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Thor Kritik & Meinung

Comic-Verfilmungen schei­nen im Moment der Hit in Hol­ly­wood zu sein. Nach unzäh­li­gen mehr oder min­der schlech­ten Adap­tio­nen wie „Spi­der­man“ (Sam Raimi, 2002), „Hulk“ (Louis Leter­rier, 2008) und „Iron Man“ (Jon Fav­reau, 2008) kommt nun mit „Thor“ ein wei­te­rer bekann­ter Super­held des Marvel-Universums in die Kinos.

Story / Inhalt

Thor (Chris Hems­worth), der mäch­tige Don­ner­gott im Göt­ter­reich Asgard, ist lei­der nicht nur bekannt für sei­nen Hel­den­mut son­dern auch für sein auf­brau­sen­des Wesen, dass nicht so leicht zu zügeln ist. Da er neben sei­nem Bru­der Loki (Tom Hidd­les­ton) der nächste Anwär­ter auf den Thron des Rei­ches ist, ver­sucht ihn sein Vater Odin (Ant­ony Hop­kins) zur Ver­nunft zu bekeh­ren, doch Thor scheint für die Worte sei­nes Vater taub zu sein. Sein Über­mut führt schließ­lich dazu, dass er einen längst ver­ges­se­nen Krieg wie­der auf­le­ben lässt, wor­auf­hin Odin sei­nen Sohn aus Asgard ver­bannt und ihn zur Strafe auf die Erde schickt. Dort ange­langt und sei­ner gött­li­chen Fähig­kei­ten beraubt, muss Thor bewei­sen, was es heißt, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und wird zum Beschüt­zer der Menschheit.

Mei­nung zum Film

Aus gro­ßer Kraft wächst große Ver­ant­wor­tung“ — die­ser berühmte Satz aus dem ers­ten Spiderman-Film könnte auch der Plot die­ses Films sein, was nicht ver­wun­dert, da beide Hel­den nicht nur aus dem Marvel-Universum stam­men, son­dern beide auch von der Comic-Legende Stan Lee erfun­den wur­den. Der Comic, der nun schon fast 60 Jahre lang in regel­mä­ßi­gen Abstän­den erscheint und mitt­ler­weile auch aus der Feder wech­seln­der Auto­ren und Zeich­nern stammt, erfreut sich einer gro­ßen Fan­ge­meinde. Die Marketing-Strategie der Macher ließ auch zunächst auf ein wahr­haft fan­tas­ti­sches Film­ver­gnü­gen hof­fen, doch diese Hoff­nung erlöscht spä­tes­tens nach den ers­ten 30 Minu­ten schlagartig.

Grund hier­für ist die mehr als banale Hand­lung, die im Grunde nichts Wirk­li­ches beein­hal­tet, son­dern sich mit Bana­li­tä­ten abgibt. Wenn man sie aus­ein­an­der nimmt, ergibt sich fol­gen­der Plot: Thor ist ein arro­gan­ter Spröß­ling eines über­al­ten Herr­schers, der in sei­nem jugend­li­chen Wahn ein ande­res König­reich bedroht und sei­nem Vater damit Schande macht. Die­ser ver­dammt den Unglück­se­li­gen auf die min­der­be­mit­telte Erde, wo er ler­nen soll, Ver­ant­wor­tung für sein Han­deln zu über­neh­men. Soweit so gut. Doch was danach kommt, scheint eine ein­zige Phrase zu sein: Thor begeg­net einer wun­der­schö­nen Frau, in die er sich auf der Stelle ver­liebt, und sie dann vor irgend­wel­chen Unge­heu­ern schützt, danach geht er zurück in seine Welt — Punkt!

Da ist kein Platz für die Ein­füh­rung der Cha­rak­tere, was jedoch unglaub­lich wich­tig ist, um eine Iden­ti­fi­ka­tion des Zuschau­ers mit den Figu­ren zu schaf­fen. Es ist auch kein Platz für Emo­tio­nen, die dafür sor­gen wür­den, dass die Schau­spie­ler sym­pa­thisch wir­ken könn­ten. Und es ist auch kein Platz für einen wirk­li­chen Span­nungs­bo­gen, der sich nicht ent­wi­ckeln kann, weil die Geschichte viel zu voll gepackt wurde, was zu Folge hat, dass jedes Motiv nur ange­ris­sen wer­den kann, ohne sich ent­fal­ten zu können.

Der Ein­druck, dass „Thor“ nur ein Schein­film sein soll, um einen wei­te­ren Cha­rak­ter ein­zu­füh­ren, um das Superhelden-Großprojekt „The Aven­gers“ zu kom­plet­tie­ren, wird im Laufe des Film immer offen­sicht­li­cher. Es ist schon eine Schande, dass Regis­seur und Shakespeare-Legende Ken­neth Bra­nagh sich zu so einer ober­fläch­li­chen Ver­fil­mung her­ab­ge­las­sen hat. Zwar hat er sich nicht lum­pen las­sen, viele bekannte und vor allem talen­tierte Schau­spie­ler in die­sem Strei­fen zu ver­sam­meln, wie z.B. Oscar-Preisträgerin Nata­lie Port­man („Black Swan“), Oscar-Preisträger Ant­ony Hop­kins („Das Schwei­gen der Läm­mer“) und New­co­mer Chris Hems­worth („Star Trek“). Doch diese Tat­sa­che allein nützt dem Film lei­der über­haupt nichts, da kei­ner aus der Schau­spie­ler­crew auch nur im Ansatz dazu kommt, seine Fähig­kei­ten voll zum Aus­druck zu bringen.

