Ohne Limit Kritik & Meinung
Jeder kennt das Gefühl, dass er doch mal in Schwung kommen müsste und einfach mal mehr aus sich herausholen sollte. Gar kein Problem, zumindest laut Regisseur Neil Burger. Denn laut ihm muss man sich nur eine Pille einwerfen und schon nutz man 100% seines Gehirns und hat ungeahnte Fähigkeiten und eine unersättliche Energie/Motivation. Diese Ausgangslage nutzt er für seinen neuesten Streifen „Ohne Limit“.
Story / Inhalt
Eddie arbeitet seit einer Ewigkeit erfolgslos an seinem neuen Roman.
Ständig versucht er sich zu motivieren etwas zu machen, doch nach kurzer Zeit landet er wieder in der Kneipe.
Eines Tages trifft er auf seinen Exschwager Vernon, der ihm eine Kostprobe des experimentellen Medikaments NZT gibt. Nach kurzem Zögern lässt er sich darauf ein. Sein Gehirn arbeitet auf einmal auf Hochtouren und er kann sich an jede noch so kleine Information erinnern und schreibt die ersten 90 Seiten seines Buches in weniger als einer Stunde.
Als er sich von Vernon Nachschub holen will, wird dieser ermordet, doch Eddie findet das Geheimversteck von Vernon.
Er schafft es in 4 Tagen sein Buch zu Ende zu schreiben und lernt innerhalb von 3 Tagen Klavierspielen und mehrere Fremdsprachen. Auch der Aktienmarkt scheint wie ein offenes Buch für ihn zu sein und er wird dadurch schwer reich. Doch leider hat jede Medaille auch seine Schattenseite, was Eddie auch schnell zu spüren bekommt.
Meinung zum Film
Die berauschende Wirkung der Droge NZT vermittelt Burger durch satte Farben, schnelle Schnitte und treibende Musik sobald Eddie die Pille eingeworfen hat. Wenn er die Pille nicht genommen hat, wirken die Farben sehr verblasst und alles ist irgendwie etwas träge und langsam. Dieser Kontrast ist Burger sehr gut gelungen und wird durch heutige Blu-Ray Technik noch einmal kräftig unterstützt.
Burger erlaubt sich noch einen kleinen Trick, um das Ganze nochmal zu unterstreichen. Denn sobald Eddie seine Pille eingeworfen hat, bekommt er auf einmal strahlend blaue Augen, die sonst eher rot und verquollen wirken.
Rein ästhetisch ist „Ohne Limit“ ein echter Lifestyle-Thriller, in dem mehrere Dinge oft gleichzeitig ablaufen und rasend schnell passieren, um die Wirkung von NZT zu verdeutlichen. Dadurch hat der Zuschauer überhaupt keine Sekunde Zeit um Langeweile aufkommen zu lassen. Denn „Ohne Limit“ schafft es ab der ersten Pille, den Zuschauer mitzureißen und in einen regelrechten Speedrasuch zu versetzen.
Leider kommt dadurch die Auseinandersetzung mit den einzelnen Charakteren etwas zu kurz. An dieser Stelle hätte Burger durchaus noch Potenzial gehabt, denn mit Bradley Cooper hatte er einen echten Glücksgriff gelandet und ich bin mir sicher, dass er noch mehr aus seiner Rolle hätte machen können, wenn er die Chance dazu bekommen hätte.
Auch die Dramaturgie bleibt etwas auf der Strecke und so werden einzelnen Verschwörungen, die sich im Hintergrund abspielen, mehr oder minder beiläufig aufgelöst.
Fazit
Mit „Ohne Limit“ legt Neil Burger einen rasanten Thriller vor, der in keiner Sekunde langweilig wird.
von Steffen Müller
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Soundtrack
Schauspieler
Bradley Cooper
als Eddie MorraRobert De Niro
als Carl Van LoonAbbie Cornish
als LindyAndrew Howard
als GennadyAnna Friel
als MelissaJohnny Whitworth
als VernonRobert John Burke
als Pierce


















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