka­pa­zi­tät viele inter­es­sante Extras. So wer­den ein Pro­log und Epi­log gebo­ten, die in der Kino­ver­sion fehlen.

Eine Doku­men­ta­tion von 2006 bringt noch ein­mal einen Rück­blick auf die Dreh­ar­bei­ten, vier wei­tere Filme zei­gen geschicht­li­che Ereig­nisse rund um die­ses tra­di­tio­nelle eng­li­sche Schiff und sein Schick­sal. Fas­zi­nie­rende Bil­der, größte Dra­ma­tik und ein Höchst­maß an Span­nung mach­ten die­sen Film zu einem Klassiker.

Gedreht wurde das Remake des Schwarz-Weiß-Klassikers von 1935 an Ori­gi­nal­schau­plät­zen in Tahiti. Die Rolle des 1. Offi­ziers Flet­cher Chris­tian spielt Mar­lon Brando, einer der größ­ten Film­stars jener Zeit. Mit Tre­vor Howard wurde für die Rolle des Cap­tain Bligh ein ähn­lich pro­mi­nen­ter bri­ti­scher Büh­nen­schau­spie­ler gewählt wie einst Charles Laugh­ton. Lei­der waren Bran­dos Star­al­lü­ren und Eska­pa­den den Dreh­ar­bei­ten nicht immer för­der­lich. Die Kos­ten schnell­ten in enorme Höhen, wobei der finan­zi­elle Erfolg sich in Gren­zen hielt, was die MGM-Studios fast in finan­zi­elle Nöte brachte.

Die Geschichte der „Bounty“ soll sich 1787 wirk­lich so zuge­tra­gen haben, wie den Anna­len aus der bri­ti­schen Kolo­ni­al­zeit zu ent­neh­men ist. Die „Bounty“ soll Nutz­pflan­zen auf dem schnells­ten Weg nach Aus­tra­lien brin­gen. Auf dem Weg nach Tahiti kommt es zu Unru­hen, weil Cap­tain Bligh ein grau­sa­mer Leu­te­schin­der ist. Der 1. Offi­zier Flet­cher Chris­tian kann die Matro­sen anfangs beru­hi­gen, doch auf der Rück­fahrt bricht eine Meu­te­rei aus. Chris­tian stellt sich an ihre Spitze, Bligh wird mit eini­gen Getreuen auf hoher See aus­ge­setzt. Sie kön­nen einen Hafen errei­chen und ver­fol­gen sofort die Meu­te­rer. Die keh­ren mit der „Bounty“ zurück nach Tahiti, wo sich Chris­tian in eine Ein­hei­mi­sche (Tarifa) ver­liebt. Kurze Zeit leben die Matro­sen wie im Para­dies, bis Chris­tian trotz der zu erwar­ten­den Ver­ur­tei­lung nach Eng­land zurück­keh­ren will. Im Streit mit sei­nen Gefähr­ten kommt er ums Leben. Cap­tain Bligh wird nach sei­ner Ret­tung aus der Marine ent­las­sen. Inter­es­sant ist in die­ser wah­ren Geschichte der Kon­flikt der bei­den unter­schied­li­chen See­fah­rer­ty­pen. Schließ­lich schei­tern beide, der mate­ri­ell aus­ge­rich­tete skru­pel­lose Bligh und der eher mora­li­sche Chris­tian, der auch ero­ti­schen Aben­teu­ern in der Fremde nicht abge­neigt ist.

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