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Perrak Kritik & Meinung

Seit Ein­füh­rung des Pri­vat­fern­se­hens haben die gebüh­ren­fi­nan­zier­ten Sen­der in vie­len Berei­chen an Niveau ver­lo­ren. Anspruchs­volle Fern­seh­spiele, Mehr­tei­ler über his­to­ri­sche Ereig­nisse oder ver­filmte Welt­li­te­ra­tur, die in den 1970er und 80er Jah­ren für leere Straße sorg­ten, sind heute Man­gel­ware im Fern­seh­pro­gramm. Ledig­lich Spar­ten­sen­der wie eins­fes­ti­val, zdf.kultur, arte, 3sat oder Bay­ern alpha brin­gen gele­gent­lich Wie­der­ho­lun­gen von Fernsehklassikern.

Toch­ter­un­ter­neh­men der öffentlich-rechtlichen Sen­der wie Stu­dio Ham­burg oder ZDF Enter­pri­ses ver­trei­ben DVD-Reihen wie „Große Geschich­ten“ (ARD) oder „Fern­seh­ju­we­len“ (ZDF). Den­noch gibt es noch viele hoch­wer­tige Kino­filme, Fern­seh­se­rien oder –mehr­tei­ler, die weder wie­der­holt wur­den noch auf DVD erschie­nen sind.

Diese Lücke möchte die Firma Pidax fül­len. Sie bie­tet Rari­tä­ten von Film– und Fern­seh­klas­si­kern auf DVD an, die es lange nicht mehr zu sehen gab. Moderne Restau­rie­rungs­me­tho­den garan­tie­ren beste Bild– und Ton­qua­li­tät. Ein Vor­teil die­ses Labels ist seine Fle­xi­bi­li­tät, auch klei­nere Auf­la­gen zu pro­du­zie­ren. The­men­schwer­punkte bei Pidax sind Serien-Klassiker, Historien-Klassiker, Film-Klassiker sowie Jugend– und Kin­der­filme mit dem Schwer­punkt „Augs­bur­ger Pup­pen­kiste“. Nach Neu­er­schei­nun­gen mit älte­ren Fern­seh­fil­men und –serien, dar­un­ter Pater Brown mit Josef Mein­rad, Miss Molly Mill oder Hein­rich Heine, sind Filme erschie­nen, die von der Firma Kino­welt lizen­ziert sind, sich aus wirt­schaft­li­chen Grün­den jedoch nicht für eine Groß­se­ri­en­pro­duk­tion eig­nen. Es gibt ein Wie­der­se­hen mit vie­len renom­mier­ten Schau­spie­lern in sehr guten Fil­men, die es nie zuvor auf DVD gab. Viele Gen­res sind ver­tre­ten, von Aben­teuer über Drama, Krimi und Hei­mat­film bis zum klas­si­schen Theater.

Beste Kri­mi­un­ter­hal­tung garan­tiert Voh­rer mit „Perrak“ (1970) mit Host Tap­pert, Judy Win­ter, Erika Plu­har und Arthur Brauss. Die Story besticht durch die stim­mige Schil­de­rung der engen Ver­knüp­fun­gen zwi­schen unte­ren Schich­ten und gesell­schaft­li­cher Elite. Für Horst Tap­pert ist die Rolle eine Vor­stufe zu Ober­in­spek­tor Derrick.

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