“Der Weltraum – unendliche Weiten…”. So begann 1966 die Sci-Fi Serie “Star Trek” – bei uns eher bekannt als “Raumschiff Enterprise” – die auf ihren Weg durch das Universum “neue Welten entdeckt und dabei in Galaxien vorstößt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat”. Eingefleischte Fans der Kult-Serie können diesen Prolog meistens mitsprechen. Nach sechs Star Trek Filmen mit der Crew um Captain Kirk (William Shatner), wobei nicht alle Filme glänzen konnten, wartete man lange, ob und wann man nochmal die Orginalmannschaft der Enterprise auf der Kinoleinwand zu sehen bekommen würde.
Endlich 2009, brachte J.J. Abrams einen Film zustande, der neue wie alte Fans der besten Weltallserie aller Zeiten begeistern konnte. Eine komplett neue, junge Mannschaft um Chris Pine (fantastischer Nachfolger William Shatners als James T. Kirk) tritt in die Fußstapfen der legendären Crew an Bord der Enterprise, und steht ihr in schauspielerischer Hinsicht in nichts nach.
Als Mr. Spock brilliert der schon aus der Heroes-Staffel bekannte Zachery Quinto, der nicht nur das Gebaren Leonard Nimoys perfekt beherrscht, sondern ihm auch auf eine fast unheimlich Art ähnlich sieht. Nach eigenen Worten hat er versucht sich möglichst detailgetreu an dem schauspielerischen Können seines Vorgängers zu orientieren, wobei er zudem auch auf direkte Hilfe Nimoys am Set zurück greifen konnte, da dieser selbst eine Rolle in dem Film spielt (womit natürlich in erster Linie die alten Fans bei Laune gehalten werden sollten, letztendlich aber dem Film eine unglaubliche Authentizität verliehen wurde).
Als Pille alias Dr. McCoy (in der Originalserie DeForest Kelley) steht Karl Urban vor der Kamera, auch bekannt als Eomer aus dem 2. und 3. Teil der “Herr der Ringe”- Trilogie. Er setzt den Charakter des allseits zynischen und leicht paranoiden Arztes so gut um, dass man wahrhaft glauben könnte, er hätte vor 40 Jahren schon auf der Brücke der Enterprise gestanden.
Auch die Rollen der schönen Uhura (Zoe Saldana, “Avatar”), deren Rolle 1966 als erste schwarze Frau in einer Serie für Diskussionen sorgte (damals gespielt von Nichelle Nichols), die des Raumschiffpiloten Sulu (John Cho) und des akzentträchtigen russischen Raumflottenoffiziers Chekov (Anton Yelchin, Terminator 2009) sind großartig besetzt.
J.J. Abrams versammelte ein Team von Experten und Trekkers um sich, um die große Fangemeinde der Serie und der Filme nicht zu enttäuschen. Man legte großen Wert auf Details in Maske, Special Effects und Story. Um eine Möglichkeit zu finden, neue Elemente in alte Strukturen mit einzubringen, verwendete man das Storyelement des “Aus-Der-Zukunft-Zurückgekehrten”, der das Raum-Zeit-Kontinuum verändert, und somit eine parallele Zukunft schafft. Diese Aufgabe kommt Eric Bana zu, der als romulanischer Kapitän eines Raumfrachters einen Rachefeldzug beginnt. Allerdings hat man manchmal den Eindruck, dass seine Rolle einzig diesem Zwecke dient, und damit leider etwas zu kurz kommt, was bei einem so guten Schaupieler wie Bana zu bedauern ist.
Doch unabhängig davon ist es ein unglaublicher Film mit tollen Special Effects, witzigen Dialogen und einem tollen Cast, der beim Dreh vermutlich viel Spaß gehabt hat. Ein Muss für alte Trekker und eine fantastische Kinoerfahrung für alle Nicht-Trekker.
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1 Kommentar
Entweder Du magst Star Trek oder du magst es nicht, mal so nebenbei reinkucken und Spaß haben ist nicht. Ich kann mich für die Star Trek Reihe einfach nicht begeistern obwohl ich generell Sci Fi Movies mag, aber um wirklich auf seine Kosten zu kommen muß man schon Fan dieser Reihe sein, ansonsten sitzt man da und versteht in weiten Teilen nur Bahnhof. Sorry, ist leider nichts für mich, vielleicht auch ein wenig zu anspruchsvoll ?
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