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The Resident Kritik & Meinung

Alljährlich ziehen in den USA drei Millionen alleinstehende Frauen in neue Wohnungen ein. Sie wissen nichts über ihre Vormieter, ihre neuen Vermieter und denken auch nicht daran, die Schlösser auszutauschen. Der finnische Regisseur Antti Jokinen hat aus einer solch vermeintlichen Alltagsgeschichte einen spannenden Psychothriller gemacht, den jetzt Constantin Film auf Blu-ray Disc und DVD herausbringt. Produziert wurde er von den Hammer Film Productions, die sich seit den 1930er Jahren auf das Horrorgenre („Frankenstein“, „Dracula“) spezialisiert haben.

So verwundert es nicht, dass Christopher Lee eine kleine Rolle bekam, denn er hat früher in vielen Filmen für diese Produktionsfirma mitgewirkt. Hauptdarstellerin ist die zweifache Oscar-Gewinnerin Hilary Swank („Boys don’t cry“, „Million Dollar Baby“). Sie spielt die Notfallärztin Dr. Juliet Devereau, die sich nach der Trennung von ihrem Freund Jack eine Wohnung in Brooklyn (New York) sucht, um ein neues Leben zu beginnen. In dieser sündhaft teuren Gegend findet sie ziemlich schnell ein geräumiges Appartement mit schönem Ausblick für „nur“ 3800 Dollar im Monat. Doch nichts ist umsonst im Leben, und so muss sie den angeblich niedrigen Mietpreis mit traumatischen Erlebnissen bezahlen, die ihr fast das Leben kosten.

Der anfangs anscheinend so nette Vermieter Max (Jeffrey Dean Morgan), der mit seinem Großvater August (Christopher Lee) im selben Haus wohnt, entpuppt sich bald als ein perverser Stalker. Heimlich beobachtet er Juliet in der Badewanne durch die Schlitze des Lüftungsschachts. Mit dem Zweitschlüssel kann er jederzeit unerkannt in die Wohnung gelangen. In Dialogen mit seinem Großvater erfährt man, dass Max aus schwierigen Familienverhältnissen stammt und sein Vater seine Mutter getötet hat.
Dass er zu normalen Beziehungen mit Frauen nicht fähig ist, sieht man bei anfänglichen Annäherungsversuchen bei Juliet. Als dann ihr Ex-Freund Jack (Lee Pace) in die Wohnung kommt und sie sich wieder versöhnen wollen, dreht Max vor Eifersucht völlig durch. Seinen vermeintlichen Rivalen Jack verfolgt er zunächst, später tötet er ihn.
Auch seinen Großvater hat er bereits mit einer Giftspritze ermordet.

Nachts schleicht er sich mehrmals in Juliets Schlafzimmer und verpasst ihr Spritzen mit starken Schlafmitteln. Was er in diesem Zustand alles mit ihr anfängt wird nicht detailliert gezeigt. Teilweise legt er sich unter ihr Bett. Juliet kann nur ahnen, was der Zuschauer schon weiß. Ungewöhnlich für sie verschläft sie öfters und kommt zu spät ins Krankenhaus zur Arbeit. Ihre Blutprobe bestätigt die Betäubungsmittel. Jetzt wird es für sie immer mehr zur Gewissheit, dass mit ihrem Vermieter etwas nicht stimmt. In der Wohnung lässt sie Überwachungskameras aufstellen. Doch auch das nützt nichts, denn immer wieder schafft es ihr Peiniger wieder in die Wohnung. In krankhafter Eifersucht wirft er ihr vor, ihn betrogen zu haben. Schließlich kommt es zu einem spannenden Kampf auf Leben und Tod, zunächst in der Wohnung. Später geht es in den Keller, wo Juliet die Leiche Jacks findet. Mit einer Nagelpistole, die noch von der Renovierung der Wohnung herumliegt, kann sie ihn schließlich zur Strecke bringen und das Katz-und-Maus-Spiel beenden.

Besonders Frauen wird es schaudern, wenn sie diese Geschichte sehen, die sich überall zutragen kann. Und nicht immer werden die Annäherungsversuche eines Stalkers so glimpflich ausgehen wie hier, wo sich die Protagonistin erfolgreich zu wehren weiß.
Dem Regisseur ist es gelungen, eine überschaubare Story, deren Verlauf leicht zu erahnen ist, dennoch spannend zu halten. Das gelingt vor allem durch standardisierte Splatter-Effekte, die von Hitchcock- und Horrorfilmen bekannt sind. Es ist verständlich, dass der Film aus Marketinggründen ziemlich auf die hübsche Hauptdarstellerin zugeschnitten ist. Dadurch wird der Zuschauer gemeinsam mit dem psychopathischen Vermieter selbst zu einem Voyeur.
Es wäre interessant gewesen, noch etwas mehr über den Täter, seine Herkunft und Motive zu erfahren. Aber dafür bleibt in 90 Minuten keine Zeit. Sieht man von den kurzen Auftritten des Großvaters und des Exfreundes ab, ist „The Resident“ ein Zweipersonenstück. Die Protagonisten überzeugen mit ihren Gefechten auf psychologischer und schließlich körperlicher Ebene. Leider gibt es keine Extras mit Interviews oder der Entstehung des Films. Die HD-Qualität der Blu-ray Disc lässt jedes Detail bei den nächtlichen Stadtaufnahmen oder im Gesicht der Darsteller erkennen.

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Eure Meinungen & Kommentare

  • The Bloody Birthday
    also bis jetzt kommt das mir so vor, als ob sie einen stalker hat... einen verdammt bösen stalker

  • verii182
    also das englisch wird man ja wohl grade noch verstehen! -.-

  • Mr187 H H
    wieso gibts kein deutschen???

  • Lauro Ligeti
    wiso steht da deutsch german in deinen tags? is ja net deutsch^^

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