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The Tourist Kritik & Meinung

In ähn­li­chen zeit­li­chen Abstän­den wie Fuß­ball­welt­meis­ter­schaf­ten gibt es in Deutsch­land Spiel­film­re­gis­seure zu fei­ern, die den Oscar gewin­nen. Nach Vol­ker Schlön­dorff 1980 und Caro­line Link 2003 holte Flo­rian Hen­ckel von Don­ners­marck 2007 mit „Das Leben der Ande­ren“ ein­mal wie­der die begehrte Tro­phäe ins Land mit einer gro­ßen Film­tra­di­tion. Einem Oscar-Gewinner öff­nen sich gewöhn­lich die Türen in Hol­ly­wood ziem­lich leicht. Die drei deut­schen Regis­seure haben die­ses Ange­bot unter­schied­lich angenommen.

Wäh­rend der fran­ko­phile Schlön­dorff und Link wei­ter­hin in Europa ihren krea­ti­ven Mit­tel­punkt sahen, ergriff Don­ners­marck, der mitt­ler­weile in Kali­for­nien einen Wohn­sitz hat, die Chance beim Schopf und durfte nach zwei Jah­ren krea­ti­ver Pause für sein ers­tes Hollywood-Projekt gleich zwei Super­stars einsetzen.

Für den Gangs­ter­thril­ler „The Tou­rist“, der bei Kino­welt als Blu-ray Disc und DVD erscheint, stan­den ihm Ange­lina Jolie und Johnny Depp zur Ver­fü­gung, die sich bei die­ser Gele­gen­heit zum ers­ten Mal begeg­ne­ten. Mit einem hollywood-typischen Auf­wand an Men­schen und Mate­rial blieb Don­ners­marck bei den Schau­plät­zen sei­nen euro­päi­schen Wur­zeln treu. Die Geschichte spielt in Paris und die längste Zeit in Vene­dig. Die Lagu­nen­stadt mit 50.000 Ein­woh­nern und jähr­lich 20 Mil­lio­nen Tou­ris­ten scheint den Film­ti­tel am bes­ten zu bestä­ti­gen. Außer­dem bie­tet Vene­dig mit sei­nen Kanä­len, Brü­cken und Paläs­ten, mit Glanz, aber auch düs­te­ren, eklig stin­ken­den Ecken eine ideale Kulisse für einen Thril­ler. Die ele­gante Mischung aus alter und neuer Welt braucht keine künst­li­chen Kulis­sen. So rei­chen diese ein­ma­lige Stim­mung, zwei Super­stars und eine ein­fa­che Story mit einem zeit­lo­sen Hin­ter­grund als Rezept für die­sen Film. Die Prot­ago­nis­ten kön­nen dabei ihre Stär­ken glän­zend aus­spie­len. Sie als Inbe­griff der ver­füh­re­ri­schen, eis­kal­ten Weib­lich­keit, er als nai­ver, unschul­di­ger Char­meur, der in die Falle tappt.

Der ame­ri­ka­ni­sche Mathe­ma­tik­leh­rer Frank (Johnny Depp) ist als Tou­rist in Europa und trifft im Zug von Paris nach Vene­dig die hüb­sche Elise (Ange­lina Jolie). In Vene­dig umgarnt sie ihn, aber nicht aus Liebe, son­dern weil er ihrem Freund Alex­an­der Pearce, einem gesuch­ten Mil­lio­nen­be­trü­ger, ähn­lich sieht. Frank wird dadurch unver­se­hens von Poli­zei, Geheim­diens­ten und rus­si­schen Kil­lern ver­folgt. Noch einige bekannte Gesich­ter sind zu sehen. Paul Bet­tany spielt den Poli­zei­be­am­ten Ache­son auf der Jagd nach dem Gangs­ter Alex­an­der Pearce. Der ehe­ma­lige James-Bond-Darsteller Timo­thy Dal­ton gibt erneut einen Agen­ten der bri­ti­schen Regie­rung, der aller­dings keine Ähn­lich­keit mit 007 hat. Als Chef­in­spek­tor Jones lei­tet er die Fahn­dung nach Alex­an­der Pearce. Ste­ven Ber­koff spielt den Schur­ken Shaw als eine Mischung aus Teu­fel, Char­meur und Gentleman.

