Sherlock Holmes Kritik & Meinung
London im viktorianische England. Ein Mann hetzt über einen steinernen Innenhof. Er muss dringend in das große Gebäude vor ihm, doch jemand bewacht den Eingang. In Bruchteilen von Sekunden geht er in logischen Schritten durch, wie er den Gegner unschädlich machen kann: Schlag gegen den Kopf — Bruch des Jochbeins; dann Kick gegen die Kniescheibe — Bruch des Knies usw. Nachdem der Film in seinem Kopf abgespult ist, setzt er ihn in die Tat um, mit dem Erfolg, nun einen freien Zugang zu dem Gebäude zu haben, um in allerletzter Sekunde eine Jungfrau vor ihrem sicheren Tod zu bewahren.
Dieser Mann ist niemand anderes als Sherlock Holmes (brillant: Robert Downey Jr.). Zugegeben ein etwas anderer Holmes als man aus den Büchern von Arthur Conan Doyle, und sogar ein etwas anderer als man aus den zahlreichen Fernsehfilmen kennt. Es ist ein Holmes unserer Zeit: cool, kampferfahren, lässig. Und ein Produkt des bekannten Regisseurs Guy Ritchie. Obwohl dieser somit einen modernen Superhelden erschaffen hat, erkennt man hinter all den Äußerlichkeiten trotzdem den literarischen Holmes, einen labilen, logischen, leicht depressiven Meisterdetektiv. Sein Gehirn baut die komplexen Zusammenhänge des Falles wie ein Puzzle zusammen und seinem Scharfblick entgeht nicht die kleinste Kleinigkeit.
Story / Inhalt
Holmes lebt, wie auch aus den Büchern bekannt, mit seinem Partner und besten Freund Dr. John Watson (super: Jude Law) zusammen, mit dem er in der Vergangenheit schon eine Vielzahl von Fällen gelöst hat und der die Bessenheit seines Freundes an geheimnisvollen Fällen teilt. Watson steht kurz vor der Heirat mit der lieblichen Mary Morstan (Kelly Reilly) und somit steht auch die Männerwohngemeinschaft kurz vor ihrem Ende, was dem Meisterdetektiv natürlich gar nicht gefällt. Da kommt Holmes der geheimnisvolle Fall des Lord Blackwood (unheimlich: Mark Strong), aus dessen Händen er die unschuldige Jungfrau befreit hat, gerade recht um sich von seinen häuslichen Sorgen abzulenken. Lord Blackwood erwartet wegen seiner Verbrechen der Tod durch den Strang, doch kurz vor seinem Tod prophezeit er Holmes eine unfassbare Katastrophe für die Stadt London und seine Bewohner. Holmes scheint davon wenig beeindruckt, auch davon, dass Lord Blackwood angeblich mit dunklen Mächten in Verbindung steht, und wieder auferstehen wird. Als jedoch einige Tage nach dessen Hinrichtung das Grab aufgebrochen aufgefunden wird, und die Leiche verschwunden ist, merkt Holmes, dass anscheinend doch mehr hinter der ganzen Sache steckt, als zunächst vermutet.
Holmes überredet Watson dazu, sich ein allerletztes Mal mit ihm in ein Abenteuer zu stürzen, um den mysteriösen Fall aufzuklären. Was folgt, trägt definitiv die Handschrift Guy Ritchies: rasante Verfolgungsjagden, unheimliche Gestalten, schnelle Schnitte, Slapstickeinlagen und unglaubliche Einblicke über und in die Gassen Londons. Bis zum Showdown auf der gerade gebauten London Bridge müssen Holmes und Watson nicht nur gegen einen unheimlichen Gegner kämpfen, der mit dem Teufel im Bunde zu stehen scheint, sondern auch gegen Geheimgesellschaften und eine in allen Dingen hilflose Polizei in Gestalt des unfähigen Inspector Lestrades (Eddie Marsan), der die Ermittlungen immer wieder aufhält.
Meinung zum Film
Was für ein Spaß! Auch wenn es anfangs unwahrscheinlich wahr, dass ausgerechnet Guy Ritchie der Richtige für die Neuverfilmung der Story des bekanntesten Meisterdetektives der Welt sein würde, ist ihm ein Meisterwerk gelungen, über das noch lange geredet werden wird. Besonders die Übersetzung der logischen Vorgänge in Holmes Kopf in bewegte Bilder ist eine wahre Augenfreude. Natürlich spielt die sagenhafte Besetzung eine erhebliche Rolle für diesen Erfolg. Downey Jr. und Law hat es anscheinend so viel Spaß gemacht in die Rollen des berühmten Gespanns zu schlüpfen, dass es fast unmöglich scheint, dass dieser Spaß sich nicht auch auf die Zuschauer überträgt. Die beiden ergänzen sich so gut, dass man nur hoffen kann, dass eine Fortsetzung folgen wird. Conan Doyle wäre stolz auf diese Interpretation seiner Figuren. Zwischen Boxkämpfen, lustigen Dialogen, rasanten Verfolgungsjagden und überraschenden Wendungen vergeht die Zeit auf dem Kinositz so schnell, dass man am Ende fast traurig darüber ist, die Helden verlassen zu müssen.
Fazit
Super Besetzung, tolle Story,super Special Effects, gewagte Schnitte, fantastische Kameraführung und ein Regisseur, der immer noch für Überraschungen sorgen kann, machen diesen Film zu einem der besten seiner Kategorie. Ein „must see“ erster Klasse!
von Yatiker Yildiz
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Soundtrack
Schauspieler
Robert Downey Jr
als Sherlock Holmes
Rachel McAdams
als Irene Adler
Jude Law
als Dr. John Watson
Mark Strong
als Lord Blackwood
Kelly Reilly
als Mary
Eddie Marsan
als Inspector Lestrade
Geraldine James
als Mrs. Hudson


















Klasse Film und zurecht eine Empfehlung wert ! Tolle Bilder,tolle Darsteller, spannende Geschichte !
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