Freitag, 3. September 2010

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Pandorum

Von: Yatiker Yildiz - Datum: 26. Oktober 2009

Was passiert, wenn die Menschheit ihr Glück überstrapaziert hat? Wenn durch Ausbeutung und Ignoranz die Rohstoffreserven verbraucht sind, die Umweltverschmutzung astronomische Ausmaße angenommen hat, und durch Überbevölkerung nicht mehr genug Nahrung vorhanden ist?
Genau vor so einer Frage steht die Welt am Anfang von „Pandorum“. Eine letzte Chance bietet sich, als der erdähnliche Planet Talis entdeckt wird, wo die Menschheit von vorn beginnen könnte.

Die beiden Astronauten Bower (Ben Foster) und Payton (Dennis Quaid) wachen auf einem Raumfrachter auf, ohne Orientierung und ohne Erinnerung. Sie erkennen bald, dass sie zur Boardcrew der Elysium gehören, das sich auf dem Weg nach Talis befand. Gleichzeitig bemerken sie, dass die Energieversorgung des Transporters gestört ist und komplett zu versagen droht. Also begibt sich Bower auf eine düstere Odyssee quer durch das Unbekannte, angeleitet von seinem Kommandeur Payton, um sie alle zu retten. Doch er bemerkt schnell, dass er nicht allein ist in den unendlichen, dunklen Gängen. Ekelhafte und grausame Kreaturen leben hier, die nur eins kennen, jagen und fressen. Dass es sich bei ihrer Beute um Menschen handelt, erfährt Bowden fast am eigenen Leibe.

Auf seiner Reise schließen sich ihm zwei weitere Überlebende an, eine namenlose Frau (Antje Traue) und ein kampferprobter Siedler (Cung Le), gemeinsam kämpfen sie sich durch die Eingeweide des Schiffs, immer auf der Flucht vor den unmenschlichen Jägern, die ihnen auf den Fersen sind.
Während dessen bemerkt Payton bei sich eine Veränderung. Er leidet unter Halluzinationen, Schweißausbrüchen und Zitteranfällen. Als er ein weiteres Besatzungsmitglied aus den Schächten ziehen kann, glaubt er an neue Informationen zu kommen, doch was er erfährt, bringt seine Welt aus dem Gleichgewicht.

Die Kameraführung erzeugt während des gesamten Film den Effekt auf der Augenhöhe der Zuschauer zu sein. Die Finsternis in den unendlichen Gängen des Schiffs wirkt auf den Zuschauer genauso verstörend wie auf die Hauptakteure selbst.

„Pandorum“ ist ein Science-Fiction/Horrorgemisch, der ersten Klasse, wobei zwar der Actionanteil überwiegt, was der Spannung jedoch nicht wesentlich schadet. Während er noch eine Hommage an vergangene Größen wie etwa Alien, Event Horizon und 28 Weeks Later darstellt, wirkt er doch eher wie eine Collage denn eine Kopie. Mit einem Fundus an neuen Ideen gespickt, die sich erst im Laufe der Zeit entfalten, entstand ein wahres Kunstwerk, das den Betrachter auch noch nach dem Abspann beschäftigt. Rasante Action, klassische Horroreffekte, eine gut durchdachte Story und ein überraschendes Ende machen diesen Film zu einem Kinoerlebnis, auf das Science-Fiction Fans schon lange gewartet haben.

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Kategorie: Horror, Science Fiction


1 Kommentar

  1. Beebee sagt am 27. Oktober 2009 um 09:52

    Toll geschrieben, Yatiker. Du hast mich so neugierig gemacht, dass ich mir Pandorum schnellstens anschauen werde. Möchte mehr von dir lesen!!

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