Spurlos : Die Entführung der Alice Creed Kritik & Meinung
„Die Entführung der Alice Creed“ ist das Regiedebüt von J Blakeson. Doch schafft er es mit einer sehr knappen Story, den Zuschauer zu überraschen und in seinen Bann zu ziehen oder ist der Film wieder nur so ein null acht fünfzehn Briten-Film?
Story / Inhalt
Alice Creed steht Todesängste aus, als sie plötzlich in einen Lieferwagen gezerrt wird. Man verschleppt sie in eine Wohnung außerhalb der Stadt, wo sie zwei maskierte Männer an ein Bett fesseln.
Sie schneiden ihr die Kleider herunter und machen Fotos von der nackten, verängstigten jungen Frau.
Die Bilder werden mit einer Lösegeldforderung im E-Mail-Postfach ihres Daddys landen. Doch Alice wäre nicht die Tochter eines der reichsten Industriebosse des Landes, wenn sie nicht innerlich auf ein solches Kidnapping vorbereitet wäre …
Was zuerst wie ein geradliniger Kidnapping-Thriller aussieht, wird dank des raffinierten Drehbuchs schnell zu einem wendungsreichen Gefecht zwischen Opfer und Entführern, bei dem bis zur letzten dramatischen Sekunde offen bleibt, wer mit dem Leben und der Beute davon kommen wird.
Meinung zum Film
J. Blakeson konzentriert sich größtenteils auf einen einzigen Raum. Wie bereits im Film „Lösegeld“ versucht auch er den Geiselthriller neu zu erfinden und entscheidet sich für ein sehr minimalistisches Konzept. Der Film wirkt regelrecht indieartig, da er im ganzen Film vielleicht 4 oder 5 Spielorte verwendet.
Blakeson, der auch das Drehbuch geschrieben hat. verzichtet bei seiner Darstellung komplett auf Polizei oder Verwandte des Opfers. Er beschränkt sich komplett auf die Sicht von Opfer und Tätern. Somit ist der Film ein Drei-Personen-Stück, das jede Menge schauspielerische Leistungen von den Akteuren abverlangt.
Durch dieses Konzept wirkt der Film sehr beklemmend und der Zuschauer bekommt am eigenen Leibe zu spüren, wie die Geisel sich doch fühlen muss.
Auch die Leistung, die Blakeson von seinen 3 Akteuren abverlangt wird voll und ganz erfüllt und teilweise sogar noch übertroffen. Wäre dies nicht der Fall, wäre der Film ein kompletter Reinfall geworden. Denn es wird komplett auf Special Effekts oder sonstiges schmückendes Beiwerk verzichtet, die gegebenenfalls von der schlechten Leistung hätten ablenken können.
Als Schlussakt, wenn der Zuschauer denkt, er wüsste bereits haargenau was passiert, hat sich Blakeson noch etwas Geschicktes einfallen lassen, um den Zuschauer noch einmal zu überraschen und ihm eine spannungsgeladene letzte Sclussszene zu präsentieren.
Fazit
„Spurlos – Die Entführung der Alice Creed „ ist zwar sehr minimalistisch gehalten, schafft es aber trotzdem den Zuschauer in seine Bann zu ziehen.
von Steffen Müller
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Soundtrack
Schauspieler
Gemma Arterton
Eddie Marsan
















Ich versuche verzweifelt das Lied vom ende des films zu finden, dass im auto läuft, wenn alice mit dem geld wegfährt. Weiß jemand wie es heißt?
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