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Russische Monumentalfilm-Action: „Admiral – Warrior. Hero. Legend.“

Ein Held der Sowjet­union hätte Admi­ral Alex­an­der Kolt­schak nie­mals wer­den kön­nen. Er war das genaue Gegen­teil. Män­ner, die gegen die Roten waren, wur­den von ihnen bis aufs Blut bekämpft und wenn mög­lich auch ver­nich­tet. Das klingt nach gro­ßem Kino…

Eine wahre Geschichte

1916 kämpft das rus­si­sche Zaren­reich im Ers­ten Welt­krieg gegen Deutsch­land und gleich­zei­tig ums eigene Über­le­ben. Die Bevöl­ke­rung lei­det, es herr­schen Hun­ger und Erschöp­fung. Die Revo­lu­tion lässt sich nicht auf­hal­ten. Im Okto­ber 1917 über­neh­men die von Lenin geführ­ten Bol­sche­wiki in St. Peters­burg die Macht. Viele zaren­treue Offi­ziere orga­ni­sie­ren sich als Weiße Gar­den gegen die Roten und ein blu­ti­ger Bür­ger­krieg nimmt sei­nen Lauf. Wer nicht für die Roten ist, muss ent­we­der schnells­tens das Land ver­las­sen oder um sein Leben kämpfen.

Admi­ral Kolt­schak hätte gehen kön­nen, doch er ent­schied sich für das Gegen­teil. Er blieb und kämpfte. Das machte ihn zum Hel­den der Weiß­gar­dis­ten und zum größ­ten Feind der Roten Armee. Drei Fron­ten taten sich auf. Im Süden Russ­lands kämpfte die Armee Gene­ral Denikins, im Nord­wes­ten ope­rierte Gene­ral Jude­n­i­tsch und im Wes­ten Sibi­ri­ens zog Admi­ral Kolt­schak alle Regis­ter, um dem Sie­ges­zug der Roten ein Ende zu berei­ten. Doch die hef­ti­gen Schlach­ten und die gewal­tige Größe des Lan­des for­der­ten nach 3 Jah­ren des Kamp­fes ihren Tri­but. Kolt­schak wurde mehr und mehr iso­liert, ver­ra­ten und schließ­lich in Irkutsk fest­ge­setzt. Die Wei­ßen muss­ten sich am Ende den Roten geschla­gen geben, doch das ist eine andere Geschichte.

Zeit für einen neuen alten Helden

Die Ver­fil­mung von Kolt­schaks Geschichte „Admi­ral – War­rior. Hero. Legend.“ wurde zum bedeu­tends­ten rus­si­schen Film­pro­jekt der ver­gan­ge­nen 25 Jahre und zum ers­ten rus­si­schen Monu­men­tal­film seit “Krieg und Frie­den” aus dem Jahr 1968. Das Leben von Admi­ral Kolt­schak hat dabei einen kom­plett ande­ren Hin­ter­grund und offen­bart einen ganz ande­ren Blick auf die Geschichte. Zu Sowjet­zei­ten wäre Kolt­schak ein Böse­wicht gewe­sen – heute wird rus­si­sche Geschichte mit der tra­gi­schen Liebe zwi­schen Kolt­schak und Anna Timir­jewa sowie jeder Menge Action zu einer packen­den Story ver­knüpft. Der Film avan­cierte in Russ­land zum Mega­er­folg. An den Kino­kas­sen rollte der Rubel und der „Admi­ral“ spielte seine Kos­ten in kür­zes­ter Zeit wie­der ein.

Das Bud­get des Films betrug stolze 20 Mil­lio­nen US-Dollar, was für Hol­ly­wood ein Klacks aber in Russ­land ein Rekord ist. Ins­ge­samt 241 Dreh­tage stan­den am Schluss der Pro­duk­tion zu Buche. Mehr als 1500 Men­schen arbei­te­ten an dem Pro­jekt, für das mehr als 1700 auf­wen­dige Kos­tüme her­ge­stellt wur­den. Gedreht wurde dabei an Ori­gi­nal­schau­plät­zen. So ent­stan­den die rea­lis­ti­schen Sze­nen an der Ost­see unter ande­rem in Wyborg an der fin­ni­schen Grenze. Im von dort 4000 Kilo­me­ter ent­fern­ten Irkutsk wur­den die beein­dru­cken­den Bil­der aus Sibi­rien pro­du­ziert. Akri­bisch wurde bis ins kleinste Detail gear­bei­tet und so ver­gin­gen vom ers­ten Dreh­buch­ent­wurf bis zur Film­pre­miere ganze 5 Jahre. Es dau­erte allein ein Jahr, um die Haupt­dar­stel­ler zu cas­ten. Kon­stan­tin Cha­ben­ski ver­brachte anschlie­ßend über einen Monat auf dem Schlacht­kreu­zer „Peter der Große“, dem Flagg­schiff der rus­si­schen Nord­meer­flotte, um die Rolle des Mari­ne­of­fi­ziers Kolt­schak per­fekt ein­zu­stu­die­ren. Auch die Sze­nen an Land wur­den meis­ter­haft insze­niert: So sehen die Schlach­ten in Sibi­rien nicht nur extrem echt aus, sie wur­den auch unter extre­men Bedin­gun­gen gedreht. Zum Teil wirk­ten –30° Cel­sius auf das Film­team und die Tech­nik ein. Die Stim­mung am Set war wahr­lich eisig – der rea­lis­ti­sche Look des Films hat dadurch aber beträcht­lich gewonnen.

Alle Hebel wur­den für den „Admi­ral“ in Bewe­gung gesetzt. Sogar ein ehe­ma­li­ges sowje­ti­sches Natio­nal­denk­mal, der Pan­zer­kreu­zer „Aurora“, spielt eine Rolle im Film und wurde als Original-Kulisse ver­wen­det. Heute kann man das Schiff frisch reno­viert im Hafen von St. Peters­burg besich­ti­gen. Oder ein­fach „Admi­ral – War­rior. Hero. Legend.” ab dem 26. Novem­ber beim DVD– und Blu-ray-Händler des Ver­trau­ens erwer­ben und das ganz große Action­kino im Home Cinema erleben.

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