Skyline Kritik & Meinung
Die Brüder Colin und Greg Strause, welche bisher eher selten als Regisseure auftraten, dafür aber sehr erfolgreich als Spezialisten für Spezialeffekte in Erscheinung getreten sind (Avatar, 2012), haben sich mit Skyline ein Projekt zur Brust genommen, welches sich mit Produktionskosten in Höhe von 10 Millionen US-Dollar für ein solches Film-Genre eher in Grenzen hält. Dafür hielten sich die Kritiken über diesen Film bislang nicht in Grenzen und auch die Effekte sollten Neues zu bieten haben.
Story / Inhalt
Nach einer durchzechten Nacht in einer Nobelwohnung in Los Angeles, liegen noch einige Partygäste im „Koma“ als plötzlich die Erde bebt und Jarrod, Elaine und ihre Freunde von einem mysteriösen blauen Licht geweckt werden. Relativ schnell ist allen klar, dass es sich hierbei um eine sehr gefährliche Erscheinung handelt, denn die Menschen werden scheinbar wie Motten von diesem blauen Licht angezogen. Erschreckender Weise kommt noch hinzu, dass die Menschen nicht nur vom Blau angezogen sondern scheinbar auch noch von diesem verschlungen werden.
Letztendlich müssen sich alle Beteiligten der Tatsache stellen, dass es sich um eine Invasion von Außerirdischen handelt welche den Menschen offensichtlich nicht wohlgesonnen sind. Was also tun?
Die Freunde beschließen sich in der Wohnung zu verstecken um auf Hilfe zu warten. Doch schnell wird klar, dass sie sich selbst helfen müssen und das geht wahrscheinlich nur, wenn man die Wohnung verlässt und sich nach draußen wagt, wo das Unheil schon sehnsüchtig auf sie wartet.
Meinung zum Film
Skyline ist einer der Filme, dessen Trailer einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, wenn man ein Fan von Spezialeffekten ist. Doch schaut man sich die ersten 15 Minuten des Filmes an, trocknet der Mund schnell wieder aus und das Wasser bahnt sich nun seinen Weg Richtung Augen. Nicht weil die Handlung so traurig ist, sondern die Story absolut nichts Neues zu bieten hat, die Schauspieler wie Laien wirken und Skyline am Ende nichts anderes ist, als ein paar nett anzuschauende Effekte, die sich ohne Frage sehenlassen können, doch am Ende ebenfalls nichts Neues zu bieten haben.
Wer Spielbergs Film „Krieg der Welten“ gesehen hat, wird schnell das Gefühl bekommen, dass die Brüder Strause diesen Film unzählige Male gesehen haben müssen, denn es wirkt teilweise wie kopiert. Auch Independence Day und Cloverfield scheinen daneben noch Beachtung gefunden zu haben und auch die Aliens, deren Ziele zwar oberflächlich jedem klar sein sollten, haben partout nichts Neues zu bieten. Hinzu kommt noch, dass einem einfach viel zu wenig erklärt wird und man sich scheinbar darauf verlässt, dass der Kino– oder Sofabesucher sich damit zufrieden gibt, dass der Sound nett anzuhören ist und die Effekte gut gemacht wurden.
Doch stellt sich mir die Frage: Was passiert da draußen, während die Party-Fraktion sich in der Wohnung versteckt hält und einem die üblichen Stereotypen präsentiert werden? Denn während Jarrod (Eric Balfour) eher der Typ ist, der stets versucht besonnen zu agieren, ist sein Kumpel Terry (Donald Faison) der coole Draufgänger mit einer Pistole im Haus, der es nicht sein lassen kann, hinauf aufs Dach zu rennen um sich genau anzuschauen, was da draußen vor sich geht.
Dann hätten wir da noch Jarrods Freundin Elaine (Scottie Thompson), welche wohl hauptsächlich bezaubernd auszusehen hat, während sie krampfhaft versucht das tapfere Mädchen von neben an zu sein, welches jeder von uns gerne beschützen würde.