Der ein­zig posi­tive Aspekt des Films sind die gelun­gene Optik und die gut ein­ge­setz­ten 3D-Effekte. Das gött­li­che Asgard, dass schon in vie­len Comics dar­ge­stellt wurde, ist auch in der Film­ver­sion gut gelun­gen und lässt bei den Fans kei­nen Wunsch offen. Aber das kön­nen sich die Macher nicht auf die eige­nen Fah­nen schrei­ben, denn wie schon erwähnt, exis­tie­ren unzäh­lige Vor­la­gen der Kulisse, so dass es ein Leich­tes war, den Anfor­de­run­gen der Zuschauer zu genü­gen. An den gezielt ein­ge­setz­ten 3D-Effekten ist jedoch nichts aus­zu­set­zen, genauso wenig, wie an der stim­mi­gen Film­mu­sik. Aber das sind kläg­li­che Ver­su­che, einen Film zu ret­ten, der kei­ner­lei Hand­lung geschweige denn einen Span­nungs­bo­gen beinhal­tet — es ist wirk­lich zu bedauern!

Fazit

Thor“ ist lei­der nur die ober­fläch­li­che Vor­be­rei­tung für ein Superhelden-Großspektakel, dass in naher Zukunft auf die Kino­lein­wände kom­men soll. Da kann man nur hof­fen, dass es sich gelohnt hat, aber das wird der Zuschauer erst erfah­ren, wenn er sich „The Aven­gers“ ange­se­hen hat.

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Eure Meinungen & Kommentare

  • gast
    28.04.11 um 10:52 Uhr
    Antworten

    Hm, ist denn noch nie­man­dem auf­ge­fal­len, dass Odin auf dem fal­schen Auge blind ist?


  • Xx Cheeky Paddyx X
    Die Synchronsprecher an sich sind ja keine schlechten Synchronsprecher, ich finde nur, dass die Stimmen einfach nicht wirklich zu den Schauspielern passen. Empfinde ich wahrscheinlich so, weil ich immer versuche erst die Originalversion zu sehen und dann hört sich eine andere Stimme eben immer falsch an =)

  • Power Playboys F C
    naja also unertragbar? thor hat die stimme von son-goku also wenn das schelcht sein soll weiß ich auch nciht und an den übersetzungsmängeln hapert es ja immer ;)

  • thedragon133
    Das bei 1:50 ist der 'Destroyer', eine Art Maschine, von Odin geschaffen zur Verteidigung seiner Kriegsbeute und anderer Schätze. Er passt da ganz ok rein, wenn man sich denkt, dass es eine Comicverfilmung ist und keine Nacherzählung der nordischen Mythen ;) Ich kann den Film nur empfehlen!

  • Hans Rulez Gl
    Solange man an die nordischen Götter glaubt und mit Ehre durch das Schwert stirbt kommt jeder nach Walhalla. Dazu muss man nicht blond sein. Heimdall ist nicht nur Arse, also muss er nicht unbedingt weiß sein. Ist das hier jetzt ein Trollfest oder die neue Nazikommune?

  • Kalkulukiam
    Ein schwarzer Heimdall und ein Asiate als Ase. Mehr kann man die nordische Mythologie nicht vergewaltigen. Wobei man muss hier immer bedenken, dass es sich hierbei um einen Marvel Comic handelt und hierbei eh nichts genau genommen werden sollte. Ansonsten ist der Film eine gute Unterhaltung. Heil den Asen und Vanen

  • x Kawaii Bakax
    Hab den Film noch nicht gesehen ~ Und eigentlich wollt ich den dann halt so die ganze Zeit mal gucken, aber wenn ich mir jetzt so die 'Bösen' da angucke .... zb.1:50 ..Was genau sind denn diese 'Dinger da ?!?! Hat sich Transformers für Arme da etwa reingeschlichen oder wie was wo?! xDD Weil jetzt gerade kann ich mir nicht vorstellen, wie die da so reinpassen und die Lust den Film zu gucken strumpft gerade immer mehr deswegen xD''

  • Cetylaify
    "Oh nein, das ist die Erde nich war?" wow der ist ja begeistert XD

  • Saphiira The Dragon
    habs auf DVD das ist so cool!!! <3

  • oktay1299
    Es gibt nur Allah und kein Walhallah. Und manche Chinesen, die den richtigen glauben haben kommen in das Paradies.

  • malschaun93
    1:12 HEY! xDD haha

  • metalsheep1991
    Bruder wird zeit das du endlich deinen arsch hierher schwingst mein schädel platzt sonst noch ;)

  • 98querida
    Oh nein, das ist die Erde, nicht wahr?

Wie findest Du den Film "Thor"? Wir freuen uns auf Deine Meinung!

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