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Milan Peschel

Milan Peschel wurde 1968 in Ost-Berlin gebo­ren und begann seine Kar­riere als Thea­ter­tisch­ler an der Deut­schen Staats­oper und Büh­nen­tech­ni­ker an der Ber­li­ner Volks­bühne, bevor von 1991 bis 1995 an der renom­mier­ten Hoch­schule für Schau­spiel­kunst Ernst Busch stu­dierte. Von 1997 bis 2008 war Milan Peschel fes­tes Ensemble-Mitglied der Volks­bühne am Rosa Luxem­burg Platz unter der Inten­danz von Frank Castorf.

Er spielt auch heute noch dort, zuletzt in der umju­bel­ten Tchechov-Inszenierung Nach Mos­kau! Nach Mos­kau! Dane­ben hat er sich jedoch auch längst als aus­ge­zeich­ne­ter Film– und Fern­seh­schau­spie­ler einen Namen gemacht.

 

Für Furore sorgte Peschel gleich in sei­ner ers­ten Kino­haupt­rolle in Robert Thal­heims Debüt­film Netto (2005). Das Drama wurde auf der Ber­li­nale gezeigt und brachte ihm prompt eine Nomi­nie­rung für den Deut­schen Film­preis als Bes­ter Haupt­dar­stel­ler ein.

 

Es folgte u.a. Haupt­rol­len in Tho­mas Imbachs expe­ri­men­tel­ler Georg-Büchner-Adaption Lenz (2006); Pepe Pla­nit­zers lako­ni­schem Berlinale-Beitrag Alle­Alle (2007); Hans Wein­gar­ters Medi­en­sa­tire Free Rai­ner – Dein Fern­se­her lügt (2007) mit Moritz Bleib­treu; und eine köst­li­che Per­for­mance als Dorf­trot­tel in Det­lev Bucks Kin­der­film Hände weg von Mis­sis­sippi (2007) nach dem Best­sel­ler von Cor­ne­lia Funke. In Sebas­tian Schip­pers freier Adap­tion von Goe­thes „Wahl­ver­wandt­schaf­ten“ Mitte Ende August (2008) begeis­terte Peschel gemein­sam mit Marie Bäu­mer als Paar in der Beziehungskrise.

 

Zu sei­nen jüngs­ten Kino­fil­men Matti Geschon­necks melan­cho­lisch humor­vol­les DDR-Drama Box­ha­ge­ner Platz (2010) nach dem gleich­na­mi­gen Best­sel­ler von Tors­ten Schulz, sowie Oskar Roeh­lers viel dis­ku­tier­tes Melo­dram Jud Süß – Film ohne Gewis­sen (2010), in dem Peschel den Schau­spie­ler Wer­ner Krauss ver­kör­perte. Im Fern­se­hen war Milan Peschel in den letz­ten Jah­ren regel­mä­ßi­ger Gast im Tat­ort, zuletzt in der Auf­se­hen erre­gen­den, Genre spren­gen­den Epi­sode „Weil sie böse sind“ (2009), zusam­men mit Mat­thias Schweig­hö­fer als unge­wöhn­li­ches Ver­bre­cher­paar. Für ihre groß­ar­ti­gen schau­spie­le­ri­schen Leis­tun­gen erhiel­ten beide soeben den Hes­si­schen Filmpreis.

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