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Tucker & Dale vs Evil Kritik & Meinung

Hor­ror­ko­mö­dien zu ins­zi­nie­ren ist über­aus schwer. Die Mög­lich­keit ins Lächer­li­che zu ver­fal­len ist dabei ebenso groß wie zur Lan­ge­weile zu ten­die­ren. Manch­mal, jedoch äußerst sel­ten, kann es aber pas­sie­ren, dass ein Regis­seur oder Dreh­buch­au­tor auf eine sim­ple Idee kommt, wonach ein Film ent­steht, der alle begeis­tern kann. „Tucker und Dale vs. Evil“ ist genauso ein Film, eine Hor­ror­per­si­flage aller ers­ter Güte.

Story / Inhalt

Tucker (Alan Tudyk) und sein bes­ter Freund Dale (Tyler Labine) haben hart gear­bei­tet und lange gespart um sich ein Feri­en­häus­chen an einem See leis­ten zu kön­nen. Da an der Hütte noch viel zu machen ist, neh­men sie sich ein Wochen­dene Zeit um die nöti­gen Repa­ra­tu­ren vor­neh­men zu kön­nen und um neben­her ein biss­chen zu angeln. Lei­der haben sich gerade die­ses Wochen­ende auch ein paar College-Kids ent­schlos­sen, im Wald­ge­biet um das Feri­en­häus­chen eine Party zu ver­an­stal­ten. Zur Unter­hal­tung erzäh­len sie sich gegen­sei­tig angeb­lich wahre Hor­ror­ge­schich­ten und sta­cheln sich mit ihrer Angst gegen­sei­tig auf.
Als sie kurz dar­auf auf Dale und Tucker sto­ßen, erwacht ihre Fan­ta­sie und sie glau­ben in ihnen psy­cho­pa­thi­sche Hill­bil­lys zu erken­nen. Als die bei­den ahnungs­lo­sen Freunde eines der Mäd­chen vor dem Ertrin­ken ret­ten, wird dies von den ande­ren Kids fehl­in­ter­pre­tiert, denn nun glau­ben sie, die Dörf­ler hät­ten ihre Freun­din ent­führt. Wild ent­schlos­sen das unschul­dige Opfer zu befreien bla­sen die Kids zum Kampf, wohl wis­send, dass dabei der eine oder andere auf der Stre­cke blei­ben könnte.

Mei­nung zum Film

End­lich mal wie­der eine Hor­ror­ko­mö­die, die wirk­lich amü­siert. Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Eli Craig, der mit die­sem Film sein Debüt gab, schafft es mit einer klei­nen Ver­dre­hung der Per­spek­ti­ven einen bom­bas­ti­schen Effekt zu erzeu­gen, der nicht nur inno­va­tiv ist, son­dern auch die Lach­mus­keln stra­pa­ziert. Dabei bedient er sich zunächst nur alt bekann­ter Struk­tu­ren des Hor­ror­gen­res. In unzäh­li­gen Fil­men wird das Thema der unschul­di­gen nai­ven Schü­ler, die bei einem Cam­ping­aus­flug von einem oder meh­re­ren psy­cho­pa­thi­schen Dörf­lern gefol­tert und nie­der­ge­met­zelt wer­den, behan­delt. Als berühm­teste Bei­spiele dafür kön­nen Filme wie „Frei­tag der 13.“ (Sean S. Cum­ming­ham, 1980), „Texas Chain­saw Mas­sa­ker“ (Tobe Hooper, 1974), oder „Wrong Turn“ (Rob Schmidt, 2003) gese­hen wer­den.
Der Clou bei „Tucker and Dale vs. Evil“ ist jedoch, dass nicht die ein­hei­mi­schen Hin­ter­wäld­ler die Bösen sind, son­dern die durch Vor­ur­teile gepräg­ten und ver­wöhn­ten Stu­den­ten.
Craig bedient sich aus­führ­lich bei den alten Hor­ror­klas­si­kern, dafür spricht ein hoher Erken­nungs­fak­tor, doch statt sie nur zu kopie­ren, ver­passt er ihnen ein neues Gewand und bie­tet damit dem Genre eine neue Iden­ti­fi­ka­ti­ons­mög­lich­keit. Dabei ist Craig und seine Crew immer dar­auf bedacht, den Lach­fak­tor mög­lichst hoch zu hal­ten, was ihm auch per­fekt gelingt.

