Filme.Kino.DVD
Kinofilmer bei Twitter Kinofilmer bei Twitter

SHANGHAI Kritik & Meinung

Wenn man eine Doku über Pearl Habor sieht, kommt man meist nicht wirk­lich drum herum, auch an Sze­nen mit Ben Aff­leck aus dem gleich­na­mi­gen Film zu den­ken. Der schwe­di­sche Regis­seur Mikaël Haf­ström beschäf­tigt sich jetzt in sei­nem neu­es­ten Werk „Shang­hai” eben­falls mit den Gescheh­nis­sen um den japa­ni­schen Fliegerangriff.

Story / Inhalt

Die alte chi­ne­si­sche Metro­pole Shang­hai 1941 – eine Woche vor dem Angriff auf Pearl Har­bor. Der ame­ri­ka­ni­sche Geheim­agent Paul Soa­mes (John Cusack) ist gerade in der Stadt ange­kom­men, um den Mord an sei­nem bes­ten Freund auf­zu­klä­ren. Prompt fin­det er sich in einem Netz von Ver­schwö­rung und Lügen, das die ganze Stadt zu über­de­cken scheint. Bei sei­nen Nach­for­schun­gen nimmt er den cha­ris­ma­ti­schen chi­ne­si­schen Gangs­ter Anthony Lan-Ting (Chow Yun-Fat) und des­sen schöne Frau Anna (Gong Li) ins Faden­kreuz, wird aber gleich­zei­tig von dem japa­ni­schen Geheim­dienst­of­fi­zier Tan­aka (Ken Watan­abe) beschat­tet. Es dau­ert nicht lange, und Soa­mes und Anna fin­den sich in einer Affäre wie­der, die sie alles ris­kie­ren lässt.

Mei­nung zum Film

Im Spio­na­ge­thril­ler „Shang­hai” wird der Brenn­punkt der Gescheh­nisse fern von der auf­ge­bla­se­nen Pyrotechnik-Gala von „Pearl Habor“ nach China ver­la­gert. Dabei legt Haf­ström sei­nen Schwer­punkt auf die poli­ti­schen Gescheh­nisse anstatt auf die mili­tä­ri­schen Ereignisse.

Visu­ell ist „Shang­hai” sehr gut auf­ge­ar­bei­tet. Der Detail­grad ist sehr beein­dru­ckend. Und so fühlt man sich schnell in die Zeit Shang­hais der 1940er ver­setzt. Und das obwohl der Film sei­nen Schwer­punkt nicht in die Dar­stel­lung der dama­li­gen Zeit legt, son­dern den poli­ti­schen Wan­del Ame­ri­kas vom Beob­ach­ter zum akti­ven Teil­neh­mer (???). Die­ser Wan­del spie­gelt sich im Ver­hal­ten des Haupt­prot­ago­nis­ten wie­der, der im Laufe der Story immer mehr eine aktive Rolle ein­nimmt und sich somit immer mehr in die poli­ti­schen Abgründe Shang­hais ver­stickt. Dabei will Haf­ström aber kein poli­ti­sches State­ment abge­ben, denn die poli­ti­schen Ereig­nisse wer­den schnell durch die Span­nung des Films überschwemmt.

Ein­zige Kri­tik die man Haf­ström vor­wer­fen kann ist, dass er sich zu sehr an alt­be­kann­ten Kli­schees bedient und zu wenig Neues in den Film ein­ge­bracht hat. Ein paar eigene Ideen hät­ten „Shang­hai” etwas mehr Fri­sche ver­lie­hen, was dem Film auch durch­aus gut getan hätte.

Schau­spie­le­risch war­tet der Film mit eini­gen Grö­ßen wie Chow Yun-Fat, Franka Potente und David Morse  auf, die alle­samt unter Beweis stel­len, warum sie zu sol­chen Grö­ßen gehö­ren. Ein­zi­ges Manko an die­ser Stelle ist aus­ge­rech­net Haupt­dar­stel­ler John Cusack, dem man die Rolle des Spi­ons irgend­wie nicht rich­tig abkau­fen will. Dazu kommt noch, dass seine Syn­chron­stimme irgend­wie nicht ganz pas­send ist. Dadurch ver­liert der Film lei­der etwas an Glaubwürdigkeit.

Fazit

„Shang­hai” ist ein soli­der Spio­na­ge­film, dem aber ein paar eigene Ideen und etwas mehr Enga­ge­ment sei­tens John Cusack durch­aus gut getan hätte.

von

Shopping

Eure Meinungen & Kommentare

  • neotokyomedia
    Looks good

Wie findest Du den Film "SHANGHAI"? Wir freuen uns auf Deine Meinung!

?
DU