Source Code Kritik & Meinung
Der Regisseur Duncan Jones veröffentlicht mit dem Titel Source Code, seinen zweiten Film, nachdem er mit „Moon“ sein erfolgreiches Debüt feierte. Dieses Mal ist es jedoch keine One-Man-Show, wie in „Moon“. Die Thematik ist eine andere, doch die Abstraktheit ist auch im Film Source Code enthalten.
Jake Gyllenhaal (Brokeback Mountain, Prince of Persia: Der Sand der Zeit) verkörpert die Hauptrolle in diesem Film, dessen Trailer zwar mit dem einen oder anderen Effekt punkten konnte, dann doch aber irgendwie schwach daher kam. Umso interessanter dürfte das endgültige Ergebnis sein.
Story / Inhalt
Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) wird in einem Zugwaggon wach und kann sich nicht daran erinnern, wie er hier her gekommen ist, war er doch eben noch als Kampfpilot der US-Armee im Einsatz. Ihm gegenüber sitzt die hübsche Christina (Michelle Monaghan), die ihn anlächelt und ihm etwas über ihre Zukunft erzählt. Doch in ihren Augen sitzt dort nicht Colter Stevens, sondern Sean Fentress. Als Colter kurze Zeit später auf die Toilette rennt, entdeckt er, dass das Spiegelbild nicht das Bild ist, welches er erwartet hat. Denn dort sieht er eine ihm komplett fremde Person. Kurz darauf explodiert der Zug und Colter müsste eigentlich tot sein, doch stattdessen erwacht er in einem dunklen Raum, der einer Kapsel ähnelt und in der er scheinbar von Regierungsmitgliedern beobachtet wird.
Kurz darauf findet er heraus, dass er auf einer geheimen Mission ist. Er soll herausfinden, wer der Attentäter von dem bereits geschehenen Anschlag auf den Zug ist, um eventuell folgende Attentate zu verhindern.
Nachdem Colter sich mit seiner Situation arrangiert hat, will er mehr. Er will nicht nur den Attentäter finden, sondern das Attentat komplett verhindern. Doch das ist im Source Code nicht möglich.
Meinung zum Film
In letzter Zeit standen hinter starken Trailern schwache Filme. Diesesmal ist es etwas anders. „Source Code“ ist kein Meisterwerk, er ist auch kein Film zum Nachdenken, Nachschwelgen oder zum Lachen. Stattdessen ist es ein Film, bei dem man zu Beginn der Meinung ist, man kennt das Ende bereits jetzt, bis man dann irgendwann feststellt, dass man in den bisher geschauten 45 Minuten schon vier Mal seine Vermutung zum weiteren Verlauf und zum Ende des Filmes revidiert hat, um sich eines besseren belehren zu lassen.
Wie schon zuvor mit dem Film „Moon“ hat Duncan Jones hier einen weiteren unberechenbaren Film kreiert, der seine Stärken nicht in den Schauspielern findet oder in der tiefgründigen Geschichte, die nicht tiefgründig ist, sondern stattdessen mit seiner Wandlungsfähigkeit imponiert. Ist man zu Beginn auf dem gleichen Wissensstand wie Colter, meint man schnell zu wissen, wo die Geschichte hingehen wird, um kurze Zeit später einen neuen Weg einschlagen zu müssen, was den Zuschauer durchaus bei der Stange hält und einen dazu veranlasst der Geschichte aufmerksam zu folgen.
Wer die Serie „Zurück in die Vergangenheit“ (Quantum Leap) kennt, wird zu Beginn direkt Parallelen ziehen, sogar ohne das Wissen, dass Scott Bakula, der Hauptdarsteller der genannten Serie, den Vater von Colter spielt. Zudem könnte man auch noch eine gewisse Ähnlichkeit zum Film „Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit“ mit Denzel Washington erkennen, was jedoch am Ende wieder verschwimmt und den Film nur zu Beginn wie einen Abklatsch wirken lässt. Kurze Zeit später hat sich „Source Code“ seine Daseinsberechtigung zu einem eigenständigen Film erarbeitet.
