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Warrior Kritik & Meinung

War­rior“ scheint auf den ers­ten Blick ein typi­scher Martial-Arts-Streifen zu sein, wie man ihn aus den asia­ti­schen Kampf­sport­fil­men kennt. Doch anschei­nend steckt mehr hin­ter dem Film, denn von Kri­ti­kern wurde er bis­her in den höchs­ten Tönen gelobt.

Story / Inhalt

ch kämpfe für mein Land! Ich kämpfe für meine Fami­lie! Und für was kämpfst du?

Der Alko­hol hat die Kar­riere des ehe­ma­li­gen Boxers Paddy Con­lon und den Zusam­men­halt sei­ner Fami­lie zerstört.

Als sein Sohn Tommy, ein Ex-Marine, in seine alte Hei­mat zurück­kehrt und sei­nen Vater bit­tet, ihn für ein Mixed-Martial-Arts-Turnier fit zu machen, sieht Paddy die Chance gekom­men, die Geis­ter der Ver­gan­ge­heit zu ver­trei­ben. Dann jedoch stellt sich aus­ge­rech­net Bren­dan, Pad­dys zwei­ter Sohn, dem Duo in den Weg. Bren­dan will das Tur­nier eben­falls gewin­nen. Sein letz­ter ver­zwei­fel­ter Ver­such seine Fami­lie vor dem finan­zi­el­len Ruin zu ret­ten. Letzt­end­lich müs­sen sich die bei­den Brü­der im Ring gegen­über­ste­hen. Es kommt zu einem ulti­ma­ti­ven und unver­gess­li­chen Showdown…

Mei­nung zum Film

Der Film hat kei­nes­wegs etwas mit asia­ti­schen Kampf­sport­fil­men zu tun, er erin­nert mehr an Sport­film­grö­ßen wie „Rocky“. Und so ist zwar der Kampf­sport ein wesent­li­cher Teil des Films, aber im Mit­tel­punkt steht das Drama zwi­schen der Fami­lie bei­der Sportlerbrüder.

Somit bekommt man in dem Film eini­ges gebo­ten, so sind neben einem erst­klas­si­gen und span­nen­den Drama auch noch einige erst­klas­sige Fights dabei. Durch diese Kom­bi­na­tion aus Kämp­fen und Drama las­sen sich selbst die Nicht-Kampfsportfans dazu mit­rei­ßen, in den Fights für den Haupt­prot­ago­nis­ten mitzufiebern.

Regis­seur Gavin O’Connor lässt die bei­den Haupt­fi­gu­ren in der ers­ten Stunde gar nicht auf­ein­an­der tref­fen. Er nutzt die Zeit, um ihre bei­den per­sön­li­chen Facet­ten aus­führ­lich zu beleuch­ten, bevor es zur ers­ten Begeg­nung kommt. Umso dra­ma­ti­scher wirkt es für den Zuschauer, denn noch unter­schied­li­cher könn­ten die Bei­den eigent­lich nicht sein.  Doch der Kon­flikt der bei­den Brü­der ist nur die Spitze des dra­ma­tur­gi­schen Eis­ber­ges. Gavin O’Connor packte in den Film so viel Drama, dass die Geschichte jedes Bru­ders locker für einen eige­nen Film gereicht hätte.

Natür­lich wäre der Film nicht ansatz­weise so gut gewor­den ohne die oscar­reife Leis­tung der Schau­spie­ler. Nick Nolte lie­fert mit dem Film ein ähn­lich gutes Come­back ab wie 2008 Mickey Rourke. Doch auch seine bei­den Film­söhne lie­fern eine erstaun­li­che Leis­tung ab. Der Aus­tra­lier Joel Edger­ton zeigt mit sei­nem gefühl­vol­len Spiel, warum er zu den TOP-Newcomern gehört. Doch am beein­dru­ckends­ten ist Tom Hardy, des­sen Cha­rak­ter so furcht­er­re­gend gespielt ist, dass man jetzt schon mit Bat­man, der die­ses Jahr auf ihn tref­fen wird, Mit­leid hat.

Fazit

„War­rior“ ist erst­klas­sige Unter­hal­tung und „Rocky“ der Neuzeit.

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