Shelter Kritik & Meinung
Wie kaum ein anderes Genre eignet sich der Horrorfilm dazu, Kritik an der Moral einzelner Altersgruppen, religiöser Gruppen oder ganzer Gesellschaften zu üben. Dabei ist es egal– ob es sich um Gothic-Horror, Slasher-Kino oder japanische Geister-Filme handelt. Meist werden die Akteure für Schandtatden, die sie vollbracht haben, bestraft. Doch Kinder für fehlenden Glauben an Gott ins Visier der Strafe zu ziehen ist neu.
Story / Inhalt
Die Psychiaterin Cara (Julianne Moore) ist Expertin für “multiple Persönlichkeitsstörungen”. Ihre Autorität auf dem Gebiet hat sie schon als Gutachterin in zahlreichen Gerichtsprozessen bewiesen. Ihre Kompetenz besteht vor allem darin, die Existenz dieser Störung zu widerlegen. Dann lernt sie Adam (Jonathan Rhys Meyers) kennen. Ihr wissenschaftlicher Ansatz bringt Cara hier an die Grenzen des Erklärbaren, denn Adams “multiple Persönlichkeiten” sind allzu real: Allesamt sind sie Opfer brutaler Morde geworden. Cara beginnt Nachforschungen über die Mordopfer anzustellen und mit jedem Detail, das sie herausfindet, erscheint der Fall sonderbarer. Die schockierendste Entdeckung macht Cara allerdings in einem abgelegenen Bergdorf: Hier stößt sie auf einen uralten Kult, der nicht nur ihre Überzeugungen als Wissenschaftlerin in Frage stellt, sondern auch ihren Glauben zutiefst erschüttert …
Meinung zum Film
Die Regisseure hinter „Shelter“ versuchen mit all ihren Kräften dem abstrusen Skript von Michale Cooney die entsprechende Atmosphäre zu verleihen. Doch trotz aller Bemühungen und Starbesetzung mit Julian Moore, schaffen sie es nicht den Film als Psycho-Thilelr darzustellen und somit wandelt er sich nach kurzer Zeit mehr in einen Okkult-Film.
Michael Cooney schneidet sehr interessante Themen in „Shelter” an, schafft es aber leider nicht sie zum Abschluss zu bringen und opfert sie viel mehr für kleinere Effekte. So findet beispielsweiseder Wandel von Cara, vom reinen Glauben in Richtung okkulten Glauben viel zu schlagartig statt und hätte besser ausgearbeitet werden können.
Spätestens nach der Entdeckung von Caras Bruder (Nathan Corddry), mutiert der Film von einem erstklassiken Psycho-Thriller zu einem Genre-Wirrwar.
Da konnte dann leider auch nicht mehr Julianne Moore weiter helfen. Ihre Rolle ist viel zu flach gestrickt und lässt ihr keine wirkliche Chance ihr schauspielerisches Talent unter Beweis zu stellen. Ledeglich Jonathan Rhys-Meyer schafft es seinen Alter Ego auf eine brillante Art und Weise darzustellen.
Fazit
„Shelter“ startet als erstklassiger Psycho-Thriller, entwickelt sich aber schnell in einen lächerlichen Okkultfilm.
von Steffen Müller
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Soundtrack
Schauspieler
Julianne Moore
als Cara HardingJonathan Rhys Meyers
als David / Adam / WesleyJeffrey DeMunn
als Dr. HardingFrances Conroy
als Mrs. Bernburg-
William Kania
als Grave Digger

















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