THE GUARD Kritik & Meinung
Mit „Brügge sehen… und sterben?” hat Guy-Ritchie bewiesen, dass sich ein weitgehend unbekannter Film zu einem echten Kultfilm entwickeln kann, wenn man nur genügend Eigenideen und Konzepte unterbringt. Sein Bruder versucht anscheinend mit seinem neuesten Film „The Guard” ein ähnliches Konzept, doch wird ihm dies auch gelingen?
Story / Inhalt
Gerry Boyle ist Polizist in einem kleinen Nest an der irischen Westküste. Er hat einen eigenartigen Sinn für Humor, eine Vorliebe für Prostituierte und eine Mutter, die im Sterben liegt.
Kurz gesagt, Gerry Boyle hat einfach zu viel um die Ohren, um sich auch noch um den geheimnisvollen Toten Gedanken zu machen, der in der Ferienwohnung gefunden wurde. Ganz anders sein neuer Assistent Aidan, dem die Chancen, die so ein Gewaltverbrechen bietet, vollkommen den Kopf zu verdrehen scheinen. Die Tage der beschaulichen Ruhe sind dahin, als der FBI-Agent Wendell Everett auftaucht. Er berichtet von einem Drogentransport, der 500 Millionen Dollar wert sein soll. In den nächsten Tagen wird die heiße Fracht den Küstenstreifen erreichen. Alle sind alarmiert, und um Gerry Boyles geregelte Tagesabläufe ist es endgültig geschehen. Auf den Fahndungsfotos, die Everett herumzeigt, erkennt er sofort den Toten aus dem Ferienhaus. Kurz darauf versucht eine Prostituierte, den gestressten Kleinstadtpolizisten zu erpressen. Als dann noch die Drogendealer versuchen, ihn zu kaufen, was ihnen zuvor schon bei allen anderen Kollegen im Ort gelungen ist, erkennt der aufrechte Gerry Boyle, dass er die Dinge selbst in die Hand nehmen muss. Der Einzige, dem er dabei noch vertrauen kann, ist ausgerechnet FBI-Agent Everett. Für einen westirischen Kleinstadtpolizisten ist das der denkbar schwierigste Partner.
Meinung zum Film
Dass man auch mit einem normalen oder geringem Budget einen sehr guten Film auf die Beine stellen kann, hat Guy-Ritchie mit seinem Film “Brügge sehen… und sterben?” unter Beweis gestellt.
Nun überzeugt auch sein Bruder John Michael McDonag in seinem neusten Film „The Guard” das Publikum und das ohne Hollywood-Budget in der Hinterhand.
Die Filme verzichten komplett auf computeranimierte Actionszenen oder rasante Verfolgungsjagden. Doch wie kann man dann heute noch das Publikum so begeistern, das ein Film zu einem „must see“ wird.
Man muss genau das Bieten, was „The Guard” und “Brügge sehen… und sterben?” haben. Einen individuellen Stil gepaart mit einer erstklassigen Story und sehr guten Schauspielern.
Das Merkmal von „The Guard“ ist eine mit Augenzwinkern leicht parodistische Haltung, die aber dennoch ihre Ernsthaftigkeit nicht verliert. John Michael McDonag beweist, dass er genau das richtige Gespür dafür hat, wie viel Komik eine Story verträgt, ohne ihre Schwere zu verlieren.
Dies spiegelt sich vor allem in den Wortgefechte zwischen Gleeson und Cheadle wieder. Cheadle ist immer versucht, serios zu wirken, während Gleeson mit antiamerikanischen Vorurteilen, offenem Rassismus und dummen Fragen über die Ermittlungsmethoden der CIA nervt. Diese Szenen sind das Herzstück des Filmes. Sie sind auf der einen Seite ir( r)e komisch, ziehen den Film aber nicht ins Lächerliche.
Brendan Gleeson spielt den Hauptcharakter des Filmes und man bekommt das Gefühl, als wenn er für die Rolle geboren wäre, denn selten erlebt man, dass ein Schauspieler so gut in seine Rolle passt. Es ist fast als wäre der Film um ihn herum entstanden, denn das Tempo des Films passt sich perfekt an seine Person an. Und so wirken die anderen Schauspieler wie Don Cheadle oder Liam Cunningham neben ihm total belanglos für den Film, obwohl sie auch einen wichtigen Beitrag leisten und ebenfalls einen sehr guten Job machen.
Doch das ist noch nicht genug, denn John Michael McDonag versteckt in seinem Film auch noch den ein oder anderen Schmunzler. Wenn bspw. die Gangster Gespräche über Nietzsches „Antichrist” vom Zaun brechen, kann man einfach nicht anders als Schmunzeln.
Mit seinem Werk beweist McDonag, dass es nicht auf das Budget ankommt sondern, dass es darum geht, welche Ideen man in seinem Film umsetzt und wie kreativ man dabei ist.
Fazit
McDonag ist mit „The Guard” ein erstklassiger Film gelungen, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
von Steffen Müller
TweetShopping

![The Guard - Ein Ire sieht schwarz [Blu-ray]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51RJCm0p8JL._SL500_.jpg)

![Des Lebens bittere Süße - Box 1: Die Emma Harte Story (Fernsehjuwelen) [3 DVDs]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51N9kHnPU9L._SL500_.jpg)

![Des Lebens bittere Süße - Box 2: Bewahrt den Traum (Fernsehjuwelen) [2 DVDs]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51oBiUAM1CL._SL500_.jpg)
![Fall 39 / Der Fluch Der Zwei Schwestern / Cloverfield [3 DVDs]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2BuYvUmtFL._SL500_.jpg)
![Der Fluch der 2 Schwestern [Blu-ray]](http://ecx.images-amazon.com/images/I/5174w1P1fhL._SL500_.jpg)


Eure Meinungen & Kommentare
Wertung
Leser-Wertung
Infos
Links
Und Dein Link?
Verlinke diese Seite in Deinem THE GUARD Beitrag und wir verlinken Deinen Beitrag hier.
Soundtrack
Schauspieler
Brendan Gleeson
als Sergeant Gerry BoyleDon Cheadle
als FBI agent Wendell EverettLiam Cunningham
als Francis SheehyKatarina Cas
als Gabriela McBride






















Wie findest Du den Film "THE GUARD"? Wir freuen uns auf Deine Meinung!