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Paris je t’aime Kritik & Meinung

Kurz­film­kom­pi­la­ti­ons sind so eine Sache. Meist rasen die ein­zel­nen Teile an einem vor­bei und kaum hat man sich in die Geschichte hin­ein­ver­setzt, ist sie auch schon wie­der vor­bei. Doch schafft „Paris, je t´aime“ es viel­leicht, die ein­zel­nen Sequen­zen zu einem per­fek­ten Gan­zen zusam­men zu set­zen?

Story / Inhalt

18 Film-Miniaturen aus einer ganz beson­de­ren Stadt. 21 Meis­ter­re­gis­seure aus aller Welt erzäh­len ihre ganz eige­nen, sehr per­sön­li­chen Geschich­ten aus und über Paris. Da fragt sich ein Mann gerade, warum er nicht die Liebe fürs Leben fin­det, als sie ihm plötz­lich buch­stäb­lich vor die Füße fällt. In einer Metro-Station wird ein ahnungs­lo­ser ame­ri­ka­ni­scher Tou­rist in die eifer­süch­ti­gen Spiel­chen eines schrä­gen Paa­res ver­wi­ckelt. Ein altern­des Ehe­paar ver­sucht, sein brach­lie­gen­des Sex­le­ben auf­zu­pep­pen. Auf dem Fried­hof Père Lachaise erwacht Oscar Wilde zum Leben und bewahrt einen Mann davor, den Feh­ler sei­nes Lebens zu bege­hen. Ein geschie­de­nes Paar ergeht sich im Bis­tro in Sar­kas­men, unter­des­sen wird ein blin­der jun­ger Mann von sei­ner Freun­din ver­las­sen. Und dann streu­nen auch noch Kif­fer, Vam­pire und chi­ne­si­sche Hair­sty­lis­tin­nen durch die Stadt.

Mei­nung zum Film

Meist bleibt bei Kurz­film­kom­pi­la­tio­nen ein unde­fi­nier­ba­rer Misch­masch aus Ein­drü­cken, Gefüh­len und Emo­tio­nen zurück, da man die gan­zen ein­zel­nen Ein­drü­cke, die die Regis­seure ver­su­chen zu über­mit­teln, gar nicht grei­fen kann und regel­recht davon über­flu­tet wird.

Paris, je t´aime“ wollte alles bes­ser machen und hat für die 18 Kurz­filme sagen­hafte 21 Regis­seure ver­pflich­tet, wobei sie alle durch­weg zur Spitze gehören.

Ihre Auf­gabe war es, dem Zuschauer einen mög­lichst viel­fäl­ti­gen Ein­druck über die Stadt der Liebe zu geben.  Doch lei­der ging auch die­ses Kon­zept nicht auf, denn viele Regis­seure blie­ben weit hin­ter ihrem nor­ma­len Niveau zurück und einige Kurz­filme waren so skur­ril, das sie gar nicht in das Kon­zept der ande­ren pass­ten. So ver­stehe ich bis heute nicht, was eine Lie­bes­ge­schichte mit einem Vam­pir darin zu suchen hatte. Hier blieb bei eini­gen Geschich­ten also die Frage: Was möchte uns der Regis­seur damit sagen?

Es gibt schon den ein oder ande­ren Kurz­film, der sehr gut gelun­gen ist, aber im Gro­ßen und Gan­zen ist die Kom­bi­na­tion der Kurz­filme nicht wirk­lich über­zeu­gend. Viel­leicht sollte man beim Schauen zwi­schen den ein­zel­nen Fil­men ein­fach mal eine Pause machen und so die ein­zel­nen Filme auf sich wir­ken las­sen. Doch wenn man sich alle hin­ter­ein­an­der anschaut ist es ein­fach zu viel.

Dabei hat „Paris je t’aime“ selbst bei der Beset­zung der ein­zel­nen Sequen­zen hoch­ka­rä­tige Schau­spie­ler zu bie­ten. So fin­den sich u.a. Schau­spiel­grö­ßen wie Nata­lie Port­man, Gér­ard Depar­dieu, Alex­an­der Payne, Eli­jah Wood, Wes Caven, Nick Nolte, Juli­ette Bino­che und Wil­liam Dafoe auf der Beset­zungs­liste wieder.

Fazit

„Paris, je t´aime“ ver­eint 18 Kurz­filme, wovon einige sehr gut und andere wie­der sehr schlecht sind. Lei­der beste­hen zwi­schen den ein­zel­nen Sequen­zen außer dem Thema „Paris – Stadt der Liebe“ keine Zusam­men­hänge. Dadurch ent­steht ein eher mit­tel­mä­ßi­ger Ein­druck der Kurz­film­kom­pi­la­tion über eine Weltmetropole.

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Eure Meinungen & Kommentare

  • Super Sauerbraten
    der junge bei 1:22 haha

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