Hinzu kommen noch Candice (Brittany Daniel), welche die hysterisch versnobte Freundin von Terry ist und der dominant wirkende Hausmeister Oliver (David Zayas), der scheinbar als einziger Erwachsener diesem Teenie-Science-Fiction-Debakel eine gewisse Reife schenken soll.
Neben einer im Prinzip nicht vorhandenen Story, Schauspielern, die man höchstens in der ein oder anderen Serie ertragen kann, dafür aber mit tollen Spezialeffekten, fehlt einem der Sinn und die Idee zum Film, denn scheinbar haben die Macher sich nicht die größten Gedanken darüber gemacht wie ihre Charaktere auf den Zuschauer wirken. Nicht mal die Aliens wirken interessant. Zwar will man, dass das Mysterium um deren Aussehen und Motive gelüftet wird, aber selbst danach ist man nicht aus den Socken gehauen worden. Außerdem wirkt das meiste aus anderen Filmen zusammengeschustert, als hätte man sich ein Gemälde geklaut, dieses dann mit anderen Farben als denen des Originals ausgemalt und in einen komplett neuen Rahmen gesetzt und – schwuppdiwupp – fertig ist der Abklatsch.
Wenn man dann noch hört, dass die Strause-Brüder ein Sequel von Skyline drehen wollen und dieses mit einem Budget aus eigener Tasche, kann man eigentlich nur hoffen, dass sie dafür keinen Herausgeber finden, was jedoch unwahrscheinlich ist, wenn man bedenkt, dass der Film bereits über 50 Millionen US-Dollar eingespielt hat. Nicht schlecht, betrachtet man das Ausgabeverhalten der Macher. Rund 500.000 US-Dollar wurden für die reine Produktion geopfert. Das heißt, davon wurden die Dreharbeiten und die Schauspieler finanziert. Der Rest (9,5 Millionen US-Dollar) ging für die animierten Bildgewalten über den Tisch.
Fazit
Stumpfer geht’s nimmer. Man lernt auf der Leinwand Menschen kennen, die einem recht gleichgültig sind und erfährt nichts über irgendwas. Dafür bekommt man mit wirklich tollen Effekten brutal um die Ohren gehauen, dass die Aliens kommen und nun mal eben die Welt zerstören werden. Spannung keimt nur zu Beginn des Filmes kurz auf, verdampft dann aber im Nichts und man wartet vergeblich darauf, dass man vor Spannung vergisst die Popcorn-Tüte weiter zu verspeisen.
Wer den Film nur wegen seiner Spezialeffekte sehen will, kann das gerne tun. Wer ihn sich jedoch nebenbei noch als Unterhaltung an einem langweiligen Abend gönnen möchte, sollte sich lieber zweimal überlegen, ob er sich das antun möchte.
von Dennis Gerwien
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Soundtrack
Schauspieler
Eric Balfour
als JarrodScottie Thompson
als ElaineDavid Zayas
als OliverDonald Faison
als TerryBrittany Daniel
als CandiceCrystal Reed
als DeniseNeil Hopkins
als RayJ. Paul Boehmer
als ColinTanya Newbould
als JenPam Levin
als CindyPhet Mahathongdy
als MandyTony Black
als Derek












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man braucht gar nicht erst an das schlanke budget denken, denn auch ohne dieses handycap mit in die bewertung zu nehmen ist skyline ein hervorragend gelungener film. die regisseure überließen nichts dem zufall. die effekte sind sauber, teils atembereaubend, der spannungsbogen ist bis ins detail getaktet, die charactere werden sehr gut eingeführt, so dass man immer schön mitleidet, wenn das 10-kleine-negerlein-spiel beginnt. der film ist nie langweilig, teilweise haut es einen um, z.B. wenn immer wieder ein neuer, noch abgefahrener alien für terror sorgt. das beste ist die glaubwürdig gespielte lovestory, die im fantastischen herrlich ironischen finale ihr romantisches ende findet und das herz eines jeden cineasten höher schlagen lässt. nicht zuletzt haben wir das dem tollen cast zu verdanken. alles in allen ein sehr guter, unterhaltsamer, mutiger science fiction-reißer! toll! jeder, der was anderes behauptet, sollte sich diesen knaller nochmal genau angucken.
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