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Stahlharte Schwedenthriller: Was die Krimis aus dem hohen Norden so einzigartig macht (EASY MONEY — Kinostart: 15. September 2011)

Ob die Mankell-Reihe oder die Stieg-Larsson-Trilogie – Ver­fil­mun­gen von skan­di­na­vi­schen Kri­mi­nal­ge­schich­ten erfreuen sich seit Jah­ren gro­ßer Beliebt­heit. Im Action-Thriller „Easy Money“ (Kino­start: 15.09.2011), basie­rend auf dem inter­na­tio­na­len Besteller-Roman von Jens Lapi­dus, kreu­zen sich die Wege dreier Men­schen in der kri­mi­nel­len Unter­welt Stock­holms, in der nur Geld und Macht zäh­len. Doch was macht die Kri­mis aus dem hohen Nor­den eigent­lich so einzigartig?

 

Düs­tere Atmosphäre

Wäh­rend in deut­schen Kri­mis span­nungs­ge­la­dene Hand­lun­gen oft mit humor­vol­len Zwi­schen­sze­nen auf­ge­lo­ckert wer­den, leben skan­di­na­vi­sche Thril­ler von einer kal­ten, bei­nahe fros­ti­gen Atmo­sphäre, die sich meist über den gan­zen Film legt. Dies zeigt sich einer­seits in dem Por­trä­tie­ren von trost­lo­sen, men­schen­lee­ren Land­schaf­ten und zwie­lich­ti­gen Gestal­ten, als auch in der Dar­stel­lung einer undurch­schau­ba­ren gro­tes­ken und bru­ta­len Welt.

 

Fra­gile Persönlichkeiten

Die Thril­ler aus dem Nor­den leben von ihren ein­zig­ar­ti­gen Cha­rak­te­ren. Ob Ehe-, Kar­riere– oder Alko­hol­pro­bleme, – oft lei­den die Figu­ren an der eige­nen Exis­tenz, dem Job und dem Leben. Das schwe­di­sche Kino zeich­net keine makel­lo­sen Hel­den, son­dern harte, kan­tige Gestal­ten, die mit den Wider­sprü­chen des Daseins genauso zurecht­kom­men müs­sen wie alle ande­ren auch.

 

Sozial-und Gesell­schafts­kri­tik

Skan­di­na­vi­sche Kri­mis neh­men häu­fig soziale Miss­stände ins Visier, schre­cken weder vor kri­ti­schen Bot­schaf­ten noch vor Tabu­brü­chen zurück. Dabei wird der Zuschauer meist hin­ein­ge­zo­gen in Ver­bre­cher­kreise und Rotlicht-Milieus, wird Zeuge von Kor­rup­tion, Men­schen­han­del und ande­ren kri­mi­nel­len Ver­stri­ckun­gen, die nicht sel­ten von der Unter­welt bis in Regie­rungs­kreise rei­chen. Mit ihrer unver­blüm­ten Bild­spra­che prä­sen­tie­ren die Thril­ler ein Schwe­den, dass mit dem ver­schla­fe­nen Post­kar­ten­idyll der Rei­se­pro­spekte nicht viel gemein hat.

 

Gefühle tabu

Gefühls­re­gun­gen wer­den in skan­di­na­vi­schen Thril­lern unter­drückt. Die Figu­ren sind stets ein wenig unter­kühlt und ver­hal­ten sich sehr hand­lungs­ori­en­tiert. Eine hollywood-reife Lie­bes­be­kun­dung, bevor der Prot­ago­nist den nächs­ten Geg­ner abknallt, fin­det man in den Fil­men aus dem Nor­den nur sel­ten. Hier paa­ren sich eher staub­tro­ckene Dia­loge mit knall­har­ten Action-Szenen und Gewalt­ex­zes­sen. Für Emo­tio­nen bleibt da wenig Raum.

 

In dem scho­nungs­los rea­lis­ti­schen Schweden-Action-Thriller „Easy Money“ dreht sich alles um drei knall­harte Kri­mi­nelle, die sich nach einem bes­se­ren Leben für sich und ihr Umfeld seh­nen. Wer einen ein­zig­ar­ti­gen Action-Trip durch Stock­holms Unter­welt wagen möchte, sollte ab dem 15.09.2011 ins Kino gehen und sich mit den Gangs­tern JW, Mrado und Jorge auf die Jagd nach dem leicht ver­dien­ten Geld begeben.

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