The Messenger — Die letzte Nachricht Kritik & Meinung
Wenn uns die Nachricht von getöteten Soldaten an der Front über Medienberichte erreicht, sind die meisten von uns nicht persönlich betroffen. Dies trifft nur auf die Angehörigen der Toten zu, die mit bangem Herzen hoffen, dass es nicht ihr Familienmitglied ist, von dem im Fernsehen die Rede ist. Sicherheit erhalten sie erst, wenn ein Fahrzeug der Armee vorfährt und ein Mitglied einer speziellen Einheit ihnen die traurige Nachricht überbringt.
Genau diese Soldaten, die jeden Tag mit der Trauer und der Wut der Zurückgebliebenen konfrontiert werden, bilden den Mittelpunkt in Oren Movermans fantastischem Regiedebüt „The Messengers“.
Story / Inhalt
Staff Sergeant Will Montgomery (Ben Foster) wird nach seiner Verwundung im Irak zurück nach Hause geschickt um dort seine verbleibende Dienstzeit in einer speziellen Einheit, der sogenannten „Casualty Notification“ zu absolvieren. Er soll dabei an der Seite von Captain Tony Stone (Woddy Harrelson) die Angehörigen von Armee-Soldaten über deren Tod unterrichten. Stone ist schon seit sehr langer Zeit dabei und absolviert diese Aufgabe mit einer sich selbst auferlegten Distanz und Gefühlskälte. Montogmery fällt der Job nicht leicht. Die Regeln der Überbringungszeremonie, z.B. keinen Körperkontakt mit den Angehörigen, neutrale Kommunikation und das schnelle Verschwinden nach Überbringung der Nachricht, belasten ihn. Auch wenn diese Regeln dafür da sind, sich und seinen Partner emotional zu schützen, begehrt er dagegen auf. Er lässt sich von seinem Mitgefühl leiten,missachtet die Professionalität dieses militärischen Protokolls zu Gunsten des Bedürfnisses nach menschlicher Nähe. Als er dann auch merkt, dass das Protokoll aus seinem Partner ein seelisches Wrack gemacht hat, versucht er ihn dazu zu bewegen, sich den Menschen zu öffnen und ihm die Sinnlosigkeit emotionaler Distanz bei diesem Job zu verdeutlichen.
Meinung zum Film
Oren Movermann befasst sich in seinem Film mit der Kehrseite des Krieges, der Situation an der „Heimatfront“. Die tiefe Charakterzeichnung der Protagonisten stachelt die Schauspieler Harrelson und Foster zu grandiosen Leistungen an. Harrelson, den man meistens nur aus Komödien wie „Surfer Dude“ (S.R. Bindler, 2008) und „Zombieland“ (Ruben Fleisch, 2009) kennt, übertrifft sich in seiner Rolle als gebrochener, alkoholsüchtiger Captain Stone selbst und zeigt, dass er zu weitaus mehr fähig ist, als immer nur die Spaßfigur im Film zu sein. Er und Foster agieren so natürlich miteinander, dass der Zuschauer sich persönlich von den Geschehnissen betroffen fühlen kann. Foster, der auch schon in „Pandorum“ (Christian Alvert, 2009) überzeugte, liefert erneut eine meisterhafte Leistung ab und wird nur noch von seinem Filmkollegen Harrelson übertroffen.
Die düstere Stimmung der Bilder im Film trägt zusätzlich dazu bei, dass die Distanz zum Zuschauer schwindet und die Story sich voll entwickeln kann.
Fazit
Fantastische Bilder, die eindruckvolle schauspielerische Leistung der beiden Hauptdarsteller und eine ergreifende Story machen diesen Film zu einem unglaublichen Filmerlebniss. Absolut sehenswert!
von Yatiker Yildiz
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Soundtrack
Schauspieler
Ben Foster
als Will Montgomery
Woody Harrelson
als Tony Stone
Jena Malone
als Kelly
Eamonn Walker
als Stuart Dorsett
Samantha Morton
als Olivia Pitterson
Steve Buscemi
als Dale Martin


















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