Die Schauspieler machen ihre Sache zwar akzeptabel, doch wirken sie zu jeder Zeit austauschbar und wenig gefordert. Michelle Monaghan lächelt sich, bis auf einige Ausnahmen, durch den kompletten Film, was sie zwar wirklich bezaubernd hinbekommt, ihr hervorragend steht, den Charakter Christina sympathisch macht und man gerne auf Stopp drücken möchte, um sich dieses Engelsgesicht in die Pupille brennen zu lassen, doch wirkt sie dadurch auch genauso uninteressant, weil sie ohne Ecken und Kanten durch die 93 Minuten des Filmes wandert.
Jake Gyllenhaal hat schon öfters bewiesen, dass er der Schauspielerei mächtig ist, doch geht sein Können in diesem Film etwas unter. Der innere Konflikt seines Charakters verschwindet im Sog der Handlung und die zum Ende hin aufkommende Geschwindigkeit lässt keinen Raum für eine Entfaltung seines Charakters. Auch die Nebenrollen hätten ausgetauscht werden können, vielleicht sogar inmitten des Filmes, ohne dass man es wirklich gemerkt hätte.
Die angesprochenen 93 Spielminuten reichen völlig aus und beschwören kein langes Ziehen der Handlung herauf, bei der man sich irgendwann fragt, wann das Ganze endlich zu Ende geht. Apropos „Ende“. Ohne zu viel zu verraten wird es sicherlich für jeden das Ende sein, mit dem man nicht rechnet.
Fazit
Der Film präsentiert sich mit einem Trailer, der einem weniger verspricht als einem am Ende geboten wird. Die Schauspieler werden durch den Verlauf des Filmes zwar immer wieder in ihrem Können gebremst was einem jedoch nicht sonderlich auffällt, weil man damit beschäftigt ist, den Verlauf der Story zu erraten, um dann festzustellen, dass man mal wieder mit seiner Vermutung daneben lag und die Geschichte einen anderen Verlauf nimmt. Die ist im Übrigen nicht sonderlich spektakulär, da sie sich an Themen von Serien und Filmen bedient, um daraus eine eigenständige Thematik zu machen, was sie zwar unspektakulär daherkommen lässt, aber dafür ständig mit neuen Wendungen überzeugt.
Ein netter Film, dem man ruhig erlauben darf sich zu präsentieren, hat er doch mehr zu bieten als eine mit Talent besetzte Hauptrolle, bildhübsche Nebenrolle und einer guten Idee, die immer wieder aufblitzt und in der Regel auch gut umgesetzt worden ist.
von Dennis Gerwien
TweetShopping
![Source Code [Blu-ray]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51tX8v4TbOL._SL500_.jpg)



![Kiss & Kill [Blu-ray]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/518nAuWd8nL._SL500_.jpg)
![Duncan Jones Edition - Steelbook [Blu-ray]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/61IOJb5tbDL._SL500_.jpg)
![Oskar und die Dame in Rosa [Blu-ray]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sBDyq%2B6lL._SL500_.jpg)
![Source Code [DVD]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/61b1NGNlYDL._SL500_.jpg)
![OPTIMUM RELEASING Source Code [BLU-RAY]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/618EtlyoP2L._SL500_.jpg)
![Source code ; moon, la face cachée [Blu-ray] [FR Import]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51llmCyy%2BxL._SL500_.jpg)
Eure Meinungen & Kommentare
Wertung
Leser-Wertung
Infos
Links
Und Dein Link?
Verlinke diese Seite in Deinem Source Code Beitrag und wir verlinken Deinen Beitrag hier.
Soundtrack
Schauspieler
Jake Gyllenhaal
als Colter StevensMichelle Monaghan
als Christina WarrenVera Farmiga
als Colleen GoodwinRussell Peters
als Max DenoffJoe Cobden
als Le technicien du laboratoireMichael Arden
als Derek FrostJeffrey Wright
als Le docteur RutledgeCas Anvar
als HazmiCraig Thomas (II)
als Un cadre de Gold WatchGordon Masten
als ContrôleurAlbert Kwan
als Type à la canette

























Wie findest Du den Film "Source Code"? Wir freuen uns auf Deine Meinung!