Trotz der orga­ni­sa­to­ri­schen Her­aus­for­de­rung fühlte sich der Regis­seur von Vene­dig beseelt. Die Dreh­ar­bei­ten in die­ser Stadt mit vie­len Kanä­len und weni­gen Gas­sen waren ziem­lich kom­pli­ziert, weil man keine Autos ein­set­zen konnte. Neben Jolie und Depp sieht der Regis­seur Vene­dig und die exklu­si­ven Kos­tüme als die Haupt­dar­stel­ler. Denn der Gla­mour­fak­tor ist ganz ent­schei­dend, nicht nur bei der ver­füh­re­ri­schen Ange­lina Jolie. Für eine opu­lente Gala wurde die Scuola Grande della Mise­ri­cor­dia in einen Ball­saal ver­wan­delt. Hen­ckel von Don­ners­marck dachte dabei viel­leicht an die gran­diose Ball­szene in „Der Leo­pard“ vom eben­falls blau­blü­ti­gen Luchino Vis­conti, der auch „Tod in Vene­dig“ ver­filmt hat. 300 ita­lie­ni­schen Models und 22 pro­fes­sio­nelle Tanz­paare wir­ken dabei mit. Neben dem akku­ra­ten Design wurde dar­auf geach­tet, dass der Lip­pen­stift selbst bei der Sta­tis­tin in der drei­zehn­ten Reihe stimmt. Für Action­sze­nen auf den Kanä­len wäh­rend der Boots­ver­fol­gungs­jag­den muss­ten Son­der­ge­neh­mi­gun­gen ein­ge­holt wer­den. Die höl­zer­nen Pfähle als Fun­da­ment der Stadt könn­ten dadurch Scha­den neh­men. Wegen der vie­len schau­lus­ti­gen Tou­ris­ten wurde oft näch­te­lang am Set gear­bei­tet. Regis­seur Hen­ckel von Don­ners­marck über­ragte mit sei­nen 205 Zen­ti­me­tern nicht nur die gesamte Crew, auch seine Sprach­kennt­nisse kamen ihm mit fran­zö­si­schen, ita­lie­ni­schen, ame­ri­ka­ni­schen und rus­si­schen Mit­ar­bei­tern zugute. Auf­ge­wach­sen in Ber­lin, Brüs­sel und New York machte er einst in Sankt Peters­burg eine Aus­bil­dung als Rus­sisch­leh­rer, spä­ter noch einen Abschluss in Poli­tik­wis­sen­schaft, Phi­lo­so­phie und Volks­wirt­schafts­lehre an der Uni­ver­si­tät Oxford. Nach einem Prak­ti­kum bei Lord Richard Atten­bo­rough schrieb er sich an der Hoch­schule für Fern­se­hen und Film in Mün­chen für das Fach Spiel­film­re­gie ein. Nach dem Höhen­flug durch den Oscar-Gewinn ist er jetzt wie­der auf dem Boden gelan­det. „The Tou­rist“ bie­tet zwar zwei Welt­stars auf, Mach­art und Geschichte sind aber kon­ven­tio­nell. Es ist eben ein gro­ßer Unter­schied zwi­schen Qua­li­täts­kino wie „Das Leben der Ande­ren“ und Hollywood-Kommerzkino. In der Fuß­bal­ler­spra­che hat er mit dem Stasi-Film den Auf­stieg in die höchste Spiel­klasse geschafft. Sich hier zu hal­ten ist schwie­rig und eine stän­dige Her­aus­for­de­rung. Man darf gespannt sein, in wel­che Rich­tung seine künf­ti­gen Pro­jekte weisen.

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Eure Meinungen & Kommentare

  • Thex Petrovicx Kid
    GET FUCKED

  • Alcalol
    Ja hab ich schon wieder :D

  • kaputter Toaster
    also wenn ich das richtig verstanden habe gibt er nicht alles geld das er gestohlen hat zurück sondern nur die steuern die er dem staat schuldet und der teil ist deutlich kleiner abgesehen davon das das gestohlene geld auch noch zinsen abwirft

  • ajascheebist
    interessante Handlung, gutes Erzähltempo, genügend Action, etwas Witz dank Johhny Depp...aber dennoch frägt man sich zum Schluß des Films, warum der Protagonist, eig. das ganze Geld geklaut hat, wenn er es zum Schluß doch sowieso wieder zurückgibt......Also irgendwo fehlt die tiefe bzw. der Sinn in dem Film......

  • Never Die Alone1000
    oke die tatsache das dich ein 7monate alter kommentar von mir nervt ist erbärmlich für dich nicht für mich... Ich block dich keinel ust auf eine seitenlange diskussion die zu nix führt ;)

  • Ugyhogy
    erstens, woher nimmst du dumm oder kind??zweitens, wäre es dann wenigstens mal korrektes deutsch gewesen...genau das ist ja das problem...und dass der kommi 7 monate alt war, ändert nichts an der tatsache, dass er mich nervt...

  • Alcalol
    Scheisse, wie heiß das Lied noch von Muse. SHIT! Kann mir wer helfen :O`?

  • Never Die Alone1000
    wer ist hier auf den kopf gefallen? Du hast nix beseres zu tun als meinen 7monate alten kommentar zu kommentieren und mich als "dummes "kind dazustellen? Weil ich 3sätze in korrektem deutsch wiedergegeben habe und nicht mit französischem akzent? Ich hab bist jetzt mehr im leben erreicht als du es je erreichen wirst ;)

  • o O Grinsebacke Oo
    zwei weltklasse Schauspieler in einem Film - genial!

Wie findest Du den Film "The Tourist"? Wir freuen uns auf Deine Meinung!

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