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Paul und Virginie Kritik & Meinung

Seit dem Auf­kom­men des Pri­vat­fern­se­hens geht auch bei den von der All­ge­mein­heit sub­ven­tio­nier­ten Sen­dern oft Quote vor Qua­li­tät. Die bei­den Sys­teme haben sich beson­ders im Unter­hal­tungs­sek­tor auf einem rela­tiv nied­ri­gen Niveau ange­passt. Spar­ten­ka­näle wie arte, 3sat, Pho­enix oder Bay­ern alpha sind rühm­li­che öffentlich-rechtliche Aus­nah­men. Viele ver­mis­sen heute die einst so belieb­ten Fern­seh­spiele über his­to­ri­sche Ereig­nisse oder Wie­der­ho­lun­gen der legen­dä­ren Advents­vier­tei­ler mit ver­film­ter Abenteuerliteratur.

Einige DVD-Labels haben diese Markt­lü­cke erkannt und bie­ten Fern­seh­se­rien aus der „guten alten Zeit“ an. Im Ver­treib der AL!VE AG erscheint die Reihe „Fern­seh­ju­we­len“ mit älte­ren und neue­ren Fern­seh­se­rien, die kaum oder lange nicht mehr wie­der­holt wur­den. Durch ihre The­ma­tik, die dar­stel­le­ri­schen Leis­tun­gen oder ihre his­to­ri­sche Bedeu­tung haben sie es ver­dient, wie­der gese­hen zu wer­den. Zwei neue aus­län­di­sche Serien aus Frank­reich und den USA bie­ten zudem den Vor­teil, die Epi­so­den auch ein­mal mit den Ori­gi­nal­stim­men der Dar­stel­ler und nicht von Syn­chron­stim­men zu hören.

Die fran­zö­si­sche Aben­teu­er­se­rie „Paul und Vir­gi­nie“ war in den 1970ern ein gro­ßer TV-Erfolg in der Bun­des­re­pu­blik und der DDR und erscheint jetzt zum ers­ten Mal in digi­tal restau­rier­ter Fas­sung mit deut­scher Ton­spur auf DVD. Im Jahr 1726 bie­tet die fran­zö­si­sche Kolo­nie Mau­ri­tius Zuflucht für viele, die sich den stren­gen Geset­zen der Gesell­schaft ihres Hei­mat­lan­des ent­zo­gen haben. Unter ihnen sind die bei­den jun­gen Frauen Mar­gue­rite Duval (Sarah San­ders) und Sophie de la Tour (Michèle Grel­lier), die auf der Insel ein neues Leben begin­nen wol­len. Die bür­ger­li­che Mar­gue­rite Duval erwar­tet ein unehe­li­ches Kind von ihrem Gelieb­ten, einem Mann aus dem fran­zö­si­schen Hoch­adel, der sie wegen des Stan­des­un­ter­schie­des nicht hei­ra­ten konnte. Die Adlige Sophie dage­gen hat einen Bür­ger­li­chen gehei­ra­tet und wurde des­halb von ihrer ein­zi­gen Ver­wand­ten, einer Her­zo­gin, und der Pari­ser Gesell­schaft ver­sto­ßen. Bald nach ihrer Ankunft rafft das Fie­ber ihren Mann dahin und die schwan­gere Sophie ist auf sich allein gestellt. Die Kin­der der bei­den, Paul (Pierre-François Pis­to­rio) und Vir­gi­nie (Véro­ni­que Jan­not), wach­sen gemein­sam in dem fried­li­chen und para­die­si­schen „Tal des kla­ren Was­sers“ auf und ver­lie­ben sich eines Tages. Doch es gibt den Stan­des­un­ter­schied. Vir­gi­nies adlige Tante will, dass das Kind in Frank­reich ange­mes­sen erzo­gen und ver­hei­ra­tet wird und zwingt sie zurück nach Europa. Paul und Vir­gi­nie jedoch geben nicht so schnell auf und wol­len um ihre Liebe kämp­fen. Die Geschichte basiert auf tat­säch­li­chen Ereig­nis­sen, die Ber­nar­din de Saint Pierre 1789 im gleich­na­mi­gen Roman beschrieb. Das Werk wurde schnell zur Welt­li­te­ra­tur, beein­flusste die Kunst– und Thea­ter­ge­schichte und machte den Autor so berühmt und ange­se­hen, dass er am fran­zö­si­schen Hof als Haus­leh­rer ange­stellt wurde. Die Fern­seh­se­rie von 1974 (Regie: Pierre Gaspard-Huit) lief ab 1976 im regio­na­len Vor­abend­pro­gramm der ARD. Auf den 4 DVDs sind die ins­ge­samt 293 Minu­ten in sechs Teile mit je 48 Minu­ten Länge aufgeteilt.

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Eure Meinungen & Kommentare

  • Internette
    24.01.12 um 22:40 Uhr
    Antworten

    Er ist der beein­dru­ckendste Film mei­ner Kindertage


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