Ohne das fan­tas­ti­sche Talent der bei­den Haupt­dar­stel­ler Tyler Labine und Alan Tudyk wäre der Film jedoch nur halb so gut gewor­den. Das Duo har­mo­niert per­fekt mit­ein­an­der und ver­kör­pert mehr als authen­tisch die nai­ven Dörf­ler, die eigent­lich nichts ande­res wol­len als Bier trin­ken, angeln und ein wenig an ihrem Häus­chen zim­mern. Ihre Dia­loge sind groß­ar­tig auf­ein­an­der abge­stimmt und stam­men aus der Feder von Eli Craig und Mor­gan Jur­gen­son. Nicht so über­zeu­gend ist jedoch die Dar­stel­lung von Jesse Moss, der als Chad den leicht para­no­iden Kopf der Stu­den­ten mimt. Er wirkt immer ein wenig zu steif und künst­lich in sei­ner Rolle, so dass seine Leis­tung eher im unte­ren Drit­tel der Skala anzu­sie­deln ist. Die ande­ren Schau­spie­ler machen ins­ge­samt einen guten Ein­druck und spie­len ihre Rol­len überzeugend.

Dass die Hand­lung nicht unbe­dingt rea­lis­ti­schen Struk­tu­ren folgt, spielt eigent­lich keine Rolle, denn das ist man ja von Splat­ter­fi­men fast schon gewohnt. In „Tucker and Dale vs. Evil“ und sei­nem genia­len Per­spek­ti­ven­wech­sel kommt die Span­nung jedoch trotz­dem nicht zum Still­stand. Erzeugt wird diese durch einen hohen Gore, krea­tiv ins­zi­nierte Todes­sze­nen und ein per­fek­tes Gespür für Humor. Zeit­lu­pen­auf­nah­men und kurze, schnelle Schnitte tun ihr übri­ges und zei­gen, dass die Macher sich nicht nur bei den Klas­si­kern des Gen­res bedient haben, son­dern durch­aus ihre eige­nen Ideen hat­ten und diese gekonnt umsetz­ten. Durch ihre selbst­be­wusste Defi­ni­tion einer Horror-Persiflage haben sie gezeigt, dass Hor­ror­filme immer noch Spaß machen kön­nen, wobei es ver­mut­lich am wich­tig­ten ist, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Fazit

Dass durch einen klei­nen Trick ein so amü­san­ter Film ent­ste­hen konnte, hät­ten sich die Macher wohl selbst kaum vor­stel­len kön­nen. Eine fan­tas­ti­sche Crew, die sich selbst nicht so ganz ernst nimmt, trägt dazu bei, dass 89 Minu­ten Film super schnell vor­bei­ge­hen und der Lach­fak­tor dabei nie zu kurz kommt. Abso­lu­ter Spaß!

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Eure Meinungen & Kommentare

  • pepsiflippi
    Der ist so geil der Film xddddd Hab ihn mal in russland gesehen nun hab ich ihn endlich in deutsch gefunden yeahh xd

  • Besteleben1
    BESTER FILM!!!!

  • Nana Lucyni
    XD einfach nur hammer

  • Pastor9764
    Alle mansche Menschen sind dumm, nicht nur manche.

  • sonny618816
    wieder mal der beweis wie dumm mansche menschen sind xD

  • Mr A F Bi O
    wessens?? Zum Glück spielt die Syntax in Deutschland keine Rolle mehr, als wäre sie Patrick Swayze.

  • maxthe15
    göttlicher film auch vor 2tagen das erste mal gesehn

  • Mike1x2
    Die Zwei sind einfach der Hammer !!! Freue mich auf den Nachfolger "Tucker & Dale Go to Yale" ;D Eli Craig kriegt das schon so geil hin wie im Vorgänger, da bin ich mir sicher

  • Jannickii L P
    Gut das ich mir den angeguckt habe ohne vorher den trailer zu gucken :) Sau geiler Film :D

  • Prince Dim
    Und die kommen aus dem College? Die sind nicht gerade super schlau ,aber dre Film ist geil XD.

  • Eraser F S
    Der Trailer wäre besser würde man die ganze Zeit nur die College Kids über die beiden reden hören, einige sehr kurze Ausschnitte von den beiden (bspw. 1 Sekunde lang mit Sense und Kettensäge) und am Ende eine kurzer Ausschnitt davon, wie die beiden wirklich sind. Ich kannte den Trailer nicht bevor ich den Film gesehen habe und ich hab Tränen gelacht.

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